Autor: Heike Brandl

  • Gesundheit beginnt im Kopf – und in deiner Sprache!

    Gesundheit beginnt im Kopf – und in deiner Sprache!

    Wie sprichst du über deine Gesundheit? – Ich bewege mich langsam auf eine Altersgruppe zu, die mehr über ihre Krankheiten spricht, als über ihre Gesundheit. Puh … Wie soll ich damit umgehen? – „Du, ich hab die Nase voll von diesen ewigen Krankheitsthemen.“

    Da antworte ich ja im selben Muster.

    Der sprachgewandte Politiker Gregor Gysi sagte kürzlich, das Reden über die eigenen Krankheiten zähle zu den drei großen Fehlern des älter Werdens. „Man darf im Alter nicht den ganzen Tag über Krankheiten quatschen. Davon wird man nicht gesund.“ (In „Missverstehen Sie mich richtig“ vom 26.09.24)

    Als Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationstrainerin antworte ich darauf: „Sondern? – Also, wovon wird man denn gesund?“ Und wie reden wir denn über unseren Gesundheitszustand, ohne dass wir es bemerken?

    Wie Redewendungen etwas über deinen Gesundheitszustand zeigen

    Menschen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Das gilt auch für ihren Körper und ihre Gesundheit. Der eine bekommt leicht eine Erkältung, die andere hat einen empfindlichen Magen. Eine dritte Person neigt eher zu Kopfschmerzen. Ich bin überzeugt davon, dass sich das in der Ausdrucksweise widerspiegelt. So werden meine drei fiktiven Personen sich zum selben Problem, zum Beispiel einem beruflicher Konflikt, unterschiedlich äußern.

    Der erste sagt vielleicht „Ich hab die Nase voll von dieser Streiterei.“, die zweite Person sagt möglicherweise „Das schlägt mir ganz schön auf den Magen.“ und die dritte Person spricht davon, dass ihr die Situation Kopfzerbrechen bereitet.

    Nun sind das ja nur einzelne Beispiele für diese drei Typen. Natürlich hat dein Körper noch wesentlich mehr „Bauteile“, ob Haut, Augen, Ohren, Zähne, Darm, Knochen, Muskeln, Sexualorgane, Herz und vieles mehr. Und es gibt für jedes dieser „Bauteile“ eine große Anzahl an Redewendungen. Exemplarisch will ich dir dies anhand des Themas „Rücken“ zeigen.

    Rückenschmerzen sind weit verbreitet. Sie zählen mit zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit. Ich habe eine kleine Auswahl an üblichen Äußerungen gesammelt. Sie zeigen auch unterschiedliche Grade von Belastungen. Wahrscheinlich wird ein Mensch mit Rückenschmerzen sie nicht alle benutzen, sondern hat seine bevorzugten Sprüche. Achte einmal darauf, was du bei betroffenen Personen hörst.

    • Ich habe mein Päckchen zu tragen.
    • Ich muss dafür den Buckel hinhalten.
    • Ich muss Haltung bewahren.
    • Da habe ich mir etwas aufgeladen!
    • Ich muss mich bei Ihnen beschweren!
    • Das nehme ich auf meine Schultern.
    • Das bricht mir noch mal das Rückgrat.
    • Auf mir lastet die ganze Verantwortung.
    • Was kann ich nur gegen meinen Rücken tun?

    Tipp:

    Und was zeigt dir deine Sprache? Gibt es ein Thema, das du häufig gebrauchst, eine Körperregion, über die du häufig in dieser Art sprichst? Bitte eine vertraute Person, dich in dieser Beobachtung zu unterstützen.

    Wie du deine Sprache weiterentwickeln kannst

    Nehmen wir einmal an, du hast drei dieser bezeichneten Redewendungen in deinem alltäglichen Sprachgebrauch entdeckt. Was nun?

    Schenke ihnen nur kurz Aufmerksamkeit. Mach dir bewusst, was sie wörtlich bedeuten.

