Autor: Heike Brandl

  • Ich habe es falsch gemacht – bis ich die Lösung entdeckt habe

    Ich habe es falsch gemacht – bis ich die Lösung entdeckt habe

    Ich habe es getan. Quer durchs Haus die Kinder gerufen, immer lauter werdend. Ohne Erfolg. Bis ich erfuhr, dass der Schlüssel zur Botschaft der Kontakt ist.

    Info Box

    Früher habe ich meine Kinder oft aus großer Ferne gerufen.
    Sie haben nicht auf mich gehört.
    Das hat Spannung in unsere Begegnungen gebracht.
    Dann habe ich selbst ein Kommunikations-Training gemacht.
    Ich habe gelernt, was dabei hilft:
    Ansprechen mit dem Namen.
    Anschauen und Blick-Kontakt herstellen.
    Atmen und eine kleine Pause halten.
    Unsere Beziehungen sind ruhiger und leichter geworden.
    Vielleicht ist das auch für dich hilfreich.

    Was habe ich genau falsch gemacht?

    Wie war das damals? Ich rief durch das Haus zum Aufstehen, Essen, Gehen. Als meine Kinder spielten, vertieft waren in Träume, Geschichten, Hausaufgaben. Als meine Kinder Teenager waren, im oberen Stockwerk hinter geschlossenen Türen schlafend, Musik hörend, lesend. Ich rief zweimal, dreimal, stieg dann genervt die Treppe hoch und polterte ins Zimmer: „Kannst du nicht hören?“

    Du kannst dir die Reaktionen vorstellen: ebenso genervt, pampig, Stimmung im Eimer. Natürlich konnten sie nicht hören. Sie hörten nämlich nichts. Türen geschlossen, manchmal Musik, immer in irgendwas vertieft, in eigenen (Spiel-)Welten und Gedanken. Es war kein Kontakt zwischen uns da. Ich hatte es versäumt, diesen Kontakt herzustellen.

    Hätte ich es besser wissen müssen?

    Dabei waren meine Kinder doch kooperationsbereit und gut erzogen (schließlich bin ich vom Grundberuf Erzieherin 😉). Doch das mit dem Kontakt wusste ich wirklich nicht. Weder in meiner Ausbildung noch im Studium zur Heilpädagogin war das ein Thema. Im Rahmen von „Gesprächsführung“ ging es um Warm-ups, Sender und Empfänger und Ich-Botschaften. Doch niemals darum: Wie erreiche ich die Aufmerksamkeit von Menschen, die gerade etwas anderes tun?

    Ich hätte das wissen und können müssen, so dachte ich viele Jahre. Warum bin ich nicht selbst auf die Lösung gekommen? Seit ich sie kenne, erscheint sie mir so logisch. Dabei weiß ich heute, dass das oft so ist: Wir haben unsere blinden Flecken in den Themen, in denen wir scheinbar besonders kompetent sind.

    Der Wendepunkt: Mein erstes LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationsseminar

    Anfang 2014 nahm ich an meinem ersten LINGVA ETERNA Seminar teil. Und das war der Wendepunkt. Die Kontaktaufnahme mit den drei A ist eines der wichtigsten Elemente des LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzepts. Und es war für mich ein riesiges Aha-Erlebnis. Es war, als ob ich plötzlich einen Schlüssel, einen Zugang gefunden hätte.

    Ich lernte, wie es geht, die Aufmerksamkeit einer Person zu erreichen, die gerade etwas anderes tut:

    • Ich spreche ihn oder sie mit dem Namen an (Ansprechen).
    • Ich stelle Blickkontakt her (Anschauen).
    • Ich halte einen Augenblick inne und atme (Atmen).

    Meine Kinder waren damals 16 und 14 Jahre alt. Und ich nutzte diese Chance, die ich entdeckt hatte. Mit den drei A gelang es wesentlich leichter, in Kontakt zu gehen und anschließend meine Botschaft zu vermitteln.

    Das hat sich dadurch verändert

    Bald entdeckte ich, dass das Ansprechen mit dem Namen natürlich nicht aus großer Distanz durch Haus oder Garten oder mit geschlossenen Türen wirklich funktionierte. Es gehört also dazu, gleich die Treppe hochzugehen, bei den Teenagern zu klopfen und sie erst dann freundlich anzusprechen.

    Ich erfuhr, wie wertvoll es für ein Kind sein kann, seinen Namen freundlich zu hören. Der wohlwollend ausgesprochene Name vermittelt dem Kind die Wertschätzung seiner Person. Auch wenn es kritische Punkte zu besprechen gibt, die sein Verhalten oder Handeln betreffen.

    Im Blickkontakt entsteht dann der Kontakt, eine echte Aufmerksamkeit füreinander. Viele Jahre später lernte ich außerdem, dass der Blickkontakt einen entscheidenden Effekt für die Beziehung hat: Im Blickkontakt wird das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet. Das ist doch wunderbar für Eltern-Kind-Beziehungen.

    Ich erlebte, wie wirksam die kleine Atempause vor dem Weitersprechen ist. Sie gibt kleinen und großen Kindern – ebenso wie allen anderen Menschen – die Gelegenheit, sich aus ihren Gedanken, ihrem Spiel, ihrer Arbeit zu lösen. Und mir als Sprecherin dann folgen zu können. Und meine Botschaft zu hören, aufzunehmen und sich entsprechend dazu zu verhalten.

    Wie froh war ich, einen großen Teil der Spannung aus den Beziehungen zu meinen Teenagern nehmen zu können. Ich brauchte nicht die Teenager zu verändern, ich konnte meine eigene Kommunikation weiterentwickeln und unser Zusammenleben damit erheblich erleichtern.

    Das Geständnis war unbequem – doch Transparenz ist mir wichtiger

    Puh, Fehler einzugestehen ist immer eine Herausforderung. Ich glaube, für mich wurde das Zeit. Schließlich schreibe ich gerade an einem Ratgeber für Eltern. Kommunikation und so …

    Für dich ist eines wichtig zu wissen: Du kannst jederzeit beginnen, an deiner Kommunikation etwas weiter zu entwickeln. Und vielleicht hast du einen anderen blinden Fleck, fragst dich, warum deine Botschaften nicht ankommen, warum du nicht gehört wirst. Dann melde dich bei mir. Ich helfe dir gern weiter.

  • Was ich als Trainerin für Kommunikation und Stressregulation sowie als Autorin bewirken will

    Was ich als Trainerin für Kommunikation und Stressregulation sowie als Autorin bewirken will

    Große Frage, komplexe Antwort? Nachdem ich im letzten Jahr meine heilpädagogische Praxis geschlossen habe, braucht es neue Antworten. Früher habe ich geantwortet: „Ich will das Leben von Kindern ein wenig schöner, leichter und liebevoller machen, indem ich sie direkt begleite, ihre Entwicklung fördere sowie ihre Eltern und Erzieherinnen berate.“

    Heute habe ich nur noch den Kontakt zu den erwachsenen Bezugspersonen der Kinder, jedoch im Rahmen von Vorträgen auch zu Menschen außerhalb des Erziehungswesens. Was kann ich bei ihnen bewirken? Ich kann ihnen einen neuen Umgang mit Stress beibringen und grundlegende Kenntnisse für gelingende Kommunikation. Und das brauchen wir Menschen doch alle! Deshalb werde ich jetzt auch als Autorin aktiv. Damit kann ich noch wesentlich mehr Menschen erreichen.

    Info Box – Leichte Sprache

    Mit meiner Arbeit will ich etwas bewirken:
    Das Leben ist oft stressig.
    Dafür kann ich dir einen anderen Umgang beibringen.
    Gespräche sind manchmal schwierig.
    Dafür gibt es viele Lösungen.
    Ich kann sie dir zeigen.
    Über all das schreibe ich gerade in meinem Buch.
    Das Buch ist vor allem für Eltern.

    Ich will Menschen beibringen, wie sie mit Stress anders umgehen können

    Die Welt kann eine friedlichere werden, wenn alle Menschen darüber Bescheid wissen.

    Nervensystemwissen als Basis

    Wissen schafft Orientierung und Orientierung gibt Sicherheit.
    Kati Bohnet

    Egal ob in der Kita, im Büro oder als Eltern – es ist immer hilfreich, wenn du weißt, was in verschiedenen Gehirnen so abläuft. Unsere Schaltzentrale funktioniert grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip. Und sie funktioniert schon seit Jahrmillionen gleich. Okay, wir haben seither so allerhand hinzugelernt, das ist aber nicht immer abrufbar.

    In meinem Artikel 5 Dinge, die Eltern übers Nervensystem wissen sollten, liest du dazu mehr.

    Wer weiß, wie das menschliche Nervensystem funktioniert, ist empathischer und erwartet keine unmöglichen Dinge.

    Selbsterkenntnis

    Reflexion über das, was bei dir persönlich Stress auslöst, welchen Einfluss dein Kopfkino hat – dabei begleite ich Teams und Einzelpersonen.

    Wer weiß, wie er/sie selbst tickt, ist dem nicht mehr ausgeliefert und kann seinen/ihren Einflussbereich anders, nämlich stressfreier gestalten.

    Selbstfürsorge

    Ich coache dich gern dabei, dem auf die Spur zu kommen, was für dich persönlich hilfreich ist. Selbstfürsorge ist Prävention, um mit dem stressigen Alltag leichter klar zu kommen.

    Wer weiß, was er/sie braucht, wird dem auch immer wieder Priorität einräumen.

    Umgang mit Stress

    Ich habe viele hilfreiche Tools und Methoden, mit denen du auf akute Stresssituationen reagieren und am Abend dein Nervensystem entlasten kannst.

    Wer selbst diese Tools und Methoden kennt, kann sie auch im Bedarfsfall abrufen und kann dann wieder frisch in den neuen Tag starten.

    Co-Regulation

    Andere begleiten in der Nervensystem-Regulation, das ist die hohe Kunst der Pädagogik. Dieses Wissen gebe ich im Coaching und in Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte weiter.

    Dann kannst du einen Transfer für deine Familie, deinen Arbeitsplatz, deine Freizeit (z.B. im Verein) herstellen und weitere Nervensysteme regulieren.

    Sprache und Kommunikation sind ein Schlüssel für gelingende Beziehungen

    Die Welt kann eine friedlichere werden, wenn alle Menschen darüber Bescheid wissen.

    In Präsenz sein

    In unserer Welt voller aufmerksamkeitsheischender Bildschirme und unendlicher Informationen scheint Multitasking der einzige Weg zu sein, um allen und allem gerecht zu werden. Unser Gehirn kann sich jedoch nur einer Aufgabe wirklich zuwenden. Gerade in Gesprächen ist die Präsenz so ein Schlüssel, um wirklich in Kontakt und in Beziehung zu gehen. Nur in der Präsenz nimmst du auch wahr, was beim Gegenüber gerade los ist. Das ist einfühlsam und vermeidet Missverständnisse und Konflikte.

    Darauf will ich immer wieder in meinen Vorträgen und Trainings aufmerksam machen. Das kann auch für dich ein Gamechanger in Gesprächen sein.

    Klare Botschaften

    Gehirngerecht formuliert, konkret das mitteilen, worum es wirklich geht. Ohne blabla.

    Das ermöglicht anderen, dich leichter zu verstehen, ihre Aufgaben zu erledigen oder Absprachen einzuhalten.

    Wertschätzender Umgang

    Ob Dank, Begrüßung und Verabschiedung, Blickkontank, freundlicher Ton oder Gesprächspartner*innen Zeit lassen – all das gehört dazu.

    Wertschätzung ist eine Voraussetzung für gelingende Gespräche. Fehlt sie, ist das für alle nachteilig.

    Struktur in Gesprächen

    Mit den 5 Schritten des LINGVA ETERNA Kommunikationsmodells hast du eine gute Orientierung, die dich durch den Kommunikationsprozess führt.

    Ich lehre das in meinen Seminaren, damit auch du mit deinen Gesprächen künftig zufriedener sein kannst.

    Mein Wissen, meine Erfahrungen – mein Buch

    Über 30 Jahre als Erzieherin und Heilpädagogin, fast 20 Jahre als Dozentin in Kita-Fortbildungen, 10 Jahre LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationstrainerin und Coach, 2 Jahre Stressregulationstrainerin und seit 2017 Blog-Autorin – ich finde, das reicht an Wissen und Erfahrung für ein Buch.

    Ein Buch entsteht – für Eltern, die liebevoll führen wollen.

    Achtsame Kommunikation in 6 klaren Etappen. Du lernst, deine Sprache und ihre Wirkung auf dein Kind zwischen 2 und 10 Jahren besser zu verstehen. Denn Kinder brauchen Führung durch gute Vorbilder – und das bist du, ob du dir dessen bewusst bist oder nicht. Mit Hintergrundwissen über das kindliche Nervensystem, vielen Reflexionsimpulsen und Beispielen aus dem ganz normalen Familienalltag begleitest du dich dabei, deine innere Haltung zu stärken. So findest du zu einer Sprache, die trägt: friedlich statt frustrierend, wertschätzend statt wertend, verbindend statt verletzend. Ein Ratgeber, der dich nicht belehrt, sondern dich und deine Familie in den Mittelpunkt stellt.
    Heike Brandl

    Noch ist das Buch in Arbeit, doch ich bin zuversichtlich, dass es noch 2026 erscheinen wird. Als Autorin will ich damit einen Unterschied machen zu den Büchern, die der Bedürfnisorientierung höchste Priorität geben und denen, die Adultismus (Machtmissbrauch gegenüber Kindern aufgrund des Alters) predigen.


    Ich bin dabei!

    Trag dich ein und erfahre als Erste:
    Einblicke in die Buchinhalte
    Hintergründe & Entstehungsgeschichten
    Das Erscheinungsdatum – bevor es alle wissen

  • Meine Bucketliste für das 2. Quartal 2026

    Meine Bucketliste für das 2. Quartal 2026

    Frühlingsfrisch bewegen, begeistern und bewirken. Das sind meine Pläne und Ideen für das 2. Quartal 2026.

    Info Box

    Was möchte ich bis zum 30.06.2026 erleben?
    Ich schreibe eine Bucketliste für das zweite Quartal 2026.
    In der Liste stehen klare Aufgaben und Ideen.
    In der Liste stehen auch konkrete Pläne.
    Bei meiner Arbeit ist Schreiben wichtig.
    Darauf möchte ich mich konzentrieren.
    Ich gebe Kurse und Fortbildungen.
    Ich schreibe an einem Ratgeber für Eltern.
    Ich werde verreisen und Freundinnen treffen.
    Und ich will den Frühling genießen.
    Welche Pläne und Ideen hast du?

    Berufliche Ziele und Themen im 2. Quartal 2026

    Meine Reise-Ziele für das 2. Quartal 2026

    • 5 Tage mit dem Rad-Verein in die Partnergemeinde Burgeis/Südtirol. Wir reisen mit dem Bus und werden vor Ort biken und wandern.
    • nach Leogang und Lenzerheide zu den MTB-Weltcups, an denen unser Sohn Maximilian teilnehmen wird

    Menschen, die ich im 2. Quartal 2026 treffen will

    • meine Mädels aus der Erzieherinnen-Ausbildung von anno dazumal in Nördlingen ✅
    • meine Freundin Antonia, die ich bei der LINGVA ETERNA Ausbildungen kennengelernt habe ✅
    • meine Mädels aus der Ausbildung zur S-O-S Trainerin, zumindest online ✅
    • einige Freundinnen zu Geburtstagen ✅

    Dinge oder Tools, die ich im 2. Quartal 2026 lernen will

    • Französisch – ich brauche Menschen um das Sprechen zu üben
    • Ich arbeite an meiner digitalen Unabhängigkeit weiter. Mit mailbox.org habe ich für E-Mail, Kalender, Kontakte schon länger einen datenschutzkonformen Anbieter aus Deutschland. Neuerdings habe ich von diesem Anbieter nun Cloud und Office-Tools (Text, Tabelle, Präsentation, Notizen) dazu. Nun geht es peu à peu an den Transfer, um von Microsoft wegzukommen.
    • Marketing für mein Buch
    • Der schon im letzten Quartal geplante Erste-Hilfe-Kurs ist fixiert.

    Was kann ich der Welt zurückgeben?

    • Ich werde Mitglied beim BUND und werde schauen, wo ich unterstützen kann.
    • Ehrenamt im Radverein … Mithilfe bei Veranstaltungen

    Das Kulturprogramm für das 2. Quartal 2026

    … hat noch Lücken.

    • Theater
    • Kino: „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch ✅
    • Konzert „Honky Tonk Festival“ in Lohr ✅
    • Museum
    • Poetry-Slam/Kabarett

    So will ich den Frühling 2026 genießen

    • Radfahren, wann immer ich Lust und Laune habe ✅
    • ab und zu wandern gehen
    • im Garten buddeln, die Natur beobachten und mich daran freuen ✅
    • im Juni im Freibad schwimmen und SUP auf dem Main fahren

    Und du? Willst du bis zum Sommer …

    • in deinem Auftreten ruhiger und gelassener werden?
    • klare Formulierungen im Beruf oder der Erziehung finden?
    • deine Kinder ohne Druck und Schimpfen begleiten?
    • selbstbewusster auftreten und ein sicheres „Standing“ haben?
    • dass dir andere richtig zuhören und dich ernst nehmen?

    Dann ist ein KommunikationsCoaching das richtige!

    Sprache ist für mich die Schlüsselkompetenz für die Entwicklung unserer Persönlichkeit und unserer Gesellschaft. Im KommunikationsCoaching mache ich dir deine Wirkung bewusst.

  • Frühlingsklarheit

    Frühlingsklarheit

    Frühlingsklarheit

    Radreise

    Impressionensammlerin

    Südensonne

    Computerstille

    Heimatfreude


    Gartenliebe

    Eigenbrot

    Schlehenblütenschnee

    Terminplanung

    Ratgebertexten

    Intentionssortierung

    Cliquentreffen

    Hummelschaukeln

    Erdreichbuddelei

    Neubeginn


    Frisch gestrichen.

    Dieser Text entstand in der Blognacht bei Anna Koschinski.

    Der Impuls „Frisch gestrichen … “ führte mich zu einem Rückblick auf die letzten sechs Wochen.

    Im März war ich mit meinem Mann auf einer erlebnisreichen Radreise durch den Balkan mit unendlich vielen Eindrücken, besonders der für uns vorgezogene Frühling war zauberhaft. Und gegen Ende tauchte auch das Gefühl von Vorfreude auf zu Hause auf.

    Daheim angekommen gab es ein Wechselspiel zwischen Gartenarbeit, Naturbeobachtung, kulinarischen Heimatgefühlen, endlich wieder Freunden treffen und beruflichen Aufgaben.

    Dieses Text-Format mit den untereinandergeschriebenen Buchstaben ist übrigens auch eine Aufgabe, die ich in meinen Seminaren gelegentlich benutze.

    Zum Beispiel kannst du deinen eigenen Namen mit schönen Wörtern gestalten. Oder du kannst am Ende eines Seminars mit deinem Namen eine Quintessenz für dich heraus“buchstabieren“. Neugierig auf meine Seminare? Dann schau doch mal unter Arbeite mit mir.

  • Teamfortbildungen in Kitas: 30 Gründe, die deinen Träger überzeugen

    Teamfortbildungen in Kitas: 30 Gründe, die deinen Träger überzeugen

    Wie kannst du als Leiterin einer Kita deinen Träger dafür gewinnen, einer Teamfortbildung zuzustimmen? In Zeiten knapper Kassen fallen Teamtage oft als erstes dem Rotstift zum Opfer. Dabei ist es zu kurzsichtig gedacht, das Personal immer noch knapper zu halten. Ich nenne dir überzeugende Argumente, die du im Gespräch mit deinem Trägerverantwortlichen für die Finanzierung einer Teamfortbildung nennen kannst.

    Teamfortbildungen in Kitas stärken Qualität und Fachlichkeit

    1. Teamfortbildungen sichern und verbessern direkt die Qualität der Betreuung und Bildung – und das ist doch der Kernauftrag jeder Kita.
    2. Umsetzung aktueller Bildungspläne: in Teamfortbildungen können Änderungen und neue Anforderungen effektiv vermittelt und verankert werden – so kann die Umsetzung gelingen.
    3. Ob Kommunikation, Pädagogik oder frühkindliche Bildung – Wissen schafft Orientierung und Orientierung gibt Sicherheit für die alltäglichen Herausforderungen.
    4. Wenn eine Fachkraft eine externe Fortbildung besucht, nimmt sie die Inhalte mit, die ihr in diesem Moment relevant erscheinen. Und nur diese. Erleben hingegen 10 oder 20 Fachkräfte einer Einrichtung die gleichen Inhalte gemeinsam, kommen mehr und vielfältigere Inhalte bei ihnen an. Denn sie alle gehen von einem unterschiedlichen Erfahrungshintergrund aus und haben beim Transfer verschiedene Kinder bzw. Situationen im Blick.
    5. Egal für welches Thema, mit der Fortbildung für alle Mitarbeiter*innen sind anschließend auch alle auf dem gleichen Wissensstand.
    6. Dies wiederum erspart die Zeit in Team-Besprechungen, die Inhalte für die anderen zu teilen (was ohnehin ja nur maximal verkürzt sein könnte).
    7. Damit wird auch sichergestellt, dass das Thema langfristig in der Einrichtung verankert wird. Die Investition ist also langfristig wirksam.
    8. Der Transfer der Fortbildungsinhalte kann direkt geplant und abgestimmt werden.
    9. Fachkräftemangel kompensieren: Gut qualifizierte Teams können mit Engpässen und Stresssituationen besser umgehen und dennoch hochwertige Arbeit leisten.

    Fortbildungen dienen der Wirtschaftlichkeit und Risikominimierung

    1. Die Kita-Fachkraft ist eine wertvolle Ressource, und noch wertvoller ist eine zufriedene Kita-Fachkraft.
    2. Personalkosten langfristig senken: Zufriedene, gut qualifizierte Mitarbeitende kündigen seltener. Die Kosten einer Fortbildung sind deutlich geringer als die Kosten einer Neubesetzung (Recruiting, Einarbeitung, Qualitätsverlust).
    3. Eine langfristige Planung ermöglicht das Organisieren der Fortbildung innerhalb der Schließtage. Das ist einfacher, als für alle Mitarbeiter*innen pro Fortbildung einzelne Fehltage zu überbrücken.
    4. Burnout & Krankheitsausfälle reduzieren: Fortbildungen zu Stressmanagement, Kommunikation oder Teamdynamik beugen Überlastung vor – und senken damit Krankenstandskosten. Lies dazu meinen Artikel über Kita am Limit: Stress, Infekte und der Weg zu gesünderen Teams
    5. Bessere Kompetenzen und Kooperation bei gleichzeitiger Wertschätzung durch den Träger stärkt wiederum die Resilienz für Krisenzeiten.
    6. Haftungsrisiken minimieren: Geschulte Teams machen in sensiblen Bereichen (Kinderschutz, Aufsichtspflicht, Hygiene) weniger Fehler.

    Teamfortbildungen in Kitas nutzen der Arbeitgeberattraktivität und Personalentwicklung

    1. Ein Träger zeigt mit der Möglichkeit von Teamfortbildungen in Kitas seinen Mitarbeiter*innen große Wertschätzung. Wer Entwicklungsmöglichkeiten bekommt, bleibt dem Arbeitgeber länger treu.
    2. Recruiting-Vorteil: Kitas, die in ihre Mitarbeitenden investieren, sind attraktivere Arbeitgeber – ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte.
    3. Zufriedene Mitarbeiter*innen sind die besten Botschafter*innen für den Träger, wenn es darum geht, offene Stellen zu besetzen.
    4. In Team-Tagen werden Gespräche in den Pausen geführt, die durch den persönlichen Charakter Verbindung schaffen und damit etwas zur Team-Bildung beitragen.
    5. Der Team-Bildung dient auch die gemeinsame Mahlzeit, zu der meist alle einen Beitrag leisten.
    6. Bei Team-Tagen können auch kontroverse Themen besprochen und zukunftsorientiert geklärt werden. Dies kann den Zusammenhalt im Team wesentlich stärken.
    7. Auch Schwierigkeiten und Hindernisse, die einzelne Team -Mitglieder zum Fortbildung-Thema wahrnehmen und benennen, können sofort aufgegriffen und gegebenfalls bearbeitet werden.
    8. Gemeinsame Fortbildungen schaffen die Gelegenheit, Aufgaben in Kleingruppen mit wechselnder Zusammensetzung zu lösen. Dabei lernen sich die Team-Mitglieder besser kennen und es verbessert die Fähigkeit zusammenzuarbeiten.
    9. Teamentwicklung als Führungsaufgabe: Ein gut funktionierendes Team braucht weniger Führungsaufwand und arbeitet selbstständiger – das entlastet auch die Leitung.
    10. Fortbildungen sind Entwicklungsmöglichkeiten – jede Fachkraft kann ihre Kompetenz und Kenntnisse verbessern.

    Personalentwicklung verbessert das Elternvertrauen und die Außenwirkung

    1. Elternzufriedenheit steigern: Eltern wählen bewusst Einrichtungen mit hohem Qualitätsniveau.
    2. Sichtbare Fortbildungskultur stärkt das Vertrauen in die Einrichtung. Ob im Elternbrief, der Kita-App, der Tageszeitung oder an der Info-Wand: Eine kurze Dokumentation der Kita-Teamfortbildung und ein paar Fotos zeigen Eltern, welchen Nutzen der Schließtag für ihre Kinder hatte.
    3. Wettbewerbsposition des Trägers stärken: Ein Träger mit qualitativ starken Einrichtungen hat bessere Chancen bei Ausschreibungen, Kooperationen und der Belegung freier Plätze.

    Fördermöglichkeiten für Teamfortbildungen nutzen

    1. Externe Fördergelder: Viele Fortbildungen werden durch Landesmittel, Krankenkassen, das Jugendamt oder den Paritätischen Wohlfahrtsverband bezuschusst oder sogar vollfinanziert – der Eigenanteil des Trägers ist oft gering.
    2. Steuerliche Absetzbarkeit: Fortbildungskosten sind als Betriebsausgaben absetzbar.

    PS: Wahrscheinlich ist für deinen Träger das wichtigste Argument die Kostenrechnung. Mach ihm klar, dass die Fluktuation einer Fachkraft 10.000 bis 15.000 € kostet. Hingegen ist eine Teamfortbildung oft für unter 2.000 € zu haben.So wird der wirtschaftliche Nutzen greifbar. Der Deutsche Kitaverband schreibt in seinem Positionspapier zu diesem Thema:

    Investitionen in Fortbildungen sind Investitionen in die Zukunft: Die aktuelle Diskussion zur Qualität endet meist in der Diskussion struktureller Qualität: wie hoch ist der Personalschlüssel pro Kind? Entscheidend ist aber die Prozessqualität: was bei den Kindern ankommt. Dabei geht es nicht um den Personal-/Kind-Schlüssel, sondern um die Kompetenz der Mitarbeiter:innen. Und diese zu entwickeln, kostet Geld.“

  • Kita am Limit: Stress, Infekte und der Weg zu gesünderen Teams

    Kita am Limit: Stress, Infekte und der Weg zu gesünderen Teams

    Geschlossene Kitas, weil zu viele Mitarbeiterinnen krank sind? Warum sind eigentlich die Erzieher und Erzieherinnen so anfällig für die Viren? Kann es sein, dass der Stress etwas damit zu tun hat? Spoiler: Ja, Stress hat Auswirkungen auf das Immunsystem und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf den Krankenstand in deiner Kita.

    In diesem Artikel geht es darum, wie das alles miteinander zusammenhängt und was du als Leiterin oder Träger-Verantwortlicher tun kannst.

    Die Ursachen für hohen Krankenstand in der Kita

    Wir haben sie alle schon häufig gelesen und erleben sie täglich in der Praxis:

    • Die Arbeitsbedingungen in der Kita: große Gruppen bei gleichzeitigem Personalmangel, Dauer-Lärmpegel um 80 Dezibel (vgl. Nifbe), gleichzeitige Anforderungen durch Kinder, Eltern und Verwaltungsaufgaben, wenig Erholungsphasen im Dienst.
    • Diese Arbeitsbedingungen wiederum wirken auf die Psyche:
    • Pädagogische Fachkräfte sind durch die enge körperliche Nähe zu den Kindern mehr und häufiger Krankheitserregern ausgesetzt als andere Berufsgruppen.
    • Sie kommen häufig trotz eigener Erkrankung zum Dienst, um die Betreuung sicherzustellen und Kolleg*innen nicht zusätzlich zu belasten (Präsentismus). Das wiederum verschlechtert die eigene Genesung sowie die Infektlage in der Kita.

    Die Faktoren bedingen sich häufig gegenseitig und führen zu einer sich hochschaukelnden Situation.

    Studien und Befragungen zeigen seit Jahren überdurchschnittliche Belastungen und häufige Erkrankungen im Erzieher*innenberuf. Die psychischen Belastungen haben in den letzten 10 Jahren erheblich zugenommen, was sich im Anteil der dem zugeordneten Krankheitstage wiederspiegelt. So stiegen die Arbeitsunfähigkeitstage in der Berufsgruppe aufgrund psychischer Diagnosen von 5,27 (insgesamt 21,02 AU-Tage) im Jahr 2014 auf 8 Tage (insgesamt 30, 77 AU-Tage) im Jahr 2024. (vgl. Barmer Gesundheitsreport 2025)

    Genau das sehe ich in meiner Arbeit mit Kita-Teams häufig: Leiterinnen am Rand des Burnouts und Mitarbeiterinnen, die die Arbeitszeit reduzieren, weil sie vor lauter Stress sonst die Kinder anschreien. Wer hier von „Lifestyle-Teilzeit“ redet, hat keine Ahnung von der Realität in Kitas.

    Wie Stress und Immunsystem zusammenwirken

    Nehmen wir exemplarisch den Lärm: Studien weisen auf die Aktivierung des autonomen Nervensystems, die Ausschüttung von Stresshormonen und Änderungen im Herzkreislaufsystem als typische Folgen dauerhafter Lärmbelastung.

    Die Funktionsweise des autonomen Nervensystems legt nahe, dass unsere Schaltzentrale für eine Gefahrenlagebewertung im Gehirn, die Amygdala, durch diese Aktivierung permanent Alarmstimmung verbreitet. Sie schüttet Hormone aus, die eigentlich das Überleben sichern sollen, zum Beispiel erhöht sie dadurch den Blutdruck und die Muskelspannung. So könnte der Körper im echten Notfall eine Bedrohung abwehren oder vor ihr fliehen.

    Im beruflichen Alltag in der Kita sind jedoch weder Kampf noch Flucht gefragt, sondern möglichst freundliches, einfühlsames, kontrolliertes Verhalten und Funktionieren. So bleiben zum Beispiel die Muskelspannung und der hohe Blutdruck über den Tag erhalten. Und das fünfmal die Woche, über das ganze Jahr.

    Es gibt inzwischen zahlreiche Belege für die Wirkungen von Stress auf das Immunsystem. Der Körper kommt mit kurz andauerndem, akuten Stress gut zurecht – eine kurz andauernde Aktivierung der Systeme ist sogar von Vorteil für die Immunfunktion. Danach fällt der Körper wieder in seine Ausgangssituation zurück, der gesunde Zustand ist wieder hergestellt.

    Hingegen wirkt chronischer Stress hemmend auf auf Immunfunktion. Ist der Stressor dauernd vorhanden oder kommt in willkürlichen Abständen über längere Zeit, können die Systeme nicht in ihre Balance zurückkehren. (vgl. Pongratz 2021)

    Nun haben wir in der Kita nicht nur den Faktor Lärm, sondern auch die weiteren oben genannten Faktoren. Eine Vielfach-Stressbelastung zu der dann noch die erhöhte Virus-Exposition kommt. Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko ist also plausibel.

    Was Leitung und Träger konkret tun können

    Strukturelle Rahmenbedingungen verbessern

    • Nutze den Gestaltungsspielraum für Personalschlüssel und Vertretungsregelungen so, dass Ausfälle nicht automatisch in Dauerüberlastung für das restliche Team münden.
    • Plane Zeitfenster für Vor- und Nachbereitung, Team- und Fallbesprechungen realistisch, um Zeitdruck zu reduzieren.

    Betriebliche Gesundheitsförderung gezielt nutzen

    • Entwickelt ein Konzept für Gesundheitsprävention in der Kita (vgl. Unfallkasse NRW)
    • Kooperiert mit Unfallkassen, Krankenkassen und weiteren Trägern, die Fortbildungen und Materialien für „Gesund arbeiten in der Kita“ anbieten.

    Team- und Führungskultur als Gesundheitsfaktor

    Interview mit Kita-Leiterin zum Umgang mit Stress

    Angebote zur Stressregulation und Resilienz

    • Maßnahmen wie Stressregulations-Trainings, Supervision, Coaching oder Achtsamkeitsangebote können helfen, mit unvermeidbaren Belastungen besser umzugehen.
    • Wichtig dabei ist: Diese Angebote ersetzen nicht die strukturellen Verbesserungen sondern ergänzen sie.
    • In meinem Artikel Stress in der Kita reduzieren findest du einige Grundlagen zum Thema Regulation und Ideen zur Prävention.

    All diese Punkte tragen dazu bei, die Stressbelastung zu reduzieren und die Gesundheit der Mitarbeiter*innen zu verbessern. Wertschätzung und Fürsorge sind darüberhinaus Faktoren für Arbeitszufriedenheit. Und diese wiederum ist doch die beste Werbung für Personal.

    2025 fehlen in Deutschland ca. 125.000 Fachkräfte in den Kitas – da kann es einen wesentlichen Unterschied ausmachen, ob deine Kita sich um diese Themen kümmert. Mit gezielten Angeboten zur Stressregulation und Gesundheitsprävention kannst du offene Stellen leichter besetzen.

    PS:

    Gesellschaftliche und politische Aspekte sind natürlich ebenso wichtig: Von der gesellschaftlichen Anerkennung bis zum Tarifvertrag, von der Umsetzung wissenschaftlicher Empfehlungen (Personal-Kind-Schlüssel) bis zum Bildungsplan – auch da gibt es viel zu tun. Engagement in Gremien, Kita-Fachverbänden, Gewerkschaften ist eine Option, wählen gehen eine weitere.

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