Autor: Heike Brandl

  • 5 Dinge, die Eltern übers Nervensystem wissen sollten

    5 Dinge, die Eltern übers Nervensystem wissen sollten

    Kennst du das? Dein Kind flippt aus – wegen einer Kleinigkeit, die dir gerade noch ganz banal vorkam. Oder du reagierst selbst plötzlich viel heftiger, als es die Situation eigentlich verdient hätte. Oft ist dann einfach das Nervensystem überlastet – bei deinem Kind oder bei dir.

    Genauer gesagt geht es hier um das, was Eltern über das autonome Nervensystem wissen sollten. Und es nicht nur für Eltern wichtig, sondern für alle Menschen, die mit Kindern arbeiten: Erzieherinnen und Lehrer, andere pädagogische und therapeutische Fachkräfte und natürlich auch Großeltern.

    Ich befasse mich nun seit etwa einem Jahr intensiv mit dem Thema Nervensystem und habe 2024 eine Weiterbildung zum Thema Stressregulation absolviert. Die Neurowissenschaft hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und wir können heute damit viele Zusammenhänge erklären – vom alltäglichen kindlichen Verhalten bis zum Kollegen, der „mal wieder völlig überreagiert“, vom Burnout bis zu ADHS-Symptomatik.

    Mir ist es ein Anliegen, mein Wissen hier zu teilen und damit kindliche Verhaltensweisen ein Stück weit nachvollziehbarer zu machen. Denn: Wissen schafft Orientierung und Orientierung gibt Sicherheit. Bist du selbst sicherer, gibst du diese Sicherheit auch deinem Kind weiter. Und dann kannst du auch angemessener auf sein Verhalten reagieren.

    Fangen wir mal mit den Basics an …

    Das autonome Nervensystem arbeitet autonom

    Das ist doch klar, oder? Aber was bedeutet es eigentlich?

    Dazu brauchen wir erst mal eine kleine Einordnung. Mit meiner folgenden Grafik kannst du dich schon mal orientieren, aus welchen Teilen das Nervensystem überhaupt besteht.

    Grafik Nervensystem Übersicht über verschiedene Zweige
    Einordnung des autonomen Nervensystems

    Kurz gesagt, das autonome Nervensystem steuert automatische oder auch unwillkürliche Körperfunktionen. Dazu gehören zum Beispiel Herzschlag, Verdauung, Schlaf. Unwillkürlich heißt dabei: Es bringt nichts, dem Herz zu sagen „Jetzt mach mal schneller!“ noch der Verdauung „Lass mich in Ruhe, ich habe jetzt keine Zeit für dich.“ Oder Schlaf einzufordern mit dem Hinweis, es sei jetzt schließlich schon spät.

    Diese Erfahrungen hast du als erwachsener Mensch schon gemacht. Und du kannst sie ebenso auf dein Kind übertragen.

    Du siehst auf der Grafik noch eine Aufteilung. Hier beschreibe ich zunächst mal, wofür die verschiedenen Zweige zuständig sind, solange sich der Mensch in Sicherheit fühlt.

    • Das Sympathisches Nervensystem ist für die Aktivierung und Mobilisierung zuständig. Es erhöht den Herzschlag und beschleunigt die Atmung. Eine mittlere Aktivierung ohne Angst ermöglicht uns Spiel und Sport.
    • Das Parasympathische Nervensystem ist für Ruhe und Entspannung zuständig. Es senkt den Herzschlag, beruhigt die Atmung und regelt die Verdauung.
    • Die Polyvagaltheorie nach Dr. Stephen Porges bringt nun noch die Aufteilung des Parasympathischen Nervensystems ins Spiel. Der dorsale Vagusnerv ermöglicht – solange sich der Mensch sicher fühlt – Entspannung, körperliche Erholung, Lernen, Meditation, Intimität und Schlaf.
    • Der ventrale Vagusnerv ist unser soziales Kontaktsystem. Gelangt das Nervensystem zur unbewussten Einschätzung, dass eine Situation oder Begegnung sicher ist, reguliert es alle wichtigen Bereiche des Körpers so, dass Interaktion möglich ist: Atmung, Herzschlag und Muskulatur sind entspannt, die Verdauung arbeitet und versorgt uns mit Nährstoffen, „soziale“ Hormone werden ausgeschüttet, die Mimik ist entspannt, die Stimme melodisch und das Mittelohr wird auf das Hören menschlicher Stimme eingestellt.

    All diese Funktionen laufen völlig autonom ab, ohne dass du steuernd eingreifen kannst. Das gesunde Nervensystem pendelt dabei permanent und ganz natürlich zwischen Zeiten der Ruhe und der Aktivität. Ziel des autonomen Nervensystems ist dabei schlicht und einfach das Überleben. Das ist im Menschen schon seit Urzeiten so angelegt.

    Was die „innere Wahrnehmung“ bewirkt

    Das autonome Nervensystem überprüft ständig die aktuelle Gefahrenlage. Dazu nutzt es die sogenannte Neurozeption (innere Wahrnehmung). Im Zusammenspiel von äußeren Sinnesreizen (Geräuschen, Gerüchen, Seheindrücken, Körperberührungen, Geschmack), Informationen aus dem Körperinneren (z.B. Schmerzen, Kältegefühl, Hunger), Bewegungsimpulsen, Gefühlen, kognitivem Wissen sowie Erinnerungen und Erfahrungen bewertet das autonome Nervensystem eine Situation als sicher, gefährlich oder lebensgefährlich.

    Grafik Neurozeption: Die Amygdala bewertet die individuelle Gefahrenlage
    Die innere Wahrnehmung (Neurozeption) und ihre Wirkung

    Dieser ständige Check läuft wiederum unbewusst ab. Da bei jedem Menschen Wissen, Erinnerungen und Erfahrungen verschieden sind, ist es nur logisch, dass eine individuelle Gefahrenlagebewertung unterschiedlich ausfällt. Wer schon mal ins Wasser gefallen ist, fühlt sich auf einem Boot möglicherweise nicht mehr so sicher wie jemand, der mit „Boot“ Spaß und fröhliche Gemeinschaft verbindet.

    Diese Anpassung der körperlichen Reaktionen, unserer Physiologie, geht so schnell, dass wir oft erstaunt sind. Nur die autonome Funktionsweise ermöglicht es, dass du zum Beispiel dein Kind in Sekundenbruchteilen vor dem herannahenden Auto zurückziehst. Würde deine Reaktion den Umweg über das denkende Hirn (den Neokortex, deine „grauen Zellen“) machen, würde das viel zu lange dauern.

    Bewirkt die Neurozeption, dass eine Situation als gefährlich oder lebensgefährlich bewertet wird, schlägt das System – genauer gesagt, die Amygdala – Alarm über die

    • Alarmhöhe: die Situation ist sicher – gerade noch ausreichend sicher – gefährlich – lebensgefährlich
    • Alarmkategorie: Ertrinken, Vergiftung, Angriff, Grenzüberschreitung, Bedrohung usw.
    • und veranlasst je nachdem über das sympathische oder parasympathische Nervensystem eine angemessene Reaktion.
    • Das heißt, es reguliert Herzschlag und Atmung, Hormonhaushalt, Muskelspannung, Verdauung, Gesichtsausdruck, Stimme und Hören.
    Nervensystem verstehen: Hintergrund Zelle, in einem Bildschirm siehst du Eltern, die mit einem Kind kuscheln

    Welche Überlebensimpulse gibt es?

    Menschen überleben, indem sie einerseits mit anderen, friedlich gesinnten Menschen Gemeinschaften bilden und sich andererseits bei Gefahr verteidigen. Außerdem ist es überlebenswichtig, mit den eigenen Ressourcen zu haushalten.