    Beispiele:

    • „Ich muss mich bei Ihnen beschweren!“ – Ich beschwere mich – damit wird es für dich noch schwerer. Und musst du das wirklich?
    • „Was kann ich gegen meinen Rücken tun?“ (beim Arzt) – Ich meine, er sollte dir etwas für deinen Rücken empfehlen.

    Nun kannst du dir vornehmen, diese Redewendungen nicht mehr zu gebrauchen. Allerdings hilft es weiter, stattdessen einen neuen Sprachgebrauch zu entwickeln. Überlege dir also, mit welchen Sätzen du deinen Rücken stärken kannst. Achte darauf, dass sie positiv formuliert sind.

    Schreibe dir einige Sätze auf und nimm sie für eine Weile in den Blick. Du kannst zum Beispiel hier und da einen Zettel an den Spiegel, Schreibtisch oder Schrank kleben. Damit bringst du eine positive Wendung und durch die Wiederholung eine Verankerung in deine Sprache.

    Beispiele:

    • Ich halte mir den Rücken frei.
    • Ich gehe aufrecht durchs Leben.
    • Ich bin stark und mutig.
    • Ich bewahre Haltung.

    Wie wird man gesund?

    Ich will und kann nicht behaupten, dass damit die Rückenschmerzen gleich weggehen werden. Da gehört sicherlich mehr dazu.

    • Lass medizinische Ursachen abklären und dich ärztlich beraten.
    • Pflege einen gesundheitsförderlichen Lebensstil. Achte auf deine Atmung, ausreichend Schlaf, Bewegung und gesunde Ernährung.
    • Informiere dich selbst und tu für dich, was du kannst. Du kennst dich selbst am besten und du hast nur dieses eine Leben. Mach was draus.
    • Schaffe dir Pausen und achte auf deinen Stresspegel. Stressregulation kann einen wesentlichen Beitrag zu deiner Gesundheit leisten.
    • Worum kreisen deine Gedanken? Erstelle eine Liste an Themen, sortiere und gewichte sie danach, ob es Themen sind, die dich belasten oder dich freuen. Wieviel Raum für erfreuliche Gedanken hast du in deinem Leben? Deine Sprache ist dein Coach!
    • Was tut dir gut? Mach mehr davon! – Was tut dir nicht gut? Mach (so gut es geht) weniger davon oder grenze dich nach Möglichkeit davon ab. Ich weiß, das kann ein langer Prozess sein. Sei langmütig mit dir selbst.
    • Sind da noch „Altlasten“? Welche Themen gehören in die Vergangenheit oder brauchen nochmal eine Bearbeitung? Hol dir psychologische Unterstützung.
    • Du willst vom problemorientierten Denken zum lösungsorientierten Denken gelangen? Ich begleite dich gern mit einem KommunikationsCoaching.
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    Was tun, wenn die anderen dauernd über ihre Krankheiten reden?

    Das kann wirklich anstrengend sein. Wenn du das Gefühl hast, dass Leute ständig über ihre Krankheiten sprechen, könnte es helfen, sanft das Thema zu wechseln. Du könntest zum Beispiel ein neues Gesprächsthema einführen, das sie interessieren könnte. Oder du greifst einfach ein positives Thema auf, um die Stimmung zu ändern. Manchmal sind Menschen auch einfach auf der Suche nach Verständnis oder brauchen jemanden zum Zuhören. Aber es ist völlig okay, deine Grenzen zu setzen, wenn es zu viel wird.

    Das Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept legt Wert auf eine klare, bewusste und wertschätzende Sprache. Es betont unter anderem die Kraft positiver Formulierungen und den bewussten Einsatz von Worten. Hier sind einige Formulierungen, die deine Grenze respektvoll setzen und dabei den Prinzipien von Lingva Eterna entsprechen:

    Gespräch behutsam umlenken

    🔹 „Ich habe verstanden, dass dich das Thema sehr beschäftigt. Lass uns jetzt über etwas sprechen, das uns beiden guttut.“
    🔹 „Ich höre, dass das eine große Herausforderung für dich ist. Wie wäre es, wenn wir uns jetzt einem anderen Thema widmen?“

    Eigene Grenzen aufzeigen

    🔹 „Ich nehme wahr, dass das Thema wichtig für dich ist. Gleichzeitig merke ich, dass ich gerade etwas anderes brauche.“
    🔹 „Ich achte auf meine Energie und merke, dass ich mich auf positive Themen konzentrieren möchte.“

    Klare und wertschätzende Begrenzung setzen

    🔹 „Wir haben nun eine Weile über Krankheiten gesprochen, doch jetzt wünsche ich mir ein anderes Gesprächsthema.“
    🔹 „Ich möchte unser Gespräch in eine andere Richtung lenken, damit es für mich angenehm bleibt.“

    Diese Formulierungen halten sich an das Prinzip von Lingva Eterna, indem sie konkret, respektvoll und auf das Gegenüber sowie die eigene Wahrnehmung bezogen sind. Sie vermeiden Negationen wie „nicht“, „kein“ oder „nie“, da diese oft unbewusst Widerstand hervorrufen. Stattdessen lenken sie den Fokus auf positive Möglichkeiten und eine klare Kommunikation.


    Schreib mir gern in den Kommentar, ob du mit meinen Tipps etwas anfangen kannst und welche Erfahrungen du damit gemacht hast.

  • 5 Gründe, warum Stress deine Kommunikation ruiniert

    5 Gründe, warum Stress deine Kommunikation ruiniert

    Die eigene Kommunikation hängt stark vom aktuellen Zustand des Nervensystems ab. Meist sind wir uns dessen nicht bewusst. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wir alle wissen, dass wir unausgeschlafen viel weniger geduldig sind und viel schneller gereizt und schnippisch reagieren. Warum ist das so und was geht da alles ab in unserem Hinterstübchen? Ich nenne dir fünf Gründe, warum Stress deine Kommunikation ruiniert.

    Im „Fight or Flight“-Modus bist du impulsiv

    Wut, Angst oder Enttäuschung beeinflussen deine Wortwahl und deine Tonlage. Wie oft hast du schon Dinge gesagt, die du hinterher bereut hast? Oder du hast hinterher bemerkt, dass du dich im Ton vergriffen hast.

    Die Ursache ist, dass das Nervensystem die Situation als bedrohlich eingestuft hat. Dann übernimmt das autonome Nervensystem und schaltet das denkende Hirn (präfrontaler Kortex) ganz oder teilweise ab. Die emotionale Überflutung veranlasst die impulsive, unüberlegte Kommunikation.

    Lösung: Sobald du bemerkst, dass du aus der Fassung bist, kannst du das im Gespräch benennen und um eine Pause oder Bedenkzeit bitten. Nutze die Zeit dafür, dein Nervensystem zu regulieren.

    Du hörst nicht richtig zu

    Unter Stress aktiviert das Nervensystem den Sympathikus-Nerv. Dadurch kannst du – je nach Situation – in den Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsmodus geraten. Der ventrale Vagusnerv – unser soziales Kontaktsystem – ist hingegen inaktiv. Dadurch ist unter anderem unser Hören beeinträchtigt.

    Es kann also sein, dass du gar nicht richtig wahrnimmst, was dein Gegenüber gerade sagt. Es entstehen Missverständnisse. Deine Aufmerksamkeit ist blockiert, ebenso das Verständnis des Gesagten sowie die Merkfähigkeit.

    Lösung: Pause, atmen, Nervensystem regulieren und insbesondere das Hören aktivieren. Knete dazu sanft deine Ohren.

    Du bist gereizt und kannst nicht auf andere eingehen

    Ist dein Nervensystem überreizt, z.B. durch zu viele Reize, zu wenig Schlaf oder zu viele Aufgaben, gerätst du in Stress. Wieder wird der Sympathikus-Nerv aktiviert und es fällt dir schwer, klar zu denken und mit anderen zu kooperieren oder einfühlsam zu sein.

    Lösung: Verabschiede dich von Multi-Tasking, sag öfter „Nein“ zu zusätzlichen Aufgaben, Terminen oder Events. Achte auf deine Pausen und insbesondere auf ausreichend Schlaf. Mache eine Atemübung anstatt durch Social Media zu scrollen.

    Hier liest du, wie du Stress in der Kita reduzieren kannst, falls du dort arbeitest.

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    Du fühlst dich unsicher

    Das Nervensystem scannt ständig nach Gefahren. Das ist erstmal normal und läuft bei allen Menschen im Hintergrund ab. Kommt das System zur Bewertung „unsicher“, laufen automatisierte Prozesse ab. Fühlst du dich nicht sicher, zeigt sich das in deiner Atmung, deiner Haltung, deiner Stimme und deiner Mimik. Du wirkst dann z.B. verschlossen oder defensiv.

    Lösung: Falls du dich vorbereiten kannst, mache einige Regulationsübungen. In einer überraschend unsicheren Situation fokussiere dich kurz auf deinen Stand und deine Atmung. Stelle dich stabil und aufrecht hin und spüre deine Verbindung zur Erde. Atme bewusst ruhig durch die Nase ein und aus.

    Falls du das kennst: Achte darauf, deine Stimme ruhig zu führen. Komme bei Aussagen am Satzende nach unten. Damit wirkst du souverän. Falls du das nicht kennst – ich kann es dir zeigen.

    Dein Gedankenkarussell macht was es will

    Im Kontakt mit deiner Gesprächspartnerin tauchten alte Verletzungen, Erinnerungen, negative Erfahrungen oder Trigger auf. Dein Kopfkino spult dann seinen eigenen Film ab. Dazu gehören Vorannahmen, Bewertungen und alte Kommunikationsmuster. So gerätst du leicht unbewusst in Rückzug oder Verteidigung.

    Lösung: Halte inne, sobald du das bemerkst. Versuche, einen Anker in der Gegenwart zu finden, z.B. indem du dich im Raum umschaust und alle runden Dinge zählst. Verbinde dich wieder mit deinem Körper, achte auf deinen Stand (oder Sitz) und deinen Atem.


    Fazit

    Kurz gesagt: Der Zustand deines Nervensystems entscheidet darüber, ob Kommunikation gelingt oder scheitert. Gespräche unter Stress – das ist keine gute Idee. Wer sein Nervensystem regulieren kann, kann auch klarer und ruhiger kommunizieren.

    Mit den S-O-S Übungen habe ich ein hilfreiches Tool zur emotionalen Erste Hilfe und Stressregulation. Ist das was für dich?

  • 7 japanische Weisheiten, um neu mit Stress umzugehen

    7 japanische Weisheiten, um neu mit Stress umzugehen

    Stressregulation mit schlauen Weisheiten? Kürzlich entdeckte ich eine Liste mit japanischen Weisheiten, die sich wunderbar auf den Umgang mit Stress anwenden lassen. Ich habe da mal einen Transfer hergestellt:

    Weisheit Nummer 1: Oubaitori – Vergleiche dich nicht mit anderen

    Wieso vergleichen wir uns eigentlich ständig mit anderen Menschen? Höher, schneller, weiter – der olympische Gedanke ist doch eigentlich ein anderer. „Dabei sein ist alles!“

    Und ich meine, das sollten wir auch auf die anderen Aspekte unseres Lebens, unseres Daseins (ja, das kommt nämlich von „da sein“, jetzt und hier) anwenden.

    Egal, ob es um Aussehen, Geld, Macht, Erfolg oder sonst was geht: Bleib bei dir. Was ist für dich relevant, was entspricht deinen Werten? Lass die Anderen ihr Leben leben.

    Das ständige Vergleichen mit Idolen oder auch der Nachbarin macht dir völlig überflüssigen Stress. Wieso? Falls der Vergleich krass ausfällt, kommst du in den Kampfmodus. Und da kommen die Stresshormone ins Spiel, der Blutdruck steigt und weitere Stressreaktionen folgen. Hör also auf, dich mit anderen Menschen zu vergleichen.

    Weisheit Nummer 2: Kaizen – Verbessere dich kontinuierlich

    Das beruht auf Weisheit Nummer 1. Vergleiche dich also nur mit dir selbst. Hast du ein Ziel? Dann zerlege es in kleine, erreichbare Teilziele und gehe vom jetzigen Stand einen Schritt weiter. Einen Schritt schaffst du immer.

    Beispiel: Für 2 x 5 Minuten täglich Atemübungen hast du immer Zeit. Soviel Kontrolle über dein Leben ist auch im stressigsten Alltag möglich. Einmal davon vor dem Schlafen, das andere Mal, nun ja, zum Beispiel mittags am offenen Fenster, in der U-Bahn, notfalls auf dem Klo.

    Mit dieser kleinen Gewohnheit schaffst du einen Einstieg in deinen Umgang mit Stress. Du wirst bald merken, dass da noch mehr kleine Zeitfenster für deine Stressregulation versteckt sind.

    Du brauchst eine Anleitung für eine Atemübung? Beginne mit der 4 – 6 Übung. Zähle beim Einatmen bis vier, beim Ausatmen bis 6 und dann von vorne. So senkst du deine Atemfrequenz und das ist gut zum Abbau von Stress. Übrigens: So baue ich Stress ab

    Weisheit Nummer 3: Wabi-sabi – Akzeptiere Unvollkommenheit

    Dann kommt der Tag, an dem du halb krank bist, die Kinder Brechdurchfall haben und die Chefin dir mit einem Abgabetermin im Nacken sitzt. Oder der Tag, an dem du mit deinem Partner einfach mal den ganzen Tag die Zeit vergisst – zack, Atemübungen auch vergessen.

    Halb so wild. Morgen kann es ja weiter gehen. Sei gnädig mit dir und schick das schlechte Gewissen in die Wüste.

    Weisheit Nummer 4: Mottainai – Wirf nichts unnötig weg, sondern schätze seinen Wert

    Puh, wie bringe ich das jetzt mit Stressregulation in Verbindung?

    Zunächst denke ich an die gängigen Methoden des Aussortierens. Du nimmst einen Gegenstand, zum Beispiel ein Kleidungsstück in die Hand und nimmst ihn nochmal wahr – mit allen Sinnen. Wie fühlt es sich an? Wie riecht es? Du hast vielleicht eine Erinnerung dazu oder ein Gefühl? Kommt ein Bewegungsimpuls? Wegwerfen oder reinkuscheln? Das alles ist schon Achtsamkeit. Nimm dir solche Momente.

    Zum anderen denke ich an die Schätze, die du so angesammelt hast und neu entdecken kannst: das Buch mit den zauberhaften Bildern oder Gedichten. Die Stifte für das Handlettering, das du lernen wolltest. Hast du jetzt eine Viertelstunde dafür? Nutze sie und schätze damit deine Gegenstände.

    Im Hier und Jetzt etwas mit Freude tun, auch das ist Stressregulation.

    Weisheit Nummer 5: Gaman – Begegne schwierigen Aufgaben mit Würde

    Einen neuen Umgang mit Stress finden – ja, das kann eine schwierige Aufgabe sein. Befasse dich damit. Anstatt zu jammern und zu leiden – geh der Sache auf den Grund. Wie entsteht dein Stress? Was löst ihn aus? Welche Abläufe kannst du verändern? Mit wem kannst du dich echt darüber austauschen und dich persönlich weiter entwickeln?

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    Weisheit Nummer 6: Shikita ga nai – Akzeptiere, was du nicht ändern kannst und lass los

    Oder auch auf Englisch: Love it, change it or leave it.

    Manchmal geht es um deine Haltung zu etwas. Ich vergeude zum Beispiel keinen Gedanken daran, dass mir der Haushalt auf den Wecker geht und ich gerade viel lieber schreiben oder Rad fahren würde.

    Ein leckeres Essen, eine aufgeräumte Küche und etwas Frisches zum Anziehen sind mir wichtig. Dazu gehören halt auch die weniger Spaß machenden Aufgaben (bei mir zum Beispiel Abwaschen). Ich fokussiere meine Gedanken dann eher auf das Ergebnis: „Wie schön ist es morgens in meine Küche zu kommen.“ Oder ich mache mir Zeit im Haushalt so angenehm wie möglich, zum Beispiel mit motivierender Musik oder einem interessanten Podcast.

    Welches sind deine Gedanken, die dir Stress machen? Achtung, manchmal kommt hier wieder Weisheit Nummer 1 ins Spiel! Welche Gedanken kannst du anders betrachten? Welche kannst du loslassen?

    Weisheit Nummer 7: Omoiyari – Kümmere dich um andere

    Jetzt denkst du vielleicht „Mein ganzer Stress ist doch da, weil ich mich dauernd um andere kümmere.“ Das braucht vielleicht ein wenig mehr Analyse.

    • „Nur wenn du selbst gut stehst, kannst du andere gut halten.“ (Kati Bohnet) – Das heißt, achte auf dich und deine Pausen.
    • „Kümmern“ kommt von Kummer. Sich um andere „sorgen“ ist auch nicht besser. Was genau tust du? Vielleicht machst du dir dann weniger Kummer und Sorgen.
    • Wie ist deine Haltung zum „Kümmern“? Was bekommst du zurück? Ein Lächeln, einen Dank? Machst du es mit Freude? Machst du es aufgrund sozialen Drucks?
    • Ich glaube, die Weisheit meint auch, sich selbst nicht immer so wichtig zu nehmen. Denken wir in größeren Zusammenhängen, verlieren die eigenen Sorgen manchmal an Wichtigkeit.

    Die Inspiration zu diesem Blogartikel verdanke ich einem älteren Newsletter von Nadja Buoyardane von Granatgrün. Sie adaptierte die sieben japanischen Weisheiten für Tipps zum besseren Schreiben.

  • Meine Bucketliste für das 1. Quartal 2025

    Meine Bucketliste für das 1. Quartal 2025

    Damit es wieder konkret wird, was ich vorhabe, mir vornehme und erleben will – hier kommt die Bucketliste für das 1. Quartal 2025! Nichts muss, alles kann – es soll schließlich kein zwanghaftes Abhaken werden. Im Gegenteil: es darf sogar Freude machen. Ich bin gespannt, was Realität wird.

    Orte, die ich besuchen will

    • Montafon (Skifahren) ✅ 
    • Fürth (Fortbildung) ✅ 
    • Rhön (Langlaufen oder Wandern) ❎
    • Künzelsau (Museum) ❎
    • Frankfurt ✅

    Menschen, die ich treffen will

    • meine Mastermind-Kollegin Korina Dielschneider, deren Artikel zum Bucketlisten-System mich hierzu inspiriert hat ✅
    • meine Schulfreundinnen von früher ❎
    • Freund:innen zu einem oder zwei Spieleabenden – immerhin einmal mit der Schwägerin

    Dinge oder Tools, die ich lernen will

    • zwei Fortbildungen Lingva Eterna ✅ 
    • Deep Ocean Persönlichkeitsmodell ✅ 
    • Französisch Lernstufe B1 beginnen und ein Drittel der Lektionen (also 20) durcharbeiten ❎
    • IT-Sicherheit optimieren ❎
    • Instagram-Zeit reduzieren (Meta nervt einfach nur noch) ✅ 

    Ziele und Themen, die ich mir für mein Business setze

    • Newsletter-Abonnent:innen um 13 % erhöhen ❎hier waren es 4 % mehr
    • Anzahl der Website-Besucher:innen um 13 % erhöhen ✅ hier waren es fantastische 50 % mehr
    • ich werde ein Webinar mit den S-O-S Übungen durchführen ✅ und anschließend ein dreiteiliges Seminar dazu ❎
    • geplante Seminare und Vorträge mit Erfolg durchführen ❎✅ – d.h. ich konnte nicht alle durchführen, die die stattfanden allerdings mit Erfolg
    • 10 Blogartikel schreiben ❎ – 6 schrieb ich
    • 6 Newsletