Autor: Heike Brandl

  • 70 + Fakten über Kommunikation, die ich als Kommunikationstrainerin gesammelt habe

    70 + Fakten über Kommunikation, die ich als Kommunikationstrainerin gesammelt habe

    Kommunikation – ein weites Feld mit vielen interessanten, kuriosen und historischen Informationen. Manche Fakten über Kommunikation sind aus meinem eigenen Blog und meiner Erfahrung aus vielen Seminaren, manche aus der weiten Welt des Internets. Ich habe eine bunte Mischung für dich zusammengestellt. Klick dich gerne durch die Quellen und entdecke Neues.

    Das Wichtigste in Kürze

    – Der Begriff „Kommunikation“ stammt vom lateinischen „communicare“ – „gemeinsam machen“ – und war im Deutschen noch bis in die 1960er-Jahre ein eher unübliches Wort.

    – Das LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzept gibt es bereits seit Mitte der 90er Jahre.

    – Weltweit gibt es heute rund 7.000 Sprachen – von Mandarin mit fast einer Milliarde Sprecher*innen bis zu über 70 Pfeifsprachen.

    – Ob im OP, im Klassenzimmer oder im Marketing: Bessere Kommunikation führt zu besserer Leistung, Kooperation und sogar manchmal zum Frieden.

    – Und ganz persönlich: einige meiner eigenen Erfahrungen als Sprach- und Kommunikationstrainerin sind auch dabei.

    Was bedeutet der Begriff „Kommunikation“?

    1. Das Wort „Kommunikation“ stammt vom lateinischen Verb „communicare“ ab, das „teilen“, „mitteilen“ oder wörtlich „gemeinsam machen“ bedeutet. Quelle
    2. „Communicare“ wiederum geht auf „communis“ zurück – „gemeinsam“ oder „öffentlich“ – und ist mit dem Wort „Kommune“ verwandt. Quelle
    3. Das deutsche Verb „kommunizieren“ wurde bereits im 15. Jahrhundert aus dem Lateinischen entlehnt – ursprünglich als kirchlicher Fachbegriff für „die Kommunion empfangen“. Quelle
    4. Im Englischen ist „communication“ bereits seit dem 14. Jahrhundert belegt – zunächst im Sinne von „Handlung des Mitteilens, Besprechens oder Beratens“. Quelle
    5. Erst ab 1715 wurde „communication“ im Englischen auch für konkrete Verkehrswege und Übertragungsmittel verwendet – also für das, worüber etwas transportiert wird, nicht nur für den Akt des Mitteilens selbst. Quelle
    6. Bis weit ins 20. Jahrhundert spielte das Wort „Kommunikation“ im Alltagsdeutsch kaum eine Rolle. Gebräuchlich war es vor allem in der Physik – bei „kommunizierenden Röhren“. Quelle
    7. Noch 1969 bezeichnete Paul Watzlawick den Begriff „Kommunikation“ im Vorwort zur deutschen Ausgabe seines berühmten Buchs „Menschliche Kommunikation“ selbst als „im Deutschen ungewohnt“. Quelle

    Wie hat sich Kommunikation geschichtlich entwickelt?

    1. Im Museum für Kommunikation in Frankfurt findest du eine grandiose Ausstellung über die Geschichte der Kommunikation und Medien.
    2. Rhetorik ist ein altgriechisches Wort und bezeichnet die Kunst der Rede. Schon in der Antike gab es eigene Rhetoriklehrer und Rhetorikhandbücher.
    3. Durch die propagandistische Vereinnahmung der Nationalsozialisten geriet Rhetorik regelrecht in Verachtung. Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird Rhetorik wieder differenziert und wissenschaftlich erforscht.
    4. In der Schweiz wird das Wort „kriegen“ nicht oder nur selten benutzt – die Schweiz führt seit Jahrhunderten keine Kriege. Das deutsche Wort „kriegen“ ist etymologisch, also vom Wortursprung her, mit „Krieg“ verwandt.
    5. Obwohl in Deutschland seit über 70 Jahren Frieden herrscht, ist die Alltagssprache noch immer voller kriegerischer Redewendungen. Manche kriegerisch geprägten Redewendungen reichen bis ins Mittelalter zurück.
    6. Das erste Telegramm der Geschichte wurde 1838 in den USA verschickt – über eine Distanz von gerade einmal 3 Kilometern. Quelle
    7. Alexander Graham Bell erhielt 1876 das Patent für das Telefon – der Titel des Patents lautete allerdings nüchtern „Verbesserung der Telegraphie“. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, was daraus werden würde. Quelle
    8. Mechthild von Scheurl-Defersdorf hat das LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzept bereits Mitte der 1990er-Jahre begründet. Ab 2004 ententwickelte sie das Konzept gemeinsam mit dem Arzt und Neurowissenschaftler Dr. med. Theodor von Stockert weiter.
    9. Das LINGVA ETERNA Kommunikationsmodell mit seinen 5 Schritten wurde erst 2015 entwickelt – also rund 20 Jahre nach den Grundlagen des Konzepts.

    Welche Zahlen und Statistiken gibt es zur Kommunikation?

    1. Der antike Philosoph Epiktet erklärte die zwei Ohren und die eine Zunge des Menschen damit, dass wir doppelt so viel hören wie sprechen sollten.
    2. Weltweit gibt es heute rund 7.000 verschiedene Sprachen. Quelle
    3. Mandarin-Chinesisch hat mit fast einer Milliarde Sprecher*innen mehr Muttersprachler als jede andere Sprache der Welt. Quelle
    4. Für deutsche Sprecher gilt ein Sprechtempo von 90 bis 120 Wörtern pro Minute als Referenzbereich.
    5. Vom Kindes- zum Erwachsenenalter nimmt das Sprechtempo eines Menschen kontinuierlich zu.
    6. Traurigkeit und Langeweile senken das Sprechtempo, Aufregung und Wut erhöhen es.
    7. Weltweit werden täglich mehr als 10 Milliarden Emojis verschickt. Quelle
    8. Über den Messenger WhatsApp werden weltweit täglich rund 65 Milliarden Nachrichten, Fotos und Videos verschickt. Quelle
    9. Das LINGVA ETERNA Kommunikationsmodell besteht aus genau 5 Schritten: Intention, Ansprache, Rahmen, Diskurs, Abschluss.
    10. Das LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzept ruht auf genau 3 Säulen: Präsenz, Klarheit, Wertschätzung.