    Je nach Alarmhöhe, Alarmkategorie und eigenen Erfahrungen veranlasst das autonome Nervensystem unterschiedliche Überlebensimpulse.

    An erster Stelle ist hier die Zuflucht zu nennen. Der Mensch sucht Sicherheit bei einer anderen Person, die ihm bislang erfahrungsgemäß geschützt hat.

    Beispiele:

    • Du kennst das von der Eingewöhnung in der Krippe. Immer wieder kehrt dein Kind zu dir, zum sicheren Hafen in der fremden Umgebung zurück.
    • Dein Kind ist auf dem hohen Klettergerüst und weiß nicht, wie es wieder herunterkommen kann. Was macht es? Es ruft: „Mama!“

    Bei hoher Aktivierung mit Angst interpretiert das Nervensystem das als Stress und Gefahr und führt eine Kampf- oder Fluchtreaktion herbei.

    Beispiele:

    • Dein Kind fühlt sich von den vielen Kindern im Sandkasten bedrängt und verteidigt seinen Raum, indem es Sand um sich wirft.
    • Ihr hattet eine Meinungsverschiedenheit, dein Kind ist wütend, weiß aber schon, dass es dich nicht hauen darf. Es rennt in sein Zimmer und knallt die Tür zu.

    Ist die Bedrohung groß und die eigenen Kräfte zu gering für Kampf oder Flucht, ist Unterwerfung eine für den Augenblick sinnvolle Überlebensstrategie.

    Beispiele:

    • Dein Kind steht auf dem Heimweg einer Horde älterer, angriffslustiger Kinder gegenüber.
    • Auf die Drohung „Sonst bist du nicht mehr mein Freund … “ tut das Kind, was das andere verlangt.

    Ist die Gefahr noch größer, kann es auch zu Erstarren oder Kollaps kommen. Das schützt den Körper vor der langanhaltenden Überlastung durch Kampf oder Flucht und spart Ressourcen. Es ist gewissermaßen eine Flucht ins Innere, der Mensch bleibt jedoch in der Gefahrenzone.

    Beispiele:

    • Eine Schockstarre nach einem traumatischen Ereignis.
    • Bei langanhaltendem Erleben von Unsicherheit in der Bindungsbeziehung

    Manchmal ist das denkende Hirn außer Betrieb

    Ein wichtiger Teil im zentralen Nervensystem ist unser Limbisches System. Es ist für die Verarbeitung von Emotionen, Triebverhalten, Antrieb, Gedächtnis und Verdauung zuständig. Unsere Impulse und unwillkürlichen Reaktionen werden von hier aus gesteuert. Auch die Amygdala, unser Angstzentrum, finden wir dort. Das Limbische System ist schon von Geburt an funktionstüchtig.

    Unser denkendes Hirn (Neokortex) ist für das rationale Denken, Wahrnehmung, Sprache, Reflexion, Problemlösung und bewusstes Planen zuständig. Es wird in den ersten Lebensjahren „gebaut“, im Teenageralter umstrukturiert und entwickelt sich bis zum Alter von Mitte zwanzig.

    Diese lange Entwicklungszeit ist also ein Grund, dass wir von Kindern noch nicht erwarten dürfen, dass sie ihre Emotionen und Impulse im Griff haben und reflektiert überlegen, ob das Werfen mit dem Sand nun klug sei oder Folgen haben könnte.

    Der zweite Grund, dass das denkende Hirn manchmal außer Betrieb ist, liegt in der Amygdala: Wenn das Angstzentrum die Regie übernimmt, schaltet sie einfach das denkende Hirn ab. Der Neokortex geht sozusagen „offline“. In echten Gefahrensituationen ist das sinnvoll, denn der Körper muss in Höchstgeschwindigkeit reagieren.

    Grafik Handmodell Neokortex online oder offline
    Wenn die Amygdala die Regie übernimmt, geht der Neokortex offline.

    Doch manchmal, und gerade bei Kindern scheint das häufig der Fall zu sein, übertreibt es die Amygdala gewissermaßen und bewertet auch alltägliche Situationen als gefährlich. Anstatt in Kooperation mit dem Hippocampus (einem anderen Teil des Limbischen Systems) zu prüfen, ob die Situation wirklich im Hier und Jetzt gefährlich ist, schlägt die Amygdala einfach ungeprüft Fehlalarm.

    Beispiel:

    Dann scheint für das Kind die Tatsache, dass die große Schwester den letzten Muffin gegessen hat, wie eine lebensbedrohliche Situation („Dieser Muffin hätte meinen lebensbedrohlichen Hunger stillen können und jetzt ist er weg!“) und es kann zu wütendem Schreien und um sich schlagen führen.

    PS: Ehrlich gesagt, macht die Amygdala ihre Aufgabe ziemlich gut. Lieber mal zu oft Fehlalarm als tot, oder?

    Warum es eine Weile dauert, bis das denkende Hirn wieder in Betrieb ist

    Hat die Amygdala den Alarm gegeben und damit eine Stressreaktion in Gang gesetzt, geschehen verschiedene Dinge im Körper. Über das sympathische Nervensystem gelangt die Information „Gefahr“ zum Mark der Nebenniere. Dort werden die sogenannten Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Sie erhöhen zum Beispiel den Blutdruck und die Muskelspannung. Das ist der schnelle Weg. Dauert der Stress länger an, gibt es noch einen weiteren Prozess, der die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol veranlasst. In einem Artikel der Techniker Krankenkasse findest du das verständlich erklärt.

    Adrenalin wird innerhalb weniger Minuten wieder abgebaut. Sofern kein weiterer Stressfaktor folgt, sollte also nach sieben bis zehn Minuten die Hormonwelle abgeflaut sein. Dann kannst du das denkende Hirn deines Kindes wieder erreichen.

    Bis dahin allerdings kannst du dir eines sparen: „Jetzt beruhige dich doch mal!“

    Das Kind kann sich nicht selbst beruhigen, denn es kann seine Fähigkeiten zum Denken gerade nicht erreichen. Und es kann auch nicht willentlich seinen Herzschlag, seine Atmung, seine Bewegungsimpulse oder seine Emotion kontrollieren.

    Was kannst du jetzt mit diesem Wissen anfangen?

    Grafik sicherer Hafen: Eltern können damit dem kindlichen Nervensystem Orientierung geben
    Wenn dein Kind dem Boot entspricht …
    1. Es ist doch schon mal ganz hilfreich zu wissen, dass dein Kind so wie alle anderen Kinder (und Menschen generell) funktioniert und sein Verhalten erklärbar ist.
    2. Flippt dein Kind aus, hat die Amygdala wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen Alarm geschlagen. Du kannst der sichere Hafen für dein Kind sein. Natürlich kommt es auf die Situation und das Alter deines Kindes an, was hier helfen kann: in den Arm nehmen, trösten, ablenken, Bewegung, etwas vor dich hinsingen oder -summen, gemeinsam kräftig auspusten. Vielleicht will dein Kind auch in Ruhe gelassen werden. Bleib in der Nähe und sichere ihm dies zu. Dein Kind braucht Co-Regulation. (In meinem Artikel erkläre ich dir was das ist und wie sie funktionieren kann.)
    3. Nach etwa zehn Minuten könnt ihr auch darüber sprechen. Sollte das die Situation gerade nicht zulassen, ist es auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Es ist hilfreich, das dann anzukündigen. Redet über die Gefühle, Bedürfnisse und Impulse des Kindes. Leite es an, sich selbst besser kennenzulernen und Empathie für andere zu empfinden.
    4. Je nach Alter des Kindes könnt ihr auch die stressigen Faktoren gemeinsam herausfinden und überlegen, wie ihr künftig anders damit umgehen könnt.
    5. Was für dein Kind gilt, ist auch für dich relevant. Das Nervensystem von Eltern funktioniert genauso wie das Nervensystem von Kindern. Kennst du deine Stressreaktionen? Und weißt du, wie du damit umgehen kannst?
    Nur wenn wir selbst gut stehen, können wir andere gut halten.

    Weiterführende Informationen und Unterstützung:

  • Monatsrückblick Januar 2024 – Reflexionen und Perspektiven

    Monatsrückblick Januar 2024 – Reflexionen und Perspektiven

    Jahresanfang – während wir im Vorjahr die erste Jahreswoche in spanischer Sonne Energie tankten, investierten wir in diesem Jahr die Energie in die Wohnungsrenovierung. Offenbar war sie – die Energie – danach ziemlich aufgebraucht, denn mein Mann und ich plagten uns wieder mit Infekten.

    Das stellte mein Bewegungsbedürfnis auf eine harte Geduldsprobe: Sport Fehlanzeige, immerhin konnte ich kleine Runden um den Ort spazieren. Ich hielt mich stabil auf niedrigem Gesundheitsniveau, sodass ich meiner Arbeit zwar nachgehen konnte, jedoch wahrscheinlich dort wieder jeden umherschweifenden Infekt magisch anzog.

    Dafür fand ich Zeit für Reflexionen, Lernen, Gespräche und gerade beim Schreiben über das Jahresmotto perspektivisch eine gute Richtung für mich.

    Haltung zeigen gegen Rechtsextremismus

    Jedes Wort wirkt. Die Wortwahl rechtsextremer Politiker:innen findet seit einiger Zeit immer mehr Raum im Ausdruck der politischen Mitte. Populisten meinen, damit der AFD die Wähler:innen wieder abspenstig machen zu können. Es zeigte sich bereits, dass das ein Trugschluss war.

    Was sich auch zeigte: Damit wird das bislang unsagbare immer mehr sagbar. „Remigration“ ist das Unwort des Jahres 2023 – dass es in Deutschland möglich ist, ein Synonym für Deportation überhaupt zu erfinden, ist für mich unfassbar. Es widerspricht völlig dem Wertesystem der Wertschätzung. Vor einiger Zeit habe ich in einem Artikel über meine Werte geschrieben.

    Ich bin froh und dankbar, dass nun viele Menschen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straßen gehen. Bislang war ich noch nicht dabei. Doch ich nutze persönliche Gespräche, um Haltung zu zeigen. Ich will aufmerksam machen, auf weitere sprachliche Aspekte. Wie sagte der Comedian Martin Rassau kürzlich: „Es ist besser für die Demokratie zu kämpfen, solange sie noch da ist. Danach ist es erheblich schwieriger.“

    PS: Ein herzliches Dankeschön ergeht hier an meiner Blog-Kollegin Silke Geissen, die mich inspiriert hat, dieses Thema hier aufzugreifen.

    Heilpädagogik Anfänge und im Prozess

    Im Januar begann ich mit zwei neuen Kindern in der Einzelintegration in verschiedenen Kitas. Beide Einrichtungen und demzufolge auch die Fachkräfte kenne ich bereits. Das ist für die Arbeit eine schöne Erleichterung. Denn dadurch kenne ich Strukturen und Abläufe, weiß, wer wofür zuständig ist und wie die Leute so „ticken“.

    Doch die Kinder sind beide ebenso neu für mich wie ihre Eltern und so braucht es erstmal eine ausgedehnte Kennenlernphase. Der Beziehungsaufbau in der Heilpädagogik ist die Grundlage aller Förderung. Ich konnte erste Gespräche mit Eltern, Fachkräften und einer Ergotherapeutin führen. Alle bringen ihre eigenen Perspektiven, Kenntnisse und Erfahrungen mit ein. Das vervollständigt mein Bild vom Kind, erklärt manches Verhalten und ist dann die Basis der Förderplanung.

    Bei einem der anderen Kinder gab es im Dezember eine kleine Krise. Nach anfänglicher Begeisterung verweigerte es plötzlich das Spiel mit mir. Wir vermuteten verschiedene Ursachen: Vielleicht fühlte es sich in seiner Selbstbestimmtheit eingeschränkt. Manche Aufgabe war ihm sicherlich auch anstrengend. Verunsicherung auf mehreren Seiten wurde deutlich.

    So führten wir einige Gespräche mit Erzieherinnen und Eltern, um einen neuen Weg und einen anderen sprachlichen Umgang zu finden. Und wir schufen neue Strukturen für das Kind, sodass es nun vor allen Dingen in Kleingruppen mit mir in Turnraum oder Musikzimmer unterwegs ist. So konnte sich die Situation wieder stabilisieren und das Kind hat wieder Freude am gemeinsamen Spielen und Lernen.

    Ich finde, das sind insgesamt gute Aussichten in meinem heilpädagogischen Wirken.

    Vollmond über dem Spessart bei Lohr im ersten Morgenlicht
    Vollmond über Lohr: Frühmorgens bin ich auf dem Weg zum Waldkindergarten
    Kinder auf Turnmatte
    Kleingruppe im Bewegungsraum: Die Kinder „angeln“ ihre Hausschuhe

    Noch mehr Struktur in meine Aufgaben

    Schon länger wollte ich mich mit Trello vertraut machen und damit meine Aufgaben und Prozesse noch klarer im Blick haben. Ein Selbstlernkurs von Claudia Kauscheder ermöglichte dies. Da so mancher Kita-Termin wegen Krankheit der Kinder oder Glatteis ausfiel, konnte ich mich hier zügiger als erhofft durcharbeiten.

    Ich arbeite jetzt mit Trello-To-Do-Listen und habe bereits Projekt- und Contentplanungs-Boards angelegt. Jetzt heißt es, das ganze mit Leben zu füllen und im Alltag zu verankern. Zum Monatswechsel konnte ich schon erleben, dass die Automatisierungen funktionieren: Listen zum Thema Buchführung, Monats-Check Heilpädagogik, Monatsroutinen werden mir immer am 1. eines Monats vorgelegt. Das läuft großartig. Claudia Kauscheder und ihre Anleitungen kann ich aus voller Überzeugung empfehlen.

    Perspektivisch gesehen: Da werde ich ganz klar den Durchblick bei meinen Aufgaben haben.

    Was sonst noch los war im Januar 2024

    • Renovierung Wohnetage abgeschlossen: Diele, Wohnzimmer und Arbeitszimmer meines Mannes haben wir komplett ausgeräumt, Rollladenkasten isoliert, Wände gestrichen und die Zimmer wieder eingeräumt. Das war ein riesiger Berg Arbeit. Alles ist wieder frisch und schön. Und: hurra, jetzt haben wir eine Weile Ruhe. PS: vorher-nachher-Bilder gibt es nicht, denn das vergraute Weiß wäre wohl kaum so richtig deutlich geworden.
    • Aussortiert: Sowohl im Wohnzimmer als auch im Arbeitszimmer fand sich allerhand Überflüssiges. So wanderten zahlreiche Ordnerinhalte und Bücher (sowas wie Formelsammlung Mathematik) in die Papiertonne, Cromarganplatten von anno Tobak, Tischdecken, Vasen und so weiter zum Gebrauchtwarenladen. Und manches durfte einfach in den Müll. Das fühlt sich richtig gut an.
    • Gesundheit und Sport: Das ließ zu Wünschen übrig. Ich fühlte meist nicht richtig krank, aber auch nicht so fit, dass ich Sport hätte machen wollen. Kann ja nur besser werden …
    • Freundschaften pflegen: Mit Fokus Verbundenheit, meinem Jahresmotto, versuchte ich hier ein paar Schwerpunkte zu setzen. Neben ausgedehnten Telefonaten fand zum Beispiel ein fröhlicher Spieleabend bei mir statt, ich besuchte zwei Geburtstagsfeiern von Freundinnen und nahm an einem Online-Meeting im Lingva Eterna Freundeskreis teil.
    verschneiter Garten mit buntem Gemälde über Jesu Kreuzweg
    Winterliche Impressionen aus dem Ostergarten unserer evangelischen Kirche in Lohr
    verschneite Felder und Zweige mit Eiszapfen im Sonnenlicht
    Wunderschönes Licht beim Spaziergang

    Meine Blogartikel vom Januar 2024

    Ausblick Februar 2024

  • Wenn das jüngere Kind eine Behinderung hat – Eine Mutter erzählt über die Geschwister

    Wenn das jüngere Kind eine Behinderung hat – Eine Mutter erzählt über die Geschwister

    Vor einiger Zeit führte ich schon einmal ein Interview zum Thema „Geschwister behinderter Kinder“. Dabei war das Kind mit Behinderung älter. So entstand meine Idee, in einer Familie mit anderer Alterskonstellation einige Fragen zu stellen. Natalie und ihre Tochter Chiara waren bereit, mir diese Fragen zu beantworten. Welche Impulse können sie anderen Eltern für den Umgang mit Geschwistern behinderter oder entwicklungsverzögerter Kinder geben?

    Natalie kenne ich aus einer Kita, in der ich im Rahmen der Einzelintegration tätig bin. Sie arbeitet dort seit vielen Jahren als Kinderpflegerin. Als sie einmal erzählte, dass ihr eigener Sohn eine Autismus-Spektrums-Störung hat, dachte ich gleich an ein Interview mit ihr. Natalie hat noch eine ältere Tochter.

    Darüber hinaus finde ich die Perspektive spannend: Natalie hat Einblick in die Abläufe und Bedürfnisse einer Kita-Gruppe und gleichzeitig das Wissen und die Erfahrung als betroffene Mutter eines Kindes mit besonderen Bedürfnissen. Das kann den Blick auch für andere Menschen weiten.

    Mal sehen, ob das alles in ein Interview passt …

    Was magst du meinen Leser:innen über deine Kinder erzählen?

    Ich habe zwei Kinder. Meine Tochter Chiara ist 14 Jahre alt. Sie geht in die 9. Klasse. Chiara ist ein sehr selbstbewusstes und liebenswertes Mädchen. Sie spielt leidenschaftlich gerne Handball.

    Unser Luca ist neun Jahre alt. Er geht in die 3. Klasse. Luca ist ein sehr fröhlicher und zufriedener Junge. Er ist sehr technisch und sprachlich begabt.

    Was waren eure Herausforderungen als Familie, als dein Sohn klein war?

    Ich denke, die Herausforderung lag bei uns darin zu erkennen, was unserem Luca fehlt und mit der Diagnose umzugehen.

    Familie von hinten am Strand, ein Kind wird getragen, Behinderung Geschwister

    Hattet ihr Unterstützung?

    Vor allem gaben mein Mann und ich uns die Unterstützung. Obwohl ich sagen muss, dass er damit besser zurechtkam als ich. Natürlich standen die Familie und unsere Freunde an unserer Seite. Und natürlich die Erzieherinnen und Therapeuten, die uns immer ermutigt haben.

    Wie siehst du rückblickend deine Mutterschaft, als beide jeweils unter drei Jahren waren? Wo siehst du Unterschiede?

    Da gab es anfangs nicht so viele Unterschiede. Vielleicht ist man beim ersten Kind etwas vorsichtiger. Luca hatte sich anfangs ja altersgemäß entwickelt, außer dass er mit der Sprache „hintendran“ war

    Gab es einen Unterschied darin, deine Mama-Liebe den beiden zu zeigen? War das sprachlich anders?

    Als wir Diagnose dann bekamen, war das für mich echt ein Weltuntergang. Man googelt im Internet und liest dort, wie sich dein Kind im schlimmsten Fall entwickelt. Nicht falsch verstehen, ich liebe meinen Luca, aber ich war am Anfang wirklich sehr traurig.

    Sprachlich hat sich das so weit unterschieden, dass ich mit Luca anfangs in sehr kurzen und sachlichen Sätzen sprechen musste, da sein Sprachverständnis nicht altersgemäß entwickelt war. Er mochte auch keine Bilderbücher und für Hörspiele konnte man ihn auch nicht begeistern.

    Chiara hingegen liebte es Bilderbücher zu hören und im Alter von zwei hatte sie schon einen großen Wortschatz.

    Was glaubst du, wann hat deine Tochter gemerkt, dass dein Sohn anders ist als andere Kinder?

    Chiara hat ihren Bruder immer so behandelt, als hätte er keine Einschränkungen. Sie stritten und machten Quatsch zusammen.

    Wir sind von Anfang an offen mit seinen Besonderheiten umgegangen. Der Begriff Autismus hörte sie erst später. Sie kam da eines Tages selbst mal auf mich zu und meinte, dass sie eine Serie schaue, in der ein autistischer Junge mitspielt, der sie an Luca erinnere. Daraufhin fragte ich sie wie das für sie ist, dass Luca auch eine Autismus-Spektrum-Störung hat.

    Und sie antwortete: „Mama, mein Luca ist so gut wie er ist.“ Und damit hat sie auch recht.

    Hatte oder hat sie aufgrund des Bruders Schwierigkeiten in der Schule oder mit anderen Jugendlichen?

    Nein, Schwierigkeiten hat sie nicht, ihre Freundinnen finden Luca alle goldig und akzeptieren ihr so wie er ist.

    Gab es zusätzliche Unterstützung (Gruppe für Geschwister? Begleit-Therapie? Eltern-Coaching?)

    Eine Begleit-Therapie haben wir nicht besucht. Wir haben geschaut, dass Chiara nicht zu kurz kommt. Sie bei ihren Hobbys unterstützt und sind mit ihr im Gespräch geblieben.

    Wie stellt deine Tochter ihren Bruder heute vor?

    Chiara stellt ihren Bruder so vor: „Das ist mein kleiner Bruder Luca.“ Von seiner Behinderung erwähnt sie nichts. Ich denke, das ist nicht so vordergründig bei ihr.

    Gibt es noch etwas, das du anderen Eltern behinderter oder entwicklungsverzögerter Kinder unbedingt mitgeben willst in Bezug auf die Geschwister?

    Geht offen mit der Diagnose um, egal welche. Ich konnte das leider am Anfang nicht. Aber man bekommt viel mehr Verständnis und Mut zugesprochen, als man denkt.

    Im Hinblick auf die Geschwister denke ich da genauso: sprecht das Thema offen an. Fragt, wie sie sich fühlen und was das mit ihnen macht. Ich denke aber, meist gehen die Geschwister natürlicher damit um, als wir denken. So war es zumindest bei uns.

    Glaubst du, dass es für dich einen Unterschied in deiner Arbeit in der Kita macht, selbst ein Kind mit Behinderung zu haben? Wo reagierst du anders als Kolleg:innen ohne diese Erfahrung?

    Ja, ich glaube, dass ich mit einem anderen Auge draufschaue. Vielleicht bin ich durch Luca sensibilisierter und kann mich in die Situation der Eltern und ihren Sorgen und Ängsten besser hineinversetzen

    Liebe Natalie, ich danke dir für dieses offene und aufschlussreiche Interview und ich wünsche euch weiterhin einen guten Zusammenhalt in der Familie.


    PS: Die Namen der Personen sind mit ihrem Einverständnis echt. Hingegen ist das Titelbild symbolisch und zeigt nicht die wahren Personen.

  • Monatsrückblick Dezember 2023 – Winterfreude

    Monatsrückblick Dezember 2023 – Winterfreude

    Was ist im Dezember bei mir los gewesen, was nicht schon im Jahresrückblick Platz fand? Knifflige Frage, wie ich finde. Also flugs nochmal über den Kalender und die Fotos geschaut – okay, wie immer: Es war mehr los, als ich dachte. Das Wichtigste vorab: Ich war wirklich froh und dankbar, dass ich wieder gesund war. Das zeigt auch das Titelbild!

    Berufliche Ereignisse

    Der Monat begann mit einem neuen Frühförderkind. Hier geht es um die Anbahnung von Interaktion bei einem Kleinkind, das noch nicht spricht. Ich begleite die Maßnahme mit intensiver Beratung der Eltern, denn ich kann nur „anstupsen“. Den wesentlichen Beitrag leisten die Eltern.

    Ich durfte das Leitungsteam einer Kita in Bezug auf Gespräche mit Mitarbeiter:innen coachen. Anhand des LINGVA ETERNA Kommunikationsmodells konnten wir verschiedene Situationen durchgehen sowie alternative Vorgehensweisen und Gesprächsführung entwickeln. Ergänzend konnte ich mein noch neues Wissen über Nervensystem und Regulation einbringen. Die Kombination war für die beiden Leiterinnen von hohem Nutzen.

    Den Jahresrückblick 2023 bloggen mit Judith Peters: das ist alljährlich ein großes Event und eine zeitintensive Auseinandersetzung mit dem Jahr – beruflich und privat.

    Meine Weiterbildung S-O-S Training schritt voran. Im Wesentlichen läuft hier alles online, eine Kombination aus Selbstlernkurs, Live-Workshops für Q&A und online Übungsgruppe. Da war es etwas Besonderes, dass meine Übungsgruppe zu Besuch bei mir in Lohr war. Ich genoss den persönlichen Austausch und wir vertieften unsere Verbindung zueinander.

    Online-Workshop mit Kati Bohnet

    Was sonst noch so los war im Dezember 2023

    • Gesundheit und Sport: Sauna Routine wieder aufgenommen, joggen wieder begonnen, Tagesausflug zum Langlaufen in der Rhön, drei Tage Skifahren Montafon: endlich fühlte ich mich wieder fit und gesund und konnte sportlich wieder durchstarten. Mir fehlte im November wirklich was!
    • Kulturelle Highlights: Kantatenkonzert in St. Elisabeth, Lohr und ein Konzert mit Kantorei und Orchester in Marktheidenfeld
    • Advents- und Weihnachtszeit genießen: Weihnachtsmärkte am Bezirkskrankenhaus Lohr sowie in der Altstadt Lohr und Michelstadt besuchen, zu Hause Weihnachten und Silvester feiern – das waren viele schöne Stunden mit Familie und Freunden.
    • Geburtstagsfeier: Zum Geburtstag selbst waren wir Skilaufen und freuten uns über Gesundheit, Wetter und traumhaften Schnee. Am 23.12. feierten wir Thomas 60. Geburtstag und wir hatten mit Familie und Freunden viel Spaß, gute Unterhaltungen und leckeres Essen. Originelle Spiele, die zeigten, ob die Gäste ihn gut kannten und umgekehrt, waren ein großes Vergnügen.
    • Renovierung Wohnetage gestartet: Bis Silvester hatten wir Schlafzimmer und Küche fertig, ausräumen, Rollladenkästen isolieren, abkleben, streichen, einräumen … was für eine Arbeit. Doch jetzt ist es wieder frisch und fein.
    Heike Brandl beim Langlaufen
    Winterwunderland Rhön – ein Traum zum Langlaufen
    Holzschnitzerei, lebensgroße Figuren eines Chores in Michelstadt beim Weihnachtsmarkt
    Lebensgroße Holzschnitzerei eines Chores auf dem Weihnachtsmarkt in Michelstadt
    Heike und Thomas Brandl vor winterlichem Bergpanorama
    Thomas Geburtstag: ein wunderschöner Tag in den Bergen
    Orchester und Chor in der St. Josefs-Kirche in Marktheidenfeld
    Carmina Burana mit der Kantorei Marktheidenfeld und Orchester
    Heike Brandl beim Streichen
    Streichaktion in der Küche: frisches Grün

    Meine Blogartikel vom Dezember 2023

    Ausblick Januar 2024

    • Wohnetage fertig renovieren
    • zwei neue Kinder in der Heilpädagogik
    • Trello Selbstlernkurs bei Claudia Kauscheder
    • Sportroutinen wieder stabilisieren
    • Ich mache bei „Dry January“ mit und trinke keinen Alkohol.
    • Mein Jahresmotto: Fokus Verbundenheit in den Blick nehmen
  • Mein Motto des Jahres 2024: Fokus Verbundenheit

    Mein Motto des Jahres 2024: Fokus Verbundenheit

    Nun zum dritten Mal stelle ich einem neuen Jahr ein Motto vorweg. Diesmal lautet es: Fokus Verbundenheit. Wozu das Ganze? Mit einem Motto lenke ich meinen Blick auf das, was mir wichtig ist. Ich prüfe Pläne, Begegnungen, Aufträge im Hinblick darauf, ob sie zu meinen Prioritäten passen. Im Laufe des Jahres werde ich immer wieder darauf zurückkommen und entdecken, was noch dazu passt. Das schafft noch ungeahnte Möglichkeiten.

    Wie ich zum Motto „Fokus Verbundenheit“ kam

    Verbundenheit ist ein Gefühl, das ich im vergangenen Jahr bei einigen Menschen oder Situationen vermisst habe. Es war schmerzlich zu spüren, wie sehr wir darauf angewiesen sind, um in einer guten Beziehung zu sein.

    Verbundenheit ist eines der seelischen Grundbedürfnisse und auch in meiner Weiterbildung S-O-S Training ein Thema im Rahmen der somatischen Achtsamkeit. Hier wurde ich besonders darauf aufmerksam. Ich wünsche mir, Verbundenheit 2024 intensiv zu spüren.

    Was „Fokus Verbundenheit“ für mich bedeutet

    • Zunächst werde ich darüber nachdenken, in welchen Bereichen, mit welchen Personen oder Gruppen Verbundenheit für mich bedeutsam ist. Das kann auch bedeuten, Verbindungen loszulassen.
    • Dann werde ich Ideen und Impulse sammeln, mit denen ich Verbundenheit zu den mir wichtigen Personen und Gruppen stärken kann.
    • Ich werde familiäre Bindungen stärken und Wert auf Nähe, gemeinsame Aktivitäten und offene Kommunikation legen.
    • Freundschaften pflegen, ob alt und bewährt oder frisch und noch nicht so tief – das wird ein großes Spielfeld des Ausprobierens.
    • Ein weiteres Element kann Engagement für eine Gemeinschaft sein. Ob im Bereich Kirchengemeinde, Sportverein oder einer noch unbekannten Gruppe – Verbundenheit schafft Beziehungen, Zufriedenheit, Dankbarkeit und ein unterstützendes Netzwerk.
    • All das wird nur möglich durch tiefe Verbundenheit mit mir selbst. Dazu brauche ich meine Morgenroutine, somatische Achtsamkeit, Wahrnehmung meiner Bedürfnisse und eine gute Portion Reflexion.

    Wie wird sich mein Jahresmotto „Fokus Verbundenheit“ auf mein Business auswirken?

    • Ich werde bei meiner Arbeit in Kitas noch stärker auf Verbundenheit mit den Kolleginnen achten, z.B. Kooperationen bilden, Reflexion anregen, persönliche Kontakte pflegen.
    • Im Bereich Kommunikation werde ich bei allen beruflichen Kontaktpersonen auf mögliche Barrieren achten, Teilhabe verbessern und Transparenz erhöhen.
    • Ich werde das Bedürfnis nach Verbundenheit besonders bei den von mir betreuten Kindern berücksichtigen und den beteiligten Erwachsenen vermitteln.
    • Zum sprachlichen Umgang mit dem Begriff und der Bedeutung des Wortes „Verbundenheit“ werde ich einen eigenen Blog-Artikel schreiben.
      Update Oktober 2025: Verbundenheit im Alltag leben – praktische Tipps für mehr Nähe und Vertrauen
    • Kollegiale Fallberatung kann ein Element sein, Verbundenheit im Team zu stärken. Daher will ich sie gern in einigen Einrichtungen anbieten.

    Woran werde ich im Dezember 2024 merken, dass das Motto „Fokus Verbundenheit“ für mich Realität geworden ist?

    • Tragfähige Beziehungen in Familie, Freundeskreis, verschiedenen Gemeinschaften werden mich dankbar und zufrieden machen.
    • Langjährige und langfristige berufliche Verbindungen werden von Verbundenheit zeugen.
    • Ich werde anhand meiner gelesenen Bücher und Podcasts sehen, wie intensiv ich mich mit dem Thema befasst habe.
    • In einem Glas auf meinem Schreibtisch werde ich Momente der Verbundenheit auf kleinen Zetteln sammeln. Jeden Freitag beim Rückblick auf die Woche werde ich mir mindestens drei solcher Zettel schreiben.
    • Ich werde den Jahresrückblick 2024 unter dieses Motto stellen und in den verschiedenen beruflichen und persönlichen Bereichen anhand Fotos, Erlebnissen und Erkenntnissen merken, wo überall Verbundenheit Thema war.

    Übrigens:

    Hast du schon ein Jahresmotto? Vielleicht konnte ich dich jetzt inspirieren …

  • Jahresrückblick 2023 – Neue Wege entdecken

    Jahresrückblick 2023 – Neue Wege entdecken

    Dezember, Zeit für den Jahresrückblick 2023. Zeit zu reflektieren: Was war schön, was darf bleiben? Was kann weg? Welche Erkenntnisse zog ich aus den Erfahrungen?

    Prägend war für dieses Jahr, dass mein Mann seine Arbeit als Angestellter beendete. Wir fanden einen neuen Rhythmus im täglichen Miteinander und waren viel unterwegs.

    Ich spreche nicht länger vom Urlaub. Mir geht es beim Reisen nicht darum, mich vom Alltag zu erholen oder von einem Urlaub zum anderen zu leben. Ich spreche also vom Reisen: Neues entdecken und kennenlernen, interessante Menschen, andere Lebensweisen, zauberhafte Orte, beeindruckende Naturlandschaften, vielfältige Kulturen und Kultur, köstliches Essen, belebende Aktivitäten.

    Mein Alltag ist voller Fülle und es gelingt mir meist recht gut, zwischen beruflichen Aufgaben Inseln für Sport, Kultur, Spiritualität, Auftanken und Gemeinschaft zu schaffen. Ich liebe meine Arbeit und möchte sie noch lange nicht missen. Sie ist mir Lebensaufgabe, Inspiration, Herausforderung, Befriedigung, eine Quelle der Wertschätzung und der Freude.

    Was aus meinen Zielen und Plänen für 2023 wurde

    Mein Motto für 2023 lautete: Neue Wege entdecken. Das hatte ich nicht nur im wörtlichen Sinne gemeint, sondern auch bezüglich neuer Wege zu arbeiten, Kontakte zu knüpfen, zu lernen. Und natürlich auch auf neue Reisewege. Du kannst im Verlauf dieses Jahresrückblicks lesen, was ich alles neu entdeckt habe.

    Blog: 40 Artikel schreiben #werschreibtderbleibt – und in Pinterest kontinuierlicher pinnen, eine neue Blogparade ausschreiben und an etlichen Challenges teilnehmen war der Plan.

    31 Artikel habe ich 2023 geschrieben. Ein paar ältere Artikel habe ich noch überarbeitet. Ich finde, das ist eine ganze Menge. Die Blogparade habe ich ausgelassen, dafür selbst an ein paar teilgenommen. Pinterest habe ich intensiver genutzt, allerdings eher in Wellen als kontinuierlich.

    Heilpädagogik: Ich wollte Kinesiologie-Übungen und (mehr) Yoga-Übungen für Kinder kennenlernen und anwenden.

    Das machte ich im ersten Halbjahr bei zwei Kindern häufig. Im Rahmen einer Einzelintegration in der Kita mit einer kleinen Gruppe waren die Kinder begeistert, wenn sie sich selbst eine Yoga-Übung auswählen durften. Ich sah bei allen Beteiligten sah ich Fortschritte in Koordination und Gleichgewicht.

    In meiner Frühförder-Praxis begannen wir die Stunde bei einem Kind mit ein paar Kinesiologie-Übungen. Bei ihm wirkten sie sich positiv auf Koordination und Konzentration aus.

    KommunikationsCoaching: Ich wollte gerne mit ein paar neuen Coachees in diesem Bereich arbeiten. Doch offenbar wurde ich von potentiellen Kund:innen noch wenig gefunden.

    Website: Ich wollte meine Website für Suchmaschinen und mobile Endgeräte optimieren.

    Bei neuen Blogartikeln und beim Überarbeiten älterer Texte achtete ich auf Suchbegriffe, Relevanz, Zielgruppenorientierung und einiges mehr für die Suchmaschinen. Über die Google Search Console kann ich sehen, wie oft ich bzw. meine Artikel gefunden werden. Im Lauf des Jahres 2023 konnte ich erhebliche Verbesserung feststellen. Zahlen gibt es weiter unten kompakt. Mit mobilen Ansichten habe ich mich bisher nicht weiter befasst.

    Weiterbildung: Meine Idee war, etwas zum Thema Gehirn/Nervensystem zu lernen und ein LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationstraining update mitmachen.

    Das läuft: Die Weiterbildung S-O-S Training (dazu weiter unten mehr) habe ich im Oktober begonnen. Das LINGVA ETERNA Update wird im Februar 2024 stattfinden.

    Zu Ruhestand und Reisen gibt es ein eigenes Kapitel.

    Mein Jahresrückblick 2023

    Berufliche Entwicklungen

    Mein heilpädagogisches Jahr

    Im ersten Halbjahr hatte ich so viele Kinder in der Heilpädagogik, dass ich völlig ausgelastet war. Mir blieb keine Zeit, um für den Herbst wesentliche Aquise für den Seminarbereich und Coaching zu betreiben. Nachdem bei allen Kindern die Maßnahmen endeten (sie kamen in die Schule oder schulvorbereitende Einrichtungen), begann ich im September erstmal mit zwei neuen Kindern in Kitas.

    Inzwischen habe ich mit einem dritten Kind, diesmal Frühförderung, begonnen und werde im Januar mit zwei weiteren Kindern in verschiedenen Kitas starten. In beiden Einrichtungen war ich schon mal – wenn sie mich wieder beauftragen, ist das eine schöne Bestätigung für mich. Eine weitere Anfrage habe ich bereits abgelehnt, da ich noch eine Kita logistisch nicht unterbringe. Und ich brauche zeitliche Spielräume für weitere Projekte.

    Kind steckt Formen in eine Box, ein weiteres Kind hält schon die nächsten Formen bereit
    Heilpädagogik in der Kita
    zwei Kinder malen mit ihren Fingern in Rasierschaum auf einem Backblech Muster
    Kooperation beim Malen mit Rasierschaum in der Kita
    Kind schneidet Gurkenstücke, jemand reicht das nächste Stück
    Aktive Teilhabe bei der Frühstücksvorbereitung

    Trainings und Coaching 2023

    Ich hielt Kommunikationstrainings in zwei Kitas und gab ein Leitungscoaching. Außerdem war ich noch ein paar Mal für Vorträge und Workshops an Volkshochschulen. Dazu kamen noch einige Beratungen in der Heilpädagogik, die die Klient:innen privat finanzierten. All dies machte mir viel Freude und ich bekam positive Resonanz. Dafür, dass ich null Aquise gemacht hatte, war das okay. Doch da geht noch was.

    Heike Brandl im Seminar
    Fortbildung in der Kita

    Was im Hintergrund so alles lief

    Im Frühjahr arbeitete ich intensiv daran, meine Website noch „grüner“ und transparenter zu gestalten. Bildgrößen reduzieren, Ladegeschwindigkeit verbessern, Cookieoptionen ordentlich anbieten … Dazu war ich in einem Kurs bei Steffi Pingel. Viele kleine Schritte – das ist jetzt erstmal gut so.

    Seit Frühsommer bin ich in einer kleinen, feinen Mastermind-Gruppe von schreibenden Frauen (Michaela Arlinghaus, Korina Dielschneider, Nicole Isermann, Silke Hüchel-Steinbach), die sich einmal monatlich online trifft. Wir unterstützen uns bei allen Themen, die uns beruflich gerade beschäftigen, sammeln Ideen, stellen kluge Fragen und geben Tipps. Dafür bin ich sehr dankbar. Auch ein neuer Weg, den ich entdeckt habe.

    Im Herbst stellte ich bei meinem Newsletter-Anbieter Mailerlite auf eine neue Version um. Auch das war ein zeitintensiver Akt, bei dem ich einen Fehler erst im Dezember bemerkte. Fehler sind Freunde – ich habe wieder was gelernt.

    Ich widmete mich ausgiebig meiner Weiterbildung im S-O-S Training (online) und genoss es, einfach mal wieder intensiv zu lernen. Eine Übungsgruppe mit zwei anderen Frauen ist mir dabei eine gute Unterstützung und bildet eine wertschätzende und konstruktive Basis für Austausch und Feedback.

    Heike Brandl am Laptop
    Im Seminar bei Kati Bohnet

    Erkenntnis:

    Meine Arbeit verläuft immer in Wellen. Mal ist in einem Bereich viel los, dann bleibt wieder mehr Zeit für Hintergrundarbeiten oder Lernen. Mit etwas Zuversicht, langjähriger Arbeit in den Kitas und nachhaltigem Content kommen immer wieder neue Kund:innen und Klient:innen.

    Ruhestand, Radeln und Reisen

    Mein Mann Thomas beendete im Dezember 2022 sein Arbeitsleben als Angestellter und sieht sich seither als „Zeitfreigestalter„. Unser erster Trip führte uns über Silvester und die erste Januarwoche nach Spanien, um unseren Sohn und seine Partnerin dort zu besuchen. Mit Sonne aufgetankt und tiefenentspannt, ging es per Flixbus wieder zurück nach Frankfurt.

    Heike und Thomas Brandl
    Los geht’s! Im Campervan nach Spanien

    Dann widmete Thomas sich erstmal der Planung und dem Bau einer eigenen Fotovoltaikanlage. Mit vereinten Kräften und ein paar helfenden Freunden brachten wir die Module aufs Dach. Wir konnten die Anlage im März in Betrieb nehmen und freuen uns nun immer besonders, wenn die Sonne scheint.

    Thomas bei der Montage, gut gesichert mit Klettergurt

    Im Februar trafen wir uns mit Freunden im Thüringer Wald zum Langlaufen. Das ist schon eine langjährige Tradition und wir sind immer sehr dankbar, wenn das gelingt.

    Heike und Thomas Brandl vor Gehlberger Hütte in Thüringen
    Vor der Gehlberger Hütte in der Nähe von Suhl

    Das lange Faschingswochenende war besonders intensiv. Ich besuchte weitere langjährige Freundinnen in Murnau und Esslingen. Und quasi auf der Rückfahrt traf ich mich noch auf einen Kaffee mit früheren Schulfreundinnen in Nördlingen.

    Heike Brandl und Antonia Raczkowski
    Mit Antonia an den Wasserfällen in Bad Urach

    In der Woche vor Ostern ging es mit Freunden an den Gardasee. Ein unverschuldeter Auffahrunfall auf der Brenner-Autobahn führte dazu, dass das die letzte Reise meines Golfs sein sollte – ein wirtschaftlicher Totalschaden. Da nach dem Urlaub die Übernahme unseres neuen Elektroautos geplant war, konnte uns der Unfall nicht die Urlaubsstimmung vermiesen. Der Golf war noch fahrtüchtig, die Mountainbikes im Kofferraum heil und wir genossen einige gemütliche Touren.

    Kaputtes Auto
    Mein Auto nach dem Auffahrunfall
    Heike Brandl in einer Strandbar
    Wir genossen die Strandbar in der Nähe unseres Ferienhauses – auch wenn es abends noch kühl war
    Schauer über dem Gardasee bei Sirmione
    Unser Sonntagsspaziergang nach Sirmione endet mit aufkommendem Schauer

    Ein Maiausflug ins Allgäu nach Immenstadt zum Radeln war eine Genusstour. An anderen Wochenenden fuhren wir natürlich auch bei uns im Landkreis herum und besichtigten z.B. Skelette bei einer Ausgrabung aus der Karolingerzeit. Im Juni radelten wir nach Fulda – ein Tag hin, ein Tag auf der Landesgartenschau (gefühlte 20 km laufen) – ein Tag zurückfahren. Jede Menge neuer Wege entdeckt …

    Heike Brandl am Illerursprung
    Da kommt die Iller her: Trettach, Stillach und Breitach vereinigen sich am Illerursprung bei Oberstdorf
    Heike Brandl im Kneipp-Tretbecken
    Ganz in der Nähe bei uns: Kneipp-Tretbecken nach einer Tour in der Sommerhitze
    Heike Brandl auf der Landesgartenschau Fulda mit Stadtpanorama
    Auf der Landesgartenschau in Fulda konnte ich neue Ideen für den Garten sammeln

    Im Juli waren wir zur Deutschen Meisterschaft MTB in Albstadt. Unser Sohn Maximilian holte den Titel in den beiden Disziplinen Short Track und Cross Country. Wir freuten uns riesig mit ihm. Und nach einem Familienwochenende in Freiburg ging es von dort aus geradewegs mit dem Flixbus und Rädern in den Urlaub.

    Podium Deutsche Meisterschaft MTB in Albstadt, Fotograf im Vordergrund
    Thomas fotografiert Max auf dem Podium bei der Deutschen Meisterschaft
    Abendstimmung beim Schlossbergfest Freiburg
    Auf dem Schlossbergfest in Freiburg

    Vier Wochen waren wir im August in Belgien, Frankreich, England und Schottland unterwegs. #fligtfree, also ohne Flug, war das Ziel. 1600 km fuhren wir mit den Reiserädern, außerdem noch Bahn und Fähre. Auch auf der Rückreise von Brüssel nach Frankfurt nutzten wir wieder den Flixbus. Es war eine vielfältige, bunte Reise mit vielen Gesprächen mit Einheimischen, ob bei Warmshowers-Gastgeber:innen oder im Pub. Mehr über diesen Trip erfährst du im Monatsrückblick August.

    Heike Brandl auf einem Radweg
    Der Ostküstenradweg war gut ausgebaut und verlief an einer schönen Route.
    Heike Brandl auf Sofa
    Chillen in Edinburgh
    Stonehenge - Heike und Thomas Brandl
    Stonehenge war beeindruckend

    Als Gastgeber waren auch wir häufig gefragt: Radler:innen aus Deutschland, Frankreich, Niederlande, der Schweiz, Neuseeland und Australien machten bei uns Station. Warmshowers ist eine wunderbare Möglichkeit, Menschen und ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe kennenzulernen.

    Mit unseren ersten Warmshowers-Gästen der Saison

    Im September durfte ich ein langes Wochenende den Hund unserer Tochter sitten – auch eine neue Erfahrung, die gut ging.

    Heike Brandl mit Hund an Bach
    Ein ausgiebiger Spaziergang führte uns durch das malerische Buchental bei Lohr.

    Thomas war schon im Frühsommer noch einige Male für mehrere Tage allein mit dem Rennrad unterwegs. Er wollte sein erstes Jahr Freizeit richtig auskosten. Im Herbst bekochte er noch einige Wochen das MTB-Team unseres Sohnes auf Auslandsreisen, während ich durchaus auch die Zeit allein zu Hause genoss.

    Im Dezember fuhren wir ziemlich spontan noch zum Skilaufen ins Montafon. Mein Mann wurde 60 und es ist für ihn die größte Freude, wenn ich gemeinsam mit ihm Sport mache. Also feierten wir mit strahlendem Sonnenschein und traumhaften Schnee, dass wir beide gesund und fit sind. Das Fest mit Familie und Freunden folgte am 23.12.23.

    Heike und Thomas Brandl

    Erkenntnis:

    Mit dem ersten Jahr Ruhestand meines Mannes kamen wir gut zurecht. Er konnte die Zeit für einige Projekte gut nutzen und hatte noch keinen Tag Langeweile. Wenn er nicht gerade auf dem Rad sitzt, kocht er auch zu Hause gern und gut. Und wir können gut auch allein was unternehmen – oder eben zu Hause bleiben.

    Warum ich immer wieder an Weiterbildungen teilnehme

    Ich habe in diesem Jahr für meine erwachsenen Kinder „Mama, erzähl mal“ Bücher geschrieben. Dabei geht es darum, die eigene Familiengeschichte, Kindheit und Jugend zu reflektieren sowie sich mit Kindheit und Jugend des Kindes, Erinnerungen und Zukunftsvorstellungen auseinanderzusetzen. Ein umfangreiches Projekt, in das ich viel Zeit gesteckt habe. Dabei wurde mir (wieder mal) bewusst, dass ich als Kind schon sehr wissbegierig und neugierig gewesen war, das Lernen liebte und mir das Lesen neue Welten eröffnet hat.

    Neben Büchern findet sich heute natürlich ein unerschöpfliches Wissen im Internet. In den letzten Jahren bin ich über die Bloggerinnen-Community mit so vielen Themen in Berührung gekommen, dass mich manches mal FOMO (Fear of missing out) heimsuchte. Ein immer wieder auftauchendes Thema war das Nervensystem und der Umgang mit Stress. Ohne mich selbst völlig gestresst zu fühlen zog mich das magisch an.

    Bücher, Podcasts, Blog-Artikel, Youtube-Videos – dies alles trug dazu bei, die Weiterbildung S-O-S Training zu beginnen. Und sie ist mir in vielerlei Hinsicht heute schon sehr hilfreich, obwohl ich noch mittendrin bin:

    • Somatische Achtsamkeit bringt mich mir selbst, meinen Körperempfindungen, Gefühlen, Sinneseindrücken, Verbundenheitsgefühlen, Bewegungsimpulsen und Gedanken näher und sensibilisiert mich auch für diese Elemente bei anderen.
    • Ich nutze die Übungen und Elemente in Coaching- und Beratungsgesprächen mit Eltern.
    • Die S-O-S Übungen bringen mich zur Ruhe und Gelassenheit, ob vor dem Schlafen oder vor einer kniffligen beruflichen Herausforderung.
    • Ich kann pädagogische Fachkräfte mit Wissen über den Zusammenhang von Nervensystem und kindlichem Verhalten kompetent beraten.
    • Einzelne Übungen und Elemente setze ich gezielt in meiner heilpädagogischen Arbeit mit den Kindern ein. Stressregulation und somatische Achtsamkeit sind gerade bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen ein großes Thema.
    • Auch im privaten Umfeld nutzt mir die „Nervensystems-Brille“ viel zum Verständnis und zum Mitfühlen und trug mich durch eine langwierige herausfordernde Situation. Schon allein dafür hat sich das Wissen gelohnt.

    Für 2024 und darüberhinaus sehe ich die großartigen Möglichkeiten, dieses Thema mit meinem KommunikationsCoaching zu verknüpfen.

    Erkenntnis:

    Bei Weiterbildungen geht es mir niemals nur den beruflichen Nutzen. Für mich ist die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung mindestens genauso wichtig – und das ist auch etwas, was ich Auftraggebenden für meine Seminare immer wieder vermittle.

    Meine liebsten eigenen Blogartikel des Jahres 2023

    Mein Jahr 2023 in Zahlen

    • Blogartikel: 31
    • Facebook-Seite: 270 Follower (2022: 223)
    • Instagram: 347 Follower (2022: 414) Ich habe alle Fake-Accounts gelöscht!
    • Pinterest: 75,8 Tsd. Impressionen und 2,9 Tsd. Interaktionen (2022: 54,8 Tsd./1,9 Tsd.)
    • Newsletter „Sprachnachrichten“: 25 geschrieben an inzwischen 213 Abonnent:innen (2022: 26/140)
    • Meine Website: 13.800 Besucher:innen bei 16.600 Seitenaufrufen (2022: 4881/6957)
    • Ubersuggest Domain Authority: 10 – Bezugnehmende Domain: 38 – Backlinks: 206
      (Falls dir das nichts sagt, macht nichts – aber ich werde es beim nächsten Jahresrückblick hier wieder finden.)
    • Fahrrad-Km: 3588 (2022: 1816)
    • Lauf-Km: 188 (2022: 251)
    Screenshot Pinterest Heike Brandl

    Welche Bücher und Podcasts mich 2023 inspiriert haben

    Ich weiß nicht, wie viele Bücher ich gelesen habe, Fachbücher, Romane, von online-Artikeln ganz zu schweigen. In den letzten Jahren hatte ich mir akribisch alle Bücher notiert und mit einem kurzen Kommentar versehen. Das habe ich in diesem Jahr nicht getan. So gibt es im Jahresrückblick 2023 vor allem Podcasts, denn die, die ich abonniert habe, sehe ich ja gut. Hier ist nur eine Auswahl:

    Was kann 2024 weg?

    • Dauererkältungen und andere Krankheiten, die kein Mensch braucht
    • Zu viel vornehmen (siehe: FOMO)
    • Unfälle
    • Spam auf Website, Instagram, Facebook und Co.
      Ich denke ernsthaft darüber nach, Social Media Aktivitäten zu reduzieren und mich auf langfristig wirksame Inhalte und Verbindungen zu fokussieren.

    Was wartet 2024 auf mich?

    • LINGVA ETERNA Update
    • Eine frisch gestrichene Wohnetage
    • Abschluss S-O-S Training und erste Kursangebote damit
    • Fokus im Blog auf Nervensystem und Stressregulation, einige Gastartikel und Interviews – und insgesamt wieder 40 Blogartikel
    • Eine Radreise durch Frankreich nach Andorra
    • Eine Reise nach Tschechien und ins Altmühltal
    • Ein Langlaufwochende im Thüringer Wald
    • Besuche in Freiburg, Schwäbisch Gmünd, Donauwörth, Esslingen, München, Murnau … Family & Friends
    • Etliche neue Kinder in der Heilpädagogik sowie neue Coachees und Seminare
    • Ein neues Jahresmotto: Fokus Verbundenheit
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