    Wissen über und Wirkung von Sprache und Kommunikation

    1. Es gibt eigene Fachrichtungen wie Interkulturelle Kommunikation, Mensch-Maschine-Kommunikation und Gebärden-unterstützte Kommunikation.
    2. Rhetoriktraining zielt vor allem auf Überzeugung und Wirkung beim Publikum – Kommunikationstraining auf den gelingenden Dialog im Alltag. Quelle
    3. Häufig verwendete Wörter aus dem Wortfeld „schlagen“ (Ratschlag, Vorschlag, Schlagabtausch) sind mit derselben motorischen Vorstellung im Gehirn verknüpft wie die Handbewegung des Schlagens.
    4. Unter Stress schaltet das autonome Nervensystem das denkende Hirn (präfrontaler Kortex) ganz oder teilweise ab. Deshalb erreichen wir Menschen in hoch emotionaler Verfassung schwer oder gar nicht mit Sprache. Sie brauchen dann einfach Körperkontakt oder eine andere Form von Zuwendung.
    5. Ist der ventrale Vagusnerv unter Stress inaktiv, ist auch unser Hören beeinträchtigt – wir nehmen gar nicht mehr richtig wahr, was das Gegenüber sagt. Quelle
    6. Ein hohes Sprechtempo geht häufig mit undeutlicher Aussprache und flacher Atmung einher. Kinder übernehmen unbewusst den schnellen Herzschlag und flachen Atem schnell sprechender Erwachsener.
    7. Die Formulierung „Könntest du bitte …?“ ist grammatikalisch eine Frage, in Wahrheit aber fast immer eine Aufforderung – eine sogenannte Pseudofrage.
    8. Namen sind laut LINGVA ETERNA „nie zum Schimpfen da“ – sie sind zum Streicheln der Seele gedacht.
    9. Ein fehlender Rahmensatz ist einer der häufigsten Gründe für leicht vermeidbare Konflikte – zwischen Erwachsenen genauso wie zwischen Kindern.
    10. Die Wörter „müssen“ und „schnell“ kommen im Alltag oft im Doppelpack vor – und erzeugen dadurch doppelten Druck.
    11. Bewusster Gebrauch von Personalpronomen wie „ich“, „du“ und „wir“ schafft im Gespräch spürbare Nähe und Aufmerksamkeit.
    12. Eine bejahende, zielorientierte Sprache kennt kaum das Wort „nicht“.
    13. Sprache ist ansteckend: Egal ob du häufig „bitte“ und „danke“ sagst oder Schimpfwörter – dein Kind und andere Mitmenschen werden deine Wortwahl aufgreifen. Wie du in den Wald rufst, so schallt es zurück. Und das gilt nicht nur für Wörter, sondern auch für Satzbau und Grammatik.
    14. Floskeln bleiben in der Regel an der Oberfläche. Tiefgang in Gesprächen erzielst du eher mit konkreten Fragen. Anstatt „Wie war es heute in der Schule?“ frage lieber „Was hat dich heute im Sachunterricht besonders interessiert?“
    15. Füllwörter wie „auch, also, nun, quasi“ kannst du oft einfach weglassen. Sie bringen keinen Mehrwert. Andere Füllwörter, wie „irgendwie, vielleicht, eigentlich“ hinterlassen bei Gesprächspartner*innen den Eindruck, dass du unverbindlich und/oder unsicher bist.

    Fun Facts und Kurioses zur Kommunikation

    1. „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ – Das berühmte Zitat vom Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick kennen heute viele Menschen. Es bedeutet: Du vermittelst immer eine Botschaft, sogar wenn du nichts sagst.
    2. Laut einer amerikanischen Studie sinkt die tatsächlich übermittelte Informationsrate, je schneller jemand spricht – „Wasserfall-Sprecher“ sagen also nicht automatisch mehr. Quelle
    3. Es gibt zahlreiche deutsche Redewendungen, die Stress mit Körperteilen verknüpfen – etwa „das liegt mir schwer auf der Brust“ oder „ich habe mir zu viel aufgehalst“. Quelle
    4. Als der deutsche Lehrer Philipp Reis 1861 zum ersten Mal Sprache über eine elektrische Leitung übertrug, wählte er absichtlich einen unsinnigen Testsatz: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.“ So konnte niemand die Wörter erraten – sie mussten also tatsächlich angekommen sein. Quelle
    5. Im Niederländischen heißt „telefonieren“ bis heute „bellen“ – benannt nach Alexander Graham Bell. Ein Hund „blafft“ dort aber ganz unabhängig davon. Quelle
    6. Die Bora im Amazonasgebiet führen komplexe Ferngespräche mit Trommeln – dabei geht es nicht nur um wichtige Neuigkeiten, sondern auch um ganz banale Alltagsbotschaften wie die Bitte, die Turnschuhe zum Trocknen reinzuholen. Quelle
    7. Im Vatikan wird bis heute mit Rauchzeichen kommuniziert: Weißer Rauch zeigt bei der Papstwahl im „Konklave“ die Entscheidung an, schwarzer Rauch signalisiert, dass noch kein neues Oberhaupt gewählt wurde.
    8. Die Pfeifsprache der Kanarischen Inseln („Silbo Gomero“) steht auf der UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes und wird dort inzwischen wieder als eigenes Schulfach unterrichtet. Quelle
    9. Auslöser für die Erfindung des Smileys war eine ernst genommene Scherz-Warnung vor einem angeblich durch Quecksilber beschädigten Aufzug – die Verwirrung darüber brachte Scott Fahlman auf die Idee, Witze künftig extra zu kennzeichnen. Quelle
    10. Ein oft zitierter „Fakt“ behauptet, Kommunikation bestehe zu 93 Prozent aus Körpersprache und Tonfall und nur zu 7 Prozent aus den tatsächlichen Worten. Das ist eigentlich ein Mythos: Die zugrunde liegende Studie von Albert Mehrabian bezog sich nur auf sehr enge Situationen, in denen es um widersprüchliche Gefühlsäußerungen ging – nicht auf Kommunikation allgemein. Für eine Kommunikationstrainerin ist das selbst ein hübscher Fun Fact: ein Fakt über einen falsch verstandenen Fakt. Quelle

    Welche Erfolgsgeschichten zeigen die Kraft guter Kommunikation?

    1. Schon 1847 hielt die Gründungsschrift der American Medical Association fest: Das Leben eines kranken Menschen kann nicht nur durch ärztliches Handeln verkürzt werden, sondern auch durch die Worte und das Verhalten des Arztes. Quelle
    2. Frauen, die laut Hebammen ein Kind „bekommen“ statt es zu „kriegen“, berichten davon, eine leichtere Geburt erlebt zu haben.
    3. Eine Seminarteilnehmerin bemerkte: Ist sie stressfrei, spricht sie automatisch gelassener – und macht anderen dadurch weniger Druck.
    4. Im Dezember 1914 verständigten sich deutsche und britische Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg auf einen spontanen, inoffiziellen Waffenstillstand – ausgelöst dadurch, dass sie sich gegenseitig Weihnachtslieder über die Schützengräben hinweg zusangen und sich schließlich zuriefen. Quelle
    5. Während der Kubakrise 1962 – dem gefährlichsten Moment des Kalten Krieges – verhinderte ein sorgfältiger, wochenlanger Briefwechsel zwischen US-Präsident John F. Kennedy und dem sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow einen Atomkrieg. Quelle
    6. Weil die Kommunikation zwischen den beiden Weltmächten während der Kubakrise viel zu langsam funktionierte, richteten die USA und die Sowjetunion danach einen „Heißen Draht“ ein – eine direkte Fernschreiber-Verbindung zwischen Washington und Moskau, damit künftige Krisen schneller entschärft werden können. Quelle
    7. Nelson Mandela lernte während seiner jahrzehntelangen Gefangenschaft auf Robben Island gezielt Afrikaans, die Sprache seiner Wärter – aus der Überzeugung, dass echte Versöhnung mit einem Gegner nur gelingt, wenn man dessen Sprache und Denkweise kennt. Quelle
    8. Nach seiner Freilassung sprach Mandela immer wieder gezielt Afrikaans in der Öffentlichkeit – auch gegenüber seinem früheren politischen Gegner F. W. de Klerk, mit dem ihn später eine jahrzehntelange Freundschaft verband. 1993 erhielten beide gemeinsam den Friedensnobelpreis. Quelle
    9. Die von Marshall Rosenberg entwickelte Gewaltfreie Kommunikation wurde erfolgreich als Vermittlungsmethode in Krisen- und Kriegsgebieten eingesetzt, unter anderem in Ruanda, im Nahen Osten und im ehemaligen Jugoslawien. Quelle
    10. 1994 entwickelten serbische Pädagoginnen und Psychologen gemeinsam mit UNICEF ein dreibändiges Lehrwerk, um Kindern in Kindergärten und Schulen Gewaltfreie Kommunikation beizubringen – in einem Großprojekt lernten so rund 13.000 Kinder im ehemaligen Jugoslawien, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Quelle
    11. Google untersuchte in seiner „Project Aristotle“-Studie über zwei Jahre 180 Teams, um herauszufinden, was erfolgreiche Zusammenarbeit ausmacht. Das überraschende Ergebnis: Nicht die fachliche Kompetenz Einzelner entschied über den Erfolg, sondern wie die Teammitglieder miteinander kommunizierten. Quelle
    12. Im berühmten „Pygmalion-Experiment“ der Psychologen Rosenthal und Jacobson (1965) entwickelten sich Schülerinnen deutlich besser, wenn ihre Lehrerinnen glaubten, sie hätten besonderes intellektuelles Potenzial – die Auswahl dieser Kinder war jedoch komplett zufällig erfolgt. Die Erklärung: Lehrerinnen mit positiver Erwartungshaltung gingen unbewusst geduldiger, freundlicher und mit mehr Zuwendung mit diesen Schülerinnen um – allein diese veränderte Kommunikation reichte für den Leistungsschub. Quelle
    13. Nikes Slogan „Just Do It“ aus den 1980er-Jahren machte aus einem Nischenanbieter für Läufer eine der größten Sportmarken der Welt – mit nur drei einfachen Worten. Quelle
    14. Die „Ice Bucket Challenge“ verbreitete sich 2014 allein durch das Prinzip der direkten, persönlichen Ansprache – man nominierte Freund*innen namentlich – und sammelte so weltweit über 220 Millionen Dollar für die ALS-Forschung. Quelle

    Meine eigenen Fakten zum Thema Kommunikation

    1. Als Heilpädagogin war ich längst mit Sprachförderung vertraut, bevor ich mit LINGVA ETERNA einen ganz neuen Ansatz für mich entdeckte.
    2. Seit 2016 bin ich Sprach- und Kommunikationstrainerin.
    3. Als ich mein erstes LINGVA ETERNA Seminar besuchte, redete auch ich in Schachtelsätzen – und meine Stimme blieb am Satzende oft „oben“.
    4. In meinen Vorträgen und Seminaren führe ich eingangs meist eine „Wortprobe“ durch, bei der ich langsam 10 Wörter vorspreche. Damit lasse ich die Teilnehmer*innen erleben, wie bestimmte Wörter wirken.
    5. Ich sammle seit Jahren Zitate über Kommunikation – unter anderem für meinen Newsletter „Sprachnachrichten“.
    6. Aktuell schreibe ich einen Elternratgeber Gelassener reagieren, liebevoll reden – in 6 Etappen zu friedlicher Kommunikation mit deinem Kind. Mit meinem Newsletter halte ich dich auf dem Laufenden dazu.

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    FAQ

    Woher kommt das Wort „Kommunikation“?

    Es stammt vom lateinischen Verb „communicare“ ab, das „teilen“ oder wörtlich „gemeinsam machen“ bedeutet – verwandt mit „communis“ für „gemeinsam“ oder „öffentlich“.

    Wie viele Sprachen gibt es weltweit?

    Aktuell gibt es rund 7.000 Sprachen weltweit, von Mandarin-Chinesisch mit fast einer Milliarde Sprecher*innen bis zu kleinen, nur regional gesprochenen Sprachen.

    Was ist das LINGVA ETERNA Kommunikationskonzept?

    Ein Sprach- und Kommunikationskonzept, das auf den drei Säulen Präsenz, Klarheit und Wertschätzung beruht – begründet Mitte der 1990er-Jahre von Mechthild von Scheurl-Defersdorf.

    Was ist der bekannteste Satz über Kommunikation?

    Vermutlich „Man kann nicht nicht kommunizieren“ von Paul Watzlawick – ein Satz, der bis heute in kaum einem Kommunikationsseminar fehlt.

    Warum lohnt sich gute Kommunikation auch beruflich?

    Weil sie messbar wirkt: In Googles „Project Aristotle“-Studie war die Art, wie Teammitglieder miteinander sprachen, wichtiger für den Erfolg als ihre fachliche Einzelkompetenz.

    PS:

    Welche Fakten rund um Kommunikation sind für dich wichtig? Schreib mir in den Kommentaren!

  • Meine 80/20-Faustregel für mehr Energie im Mama-Alltag

    Meine 80/20-Faustregel für mehr Energie im Mama-Alltag

    Mein Mama-Alltag ist ja nun schon eine Weile her – meine Kinder sind 1997 und 1999 geboren. Doch auch ohne Social Media war es in den 2000er und 2010er Jahren Thema im Freibad oder vor der Kita, auf dem Fußballplatz oder beim Mountainbike-Rennen, woher man im Mama-Alltag eigentlich seine Energie nimmt oder wie man die Kinder gesund ernähren kann. Und alle Mamas hatten natürlich ihre Ansichten und die Kinder unterschiedliche Vorlieben.

    Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade von Veronika Julmi „Gut genug statt perfekt: Was gibt dir im Mama-Alltag wirklich Energie?“ von MamaMahlzeit, Mama, bloggende Studentin und perfektionierte Resteverwerterin aus Freising.

    Das Wichtigste in Kürze

    – Echte Energie im Mama-Alltag kommt nicht aus perfekten Mahlzeiten, sondern aus einer einfachen Morgenroutine, guten Snacks und dem Loslassen von Ansprüchen.

    – Meine Faustregel: 80 % Zeit und Energie reichen für 80 % Ergebnis – der Rest ist Perfektionismus.

    – Ernährung, Bewegung, Pausen und Schlaf sind die Basis, damit ich als Mama reguliert bleibe und meinem Kind Co-Regulation bieten kann.

    – Wenn du gerade das Gefühl hast, nicht genug zu schaffen: Atme. Sei im Moment. Das reicht oft schon.

    Wann habe ich gemerkt, dass „gut genug“ manchmal hilfreicher ist als perfekt?

    Für mich waren richtig „selbstgekochte“ Essen immer wichtig. Schon für mich selbst. Doch im Übergang zwischen Stillen und dem Mitessen der Kinder bei den Erwachsenen hatte ich keine Energie für selbstgekochte Babynahrung. Zwei Kleinkinder, da war der Tank einfach leer. Ich war mir sicher: Das wird schon. Denn meine Kinder waren immer neugierig auf das Erwachsenenessen. Meine Tochter probierte mit 12 Monaten schon Oliven.

    Sie mochten beide Obst immer gern, bei Gemüse gab es phasenweise Widerstände, doch im großen und ganzen war das Essen nie kompliziert. Wer etwas nicht essen wollte, ließ es bleiben und aß eben ein Brot oder Müsli. Ich kochte jedoch nie eine Alternative.

    Welche kleine Mini-Routine trägt mich durch volle, müde oder chaotische Tage?

    Das Frühstück war für mich schon seit jeher die Grundlage des Tages. Ich hatte es mir auch angewöhnt, als ich um 6.30 Uhr Dienstbeginn in einem Wohnheim für behinderte Menschen hatte. Und auch als Mama galt: ohne Frühstück bin ich nur ein halber Mensch. Meistens Haferflocken mit Obst, manchmal Vollkornbrot mit Marmelade.

    Welcher Snack darf nie fehlen, weil er mich im Alltag schnell stärkt?

    Wie das früher als junge Mama war – puh, ich glaube Obst war immer meine Rettung. Ob Banane, Aprikosen oder Äpfel – je nach Jahreszeit, irgendwas war immer da.

    Heute weiß ich: Meine beste Nervennahrung sind Nüsse, weil sie meinem Nervensystem im Alltag schnell wieder Energie geben. Die gehen mir selten aus. Und auch Obst ist immer da.

    Welche Erwartungen an mich selbst habe ich irgendwann losgelassen?

    Natürlich gab es Phasen, wo ich wusste: Wir kommen alle „hangry“(eine Mischung aus hungry und angry – hungrig und gereizt, auch wenn es den Begriff damals noch nicht gab) nach Hause. Und dann muss es schnell gehen. Dann durfte es auch mal die TK-Pizza oder der Grießbrei sein. Oder Spaghetti. Pesto hatten und haben wir immer im Haus. Erstmal runterkommen, stärken und dann konnte ja noch etwas „Vernünftiges“ folgen.

    Ich war und bin immer für pragmatische Lösungen und Gelassenheit, wenn es um Energie im Mama-Alltag geht. Und ich weiß: 80 % ist in der Regel genug. Für ein 80%-Ergebnis brauche ich 20 % an Zeit und Energie. Für die restlichen 20 % an Perfektion ist 80 % Zeit oder Aufwand nötig. Auf das Essen bezogen: 80% am Tag bzw. über die Woche gesehen gutes Essen ist genug. Die 20 % an Süßigkeiten, Kuchen, TK-Essen oder fertigem Pesto – so what.

    Welche Rolle spielen Ernährung, Bewegung, Pausen oder Schlaf für meine Energie?

    Ernährung, Bewegung, Pausen und Schlaf zählen zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Mit meinem heutigen Wissen um das Nervensystem und Bedürfnisorientierung ist mir klar, dass diese Grundbedürfnisse sowohl bei Kindern als auch bei Eltern einigermaßen befriedigt sein sollten, um den Alltag bewältigen zu können, sich konzentrieren zu können und kooperationsbereit zu sein.

    Nur dann bin ich als Mama in der Lage, im stressigen Alltag mich selbst zu regulieren und das Kind mit Co-Regulation zu begleiten.

    Was würde ich einer Mama sagen, die gerade das Gefühl hat, nicht genug zu schaffen?

    Atme. Atme. Atme.

    Sei mit deinen Gedanken im Augenblick und spüre die Verbundenheit mit deinem Kind.

    Nur das zählt.

    Was darf im Mama-Alltag leichter werden?

    Gut genug statt perfekt fängt bei mir beim Perfektionsanspruch an. Die tollste Geburtstagsparty und die schönste Schultüte … Boah, lasst doch diesen ewigen Wettbewerb, der euch immer noch weiter hochschaukelt und stresst. Deine Kinder werden sich nicht an Gegenstände und Highlights erinnern, sondern an gemeinsam bewältigte Herausforderungen und Situationen, in denen ihr Verbundenheit erlebt habt.

    Und dann ist da das Wissen darüber, wie unser Gehirn funktioniert. Ich glaube fest daran, dass das ein Schlüssel zu mehr Gelassenheit und Sicherheit im Umgang miteinander ist. Wenn du weißt, jetzt hat gerade das kindliche Alarmsystem seinen Job gemacht, kannst du der sichere Hafen sein, den dein Kind gerade braucht. Hier erfährst du mehr: 5 Dinge, die Eltern übers Nervensystem wissen sollten

    Deshalb schreibe ich gerade einen Elternratgeber „Gelassener reagieren, liebevoll reden – In 6 Etappen zu friedlicher Kommunikation mit deinem Kind“. Darin verbinde ich mein Wissen über die grundlegenden Funktionen des Nervensystems und über Kommunikation. Bist du interessiert? Dann melde dich zu meinem Newsletter an.

    Ich bin dabei!

    Trag dich ein und erfahre als Erste:
    Einblicke in die Buchinhalte
    Hintergründe & Entstehungsgeschichten
    Das Erscheinungsdatum – bevor es alle wissen

    FAQ

    Was gibt Mamas im Alltag wirklich Energie?

    Nicht Perfektion, sondern eine einfache und verlässliche Morgenroutine, gute Snacks zwischendurch und das Loslassen von überzogenen Ansprüchen an sich selbst.

    Warum ist „gut genug“ besser als „perfekt“?

    Weil Perfektion Energie frisst, die eigentlich für die Kinder da sein sollte. 80 % Aufwand reichen für 80 % Ergebnis – der Rest ist oft nur Anspruch.

    Was hat das Nervensystem mit Erschöpfung im Mama-Alltag zu tun?

    Wenn ich selbst reguliert bin, kann ich mein Kind über Co-Regulation begleiten. Ohne diese Basis wird jeder stressige Moment doppelt anstrengend.

    Wie werde ich im Alltag gelassener?

    Kurz innehalten, atmen, mit den Gedanken im Moment ankommen und die Verbundenheit zum Kind spüren – das reicht oft schon, um aus dem Stress-Modus rauszukommen.

  • Das kannst du aus jedem YouTube-Video lernen. Und das nicht.

    Das kannst du aus jedem YouTube-Video lernen. Und das nicht.

    Ein Junge in einer Kita. Immer, wenn er seinen Namen hört, läuft er weg. Quer durch den Kindergarten, draußen auf dem Spielplatz bis ans andere Ende. Und keiner versteht, warum.

    Bis in einer meiner Fortbildungen eine Erzieherin plötzlich innehält. „Ach – jetzt verstehe ich“, sagt sie. „Wir rufen ihn sonst immer nur mit der Kurzform. Seinen ganzen Namen hört er nur, wenn wir mit ihm schimpfen.“ Kurze Pause. „Für ihn ist sein eigener Name mit Strafe verknüpft. Vielleicht kennt er das von zu Hause.“

    Ein Satz. Und im Raum wird es still.

    Diesen Moment – dieses echte Aha – findest du in keinem YouTube-Video. In keinem Fachbuch, in keiner Methoden-Sammlung. Er entsteht nur, wenn ein Team anfängt, genauer hinzuschauen. Auf die eigene Sprache. Auf die eigene Haltung.

    Und genau da setzt meine Arbeit an. In meinen Kita-Fortbildungen ist Kommunikation keine Technik zum Abhaken – sondern eine Frage der Haltung.

    Info Box – Leichte Sprache

    Manche Fortbildungen zeigen Sach-Themen.
    Zum Beispiel Bewegung oder Basteln.
    Das kann man auch aus Büchern lernen.
    Ich mache etwas anderes.
    Ich arbeite an der Haltung im Team.
    Und an guter Sprache mit den Kindern.
    Das ist die wichtige Basis für alles.

    Kita-Fortbildung Kommunikation: nachschlagen kannst du vieles, Haltung nicht

    Die meisten Fortbildungen für Kitas drehen sich um Sachthemen. Bewegungsangebote. Kreatives Gestalten. Sprachbildung für Kinder. Alles wichtig. Und alles – Hand aufs Herz – kannst du dir auch aus einem guten Buch oder einem YouTube-Video holen.

    Was ich mache, steht in keinem Video.

    Ich arbeite an dem, was darunter liegt: am Dialog im Team. An einer gemeinsamen Haltung. An der Bereitschaft, sich selbst zu reflektieren. Das kannst du nicht downloaden. Das entsteht nur miteinander, im Raum, im echten Gespräch.

    Wovon ich überzeugt bin

    Kommunikation in der Kita läuft immer noch oft abwertend. Adultistisch. Bewertend. „Wie oft muss ich dir das noch sagen?“ „Das machst du falsch.“ „Jetzt sei doch mal vernünftig.“ „Das solltest du jetzt aber schon können.“ Sätze, die schnell rausrutschen – und die nicht aus mangelnder Liebe kommen, sondern aus einem vollen, lauten Alltag.

    Hier braucht es keine neue Technik. Hier braucht es eine grundlegend andere Haltung zum Kind.

    Und die lässt sich nicht in eine Methode verpacken. Die wächst. Und Wachstum braucht Zeit.

    Woran ein Team das merkt

    Vielleicht denkst du jetzt: Haltung – schön und gut, aber das klingt reichlich abstrakt. Zu Recht. Deshalb erzähle ich dir, was sich im Alltag konkret verändert.

    Es beginnt mit Präsenz. Mit der Art, wie ein Kind angesprochen wird. Erinnerst du dich an den Jungen mit dem Namen? Genau da fängt es an. Den vollständigen Namen schon im Alltag freundlich und wohlwollend aussprechen, das legt eine andere Basis ins miteinander. Und mit dem Ansprechen mit dem Namen richtest du immer die Aufmerksamkeit des Kindes auf dich aus.

    Es führt weiter ins Wahrnehmen und Benennen von Gefühlen. „Du bist gerade wütend, weil der Turm umgefallen ist.“ Ein einziger Satz – und oft reguliert sich ein Konflikt schon, bevor er eskaliert.

    Und mit dem Blick aufs Nervensystem wird dem Team etwas anderes bewusst: die Fülle des Tages. Wie viel da gleichzeitig läuft. Wie wenig Raum manchmal für echte Begegnung bleibt. Wie der Tagesplan abgehakt wird. Wenn das sichtbar wird, verändert sich etwas. Die Erzieher*innen schaffen Zeit und Raum für Gemeinschaft und echtes Erleben mit den Kindern.

    Und das gilt nicht nur für den Kontakt zu den Kindern. Ich erinnere mich an eine Fortbildung zur Team-Kommunikation. Die Aufgabe: sich gegenseitig sagen, was sie aneinander schätzen, was sie am anderen bewundern. Eben das, was sie aneinander richtig gut finden.

    Was dann passierte, hat mich selbst berührt. Ein Team, das vorher eher kritisch miteinander umging, wurde auf einmal weich. Wertschätzend. Wohlwollend. Die Atmosphäre im Raum war wie verwandelt.

    Auch das findest du in keinem Video. Und daraus erwächst Verständnis und Kooperation im späteren Alltag.

    Warum ich das für die eigentliche Basis halte

    Ich weiß, wie das klingt. In einem vollen Kita-Jahr, mit Personalmangel und langen To-do-Listen, wirkt „Werte und Haltung“ schnell wie Luxus. Wie etwas, das man macht, wenn mal Zeit ist.

    Ich sehe das anders.

    Eine Kita-Fortbildung zu Kommunikation, Haltung und Nervensystem ist für mich kein Sahnehäubchen. Sie ist das Fundament. Sie ist wichtiger als jede Fortbildung zu einem Sachthema oder einer Methode. Denn auf diesem Fundament steht am Ende alles andere – jedes Bewegungsangebot, jede Sprachförderung, jeder ganz normale Vormittag.

    Wenn die Basis trägt, trägt der Rest von allein.

    Wenn dich das anspricht

    Dann schau dir in Ruhe an, wie ich mit Kita-Teams arbeite. Ganz ohne Eile.

    Du überlegst, wie du deinen Kita-Träger überzeugen kannst? Hier findest du über 30 Argumente.

    Und wenn du magst, lass uns kurz und unverbindlich ins Gespräch kommen – wir schauen dann gemeinsam, ob es zu deiner Kita passt.

    Ich freue mich, wenn wir uns kennenlernen.

  • Meine Bucketliste für das 3. Quartal 2026

    Meine Bucketliste für das 3. Quartal 2026

    Halbzeit – huch, die erste Jahreshälfte ist vorbei. Doch da liegt noch viel vor mir. Wie ich mit meinen Ideen und Plänen das 3. Quartal 2026 gestalten werde, das liest du hier. Es gilt auch weiterhin das Jahresmotto: Bewegen, bewirken, begeistern.

    Info Box

    Was möchte ich bis zum 30.09.2026 erleben?
    Ich schreibe eine Bucketliste für das dritte Quartal 2026.
    In der Liste stehen klare Aufgaben und Ideen.
    In der Liste stehen auch konkrete Pläne.
    Bei meiner Arbeit ist Schreiben wichtig.
    Darauf möchte ich mich konzentrieren.
    Ich gebe Kurse und Fortbildungen.
    Ich schreibe an einem Ratgeber für Eltern.
    Ich werde verreisen und Freunde treffen.
    Und ich will den Sommer genießen.
    Welche Pläne und Ideen hast du?

    Check: ✅ die ersten Häkchen konnte ich Anfang August schon setzen.

    Berufliche Ziele und Themen im 3. Quartal 2026

    • meinen Eltern-Ratgebers fertigstellen und druckreif vorbereiten
    • Die terminierten Seminare und Vorträge erfolgreich durchführen
    • eine Blogparade durchführen und dafür mindestens 10 Beiträge gewinnen. Das Thema: „Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“
    • 3 Blogartikel schreiben ✅ und wieder 1-2 x bei Anna Koschinskis Blognacht teilnehmen
    • 6 Newsletter „Sprachnachrichten“ schreiben
    • Seminarplanung für das 3. Quartal ✅
    • Neue Kita-Aufträge gewinnen

    Meine Reise-Ziele für das 3. Quartal 2026

    • Bad Hersfeld anlässlich eines Treffens mit Freunden und Freilichttheater ✅
    • ins Val di Sole (I) zur MTB-Weltmeisterschaft, an derunser Sohn Maximilian teilnehmen wird. Das Foto im Beitragsbild entstand übrigens dort am Monte Tonale Gipfel auf einer Wandertour 2021. Ob wir dort wieder hinlaufen?
    • in die Rhön anlässlich eines Wochenendes mit Freunden

    Menschen, die ich im 3. Quartal 2026 treffen will

    • die Familie meiner Schwester zur Hochzeit ihres Sohnes

    Dinge oder Tools, die ich im 3. Quartal 2026 lernen will

    • sinnvolle Nutzung und Funktionen der KI ✅
    • Marketing für mein Buch
    • Grundlagen-Online-Seminare für die Vorstandsarbeit bei den Grünen ✅
    • Gitarrensongs gezielter und regelmäßiger üben, so dass ich einen einstündigen Fundus auf einer App fließend spielen kann

    Was kann ich der Welt zurückgeben?

    • Ich bin in den Ortsvorstand der Lohrer Grünen als Beisitzerin gewählt worden und werde mich da weiter engagieren. ✅
    • Bei der Deutschen Meisterschaft MTB unterstützen, die von unserem Radverein in Lohr-Wombach ausgetragen wird. ✅
    • Gastgeberin für Radreisende über Warmshowers sein ✅
      Wir hatten ein Ehepaar aus Israel zu Gast sowie eine fünfköpfige französische Familie – Warmshowers schafft immer wieder ein Erlebnis und wir haben neue Verbindungen geknüpft.

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    Das Kulturprogramm für das 2. Quartal 2026

    … hat noch Lücken

    • Freilichttheater: „Something rotten“ in Bad Hersfeld, „Hexenjagd“ in Gemünden ✅
    • Kino:
    • Konzert
    • Museum
    • Poetry-Slam/Kabarett

    So will ich den Sommer 2026 genießen

    … auch wenn die Hitze schon im Juni brutal ist.

    • Radfahren, wann immer ich Lust und Laune habe ✅
    • ab und zu wandern gehen ✅
    • im Garten buddeln, die Natur beobachten und mich daran freuen ✅
    • im Freibad schwimmen und SUP auf dem Main fahren ✅
    • in der Hängematte lesen ✅
    • eine Nacht im Wald verbringen ✅yeah, es war erstaunlich still und ein beeindruckender Sternenhimmel

    Und du? Willst du bis zum Herbst …

    • das Fortbildungsprogramm für deine Kita organisiert haben?
    • als Leitung oder Träger dein Team nachhaltig stärken – und eure Kita gesund, stabil und zukunftsorientiert aufstellen?
    • deine Einrichtung als attraktiven und verlässlichen Arbeitgeber positionieren?
    • so dass deine Teams sich auf das Wesentliche konzentrieren können, nämlich die pädagogische Arbeit mit den Kindern.

  • Diesen Satz in der Erziehung habe ich bereut: „Mach dich fertig, wir müssen los!“

    Diesen Satz in der Erziehung habe ich bereut: „Mach dich fertig, wir müssen los!“

    Ich sagte diesen Satz morgens regelmäßig zu meinen Kindern, wenn es Zeit für die Schule war. Meine frischeste Erinnerung daran ist der Versuch, meine Tochter, die ich zu Gymnasiums-Zeiten schon um 6.35 Uhr zum Zug brachte, im Bad damit zu beschleunigen: „Mach dich fertig, wir müssen los!“ Wahrscheinlich nutzte ich die Formulierung auch sonst ständig, um mit den Kindern rechtzeitig beim Klavierunterricht, beim Kieferorthopäden oder im Training zu sein.

    In der Regel führte der Satz zu Stirnrunzeln, genervtem Murren, bestenfalls ein „Ich mach ja schon … “ und die Sache ging auch nicht schneller. Kurz – ich hätte ihn mir einfach sparen können.

    Dieser Text ist der Beitrag zu meiner eigenen Blogparade „Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“.

    Info Box

    Mach mit bei meiner Blogparade zum Thema.  „Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“.
    Die Blogparade läuft bis 2. August 2026. Alle weiteren Informationen findest du mit einem Klick auf diese Box.

    Warum ich dachte, dieser Satz wäre hilfreich in der Erziehung?

    Fertig machen war für mich immer mit der Bedeutung „bereit machen“ für den nächsten Schritt oder Termin oder dem „abschließen“ einer Aufgabe oder Tätigkeit verbunden.

    Ich wollte meiner Tochter oder meinem Sohn wohl die Dringlichkeit und Eile vermitteln. Als Mama hatte ich oft den Eindruck, dass die Kinder die Zeit nicht im Blick hatten. Und wahrscheinlich habe ich gar nicht weiter darüber nachgedacht, ob dieser Satz dabei hilfreich und sinnvoll wäre.

    Wie mich meine eigene Erziehung auf Pünktlichkeit geprägt hat

    Meinen Eltern war Pünktlichkeit ein hoher Wert. Ich war dazu erzogen worden, stets pünktlich zum Unterricht, zum Bus oder zu Terminen zu kommen. „Unpünktlichkeit gehört sich nicht, das macht man nicht, was sollen denn die Leute von einem denken …“, so erinnere ich meine Mutter. Die preußischen Tugenden hatten sich über die Generationen auch im ländlichen Bayern durchgesetzt.

    Ich bin mir sicher, den Satz „Mach dich fertig!“ auch selbst als Kind und Jugendliche regelmäßig gehört zu haben. Allerdings fehlte meist das „Wir müssen los.“, denn es gab kaum Termine, wo meine Mutter mich begleitete. Zu Bus, Training oder Chor lief ich natürlich allein, wie das damals üblich war.

    Wie ich bemerkte, dass mein „alter“ Satz nicht sinnvoll ist?

    In einem meiner ersten Seminare meiner Ausbildung zur LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationstrainerin gebrauchte ich selbst den Satz als typisches Beispiel für einen Satz mit „müssen“. Ich erinnere mich noch gut, wie meine Ausbilderin Mechthild von Scheurl-Defersdorf damals zunächst das „Mach dich fertig.“ einfach wiederholte und bei mir wirken ließ.

    Dabei ging mir plötzlich eine weitere Bedeutung des Satzes auf: „sich selbst fertigmachen“ im Sinne von: sich selbst für etwas verurteilen, abwerten, nieder machen.

    Uff. Das war ein ziemlicher Brocken für mich.

    Das hatte ich zu meinen Kindern jahrelang gesagt? Ich schämte mich in Grund und Boden.

    Im Nachgang war es noch erstaunlich, dass die Kinder „nur“ mit Murren reagiert hatten. Sicher spürten sie die mitschwingende Bedeutung.

    Ich lernte in diesem Seminar auch den Effekt von vielen „müssen“ in der Sprache kennen. Wieviel Druck und Hetze sie vermitteln, welche unangenehmen Körperempfindungen damit verbunden sein können und dass mir als Sprecherin damit nicht nur Gelassenheit, sondern auch Souveränität völlig fehlt.

    Und das sagte ich nach diesem Seminar

    „Maximilian, in fünf Minuten ist es Zeit zu gehen. Hast du alles, was du brauchst?“

    Klar, wichtig war natürlich zuerst das Kind mit dem Namen anzusprechen, die Aufmerksamkeit auf mich auszurichten und ihm mit einer minimalen Pause Zeit zum Fokus zu geben. Dafür nutzte ich die 3 A (Ansprechen, Anschauen, Atmen).

    Dann folgte eine Information. Der Rahmen, um den es gerade geht. Das ist einer der wichtigen Schritte im LINGVA ETERNA Kommunikationsmodell.

    Und anschließend folgte die Frage, um das Kind in die richtige Richtung des Handelns zu lenken. Je nach Situation unterstützte ich dann noch mit einer Folgefrage oder praktischer Hilfe.

    Was hat das bewirkt?

    Durch die Überlegung, beide Satzteile wegzulassen, entstand etwas völlig Neues.

    Natürlich gebrauchte ich „sich selbst fertigmachen“ so nicht mehr. Im Gegenteil, ich dachte daraufhin über weitere sprachliche Mittel nach, das Selbstwertgefühl von Kindern zu stärken.

    Die neue Frage führte zum nächsten Schritt. Dadurch liegt Im wesentlichen die Verantwortung für die berühmten sieben Sachen beim Kind. Es lernt also, selbst mitzudenken, was es braucht und das entsprechend auch zu packen.

    Der Druck des „müssens“ verschwand nebenbei.

    Mit meiner Tochter sprach ich damals auch darüber. Sie war zu dem Zeitpunkt etwa 15 Jahre alt. So weit ich mich erinnere, bestätigte sie, wie nervig sie die alte Formulierung fand. Und sie erinnerte mich mit Vergnügen daran, wenn sie mir wieder mal herausrutschte.

    Ich glaube, meine Kinder sind beide ziemlich selbstkritisch. Doch sie haben inzwischen auch einen gesunden Umgang mit schwierigen Umständen im Sinne von „Ich habe getan, was ich konnte.“

    Was ich aus dieser Geschichte gelernt habe

    Was hätte ich gerne schon alles früher über klare und wertschätzende Sprache in der Erziehung gewusst. Geht es dir auch so? Welche merkwürdigen Sätze hast du unreflektiert von dir gegeben? Und später bereut?

    Schreib es mit einem Beitrag in meiner Blogparade  Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“ Ich freue mich darauf, von dir zu lesen.

  • Blogparade: „Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“

    Blogparade: „Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“

    Kennst du diesen Moment? Du bist müde, gestresst, gerade noch mit drei anderen Dingen beschäftigt – und dann eskaliert irgendetwas. Und bevor du auch nur einen Gedanken fassen konntest, ist er draußen: der Satz, den du eigentlich nie sagen wolltest.

    Ich kenne das. Und ich glaube, die meisten Eltern – und pädagogischen Fachkräfte – kennen es auch.

    Genau darum lade ich dich herzlich zu meiner Blogparade ein.

    Das Thema: „Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“

    Schreib deinen eigenen Blogartikel dazu. Teile deine Geschichte, deine Erfahrung, deinen Weg. Vielleicht war es ein Satz, der dir selbst als Kind gesagt wurde – und den du unbewusst weitergegeben hast. Vielleicht war es ein Moment der Erschöpfung. Oder eine alte Überzeugung, die sich einfach leiser und leiser verabschiedet hat.

    Es geht hier nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, ehrlich hinzuschauen – und zu teilen, was dich weitergebracht hat.

    Was ist eine Blogparade?

    Bei einer Blogparade setzt ein*e Blogger*in ein Thema. Andere Blogger*innen, die etwas zu diesem Thema beitragen wollen, können dieses Thema gerne aufgreifen und einen Blogartikel dazu schreiben. Das Thema meiner Blogparade lautet:

    „Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“

    Du schreibst und veröffentlichst deinen Blogartikel auf deiner Website und verlinkst in deiner Einleitung diesen Blogartikel, den du jetzt gerade liest. Sobald dein Blogartikel fertig ist, hinterlässt du hier einen Kommentar mit dem Link zu deinem Blogartikel.

    Das Ergebnis: Du schreibst einen interessanten Blogartikel, den deine Zielgruppe gerne lesen wird. Bei einer Blogparade bekommen alle Teilnehmer*innen mehr Sichtbarkeit. Das heißt für dich: Mehr neue Menschen klicken auf deinen Blog und erfahren etwas über dich und deine Angebote. Und: Du siehst, was andere dazu schreiben und wie sie das Thema dieser Blogparade sehen.

    Diese Blogparade läuft bis Sonntag, 2. August 2026. Bis dahin kannst du deinen Blogartikel veröffentlichen und hier in den Kommentaren hinterlassen.

    So nimmst du an dieser Blogparade teil:

    1. Schreibe einen Beitrag über „Dieser eine Satz in der Erziehung, den ich bereut habe – und was ich heute stattdessen sage“. Wenn du noch keinen Blog hast, kannst du gerne hier unter diesem Blogartikel deinen Beitrag als Kommentar hinterlassen.
    2. Verlinke meine Blogparade (also genau diesen Blogartikel, den du jetzt gerade liest) in der Einleitung oder im Fazit deines Blogartikels.
    3. Sobald du deinen Blogartikel veröffentlicht hast: Kommentiere hier unter meinem Blogartikel mit einem kurzen Text und dem Link zu deinem eigenen Blogartikel. Denn nur so kann ich deinen Beitrag zu meiner Blogparade finden!

    Die Blogparade endet am 2. August 2026. Bis dahin kannst du deinen Beitrag zu meiner Blogparade hier im Kommentarbereich hinterlassen!

    Leitfragen zu meiner Blogparade

    Hier sind einige Fragen, die du in deinem Blogartikel gerne aufgreifen und beantworten kannst: 

    • Warum hast du gedacht, dein „alter“ Satz wäre hilfreich für die Erziehung?
    • Wie hat dich deine eigene Erziehung dahingehend geprägt?
    • Wann hast du bemerkt, dass dein „alter“ Satz nicht mehr hilfreich/überholt/verletzend“ … ist?
    • Woran hast du das bemerkt?
    • Wie bist du auf eine Alternative gekommen?
    • Was hat sie bewirkt?

    Gerne kannst du natürlich auch eigene Fragen stellen und in deinem eigenen Blogparaden-Blogartikel beantworten!

    Ich freue mich auf deine Perspektive und deine Geschichte.

    Hier ist mein eigener Beitrag zu dieser Blogparade: Diesen Satz in der Erziehung habe ich bereut: „Mach dich fertig, wir müssen los!“

    PS:

    Falls du ein wenig stöbern magst – ich hatte schon mal eine Blogparade mit anderem Fokus: Blogparade: Sprache als Schlüssel in der Erziehung. Mit welchem Satz hast du etwas bei (d)einem Kind bewirkt?

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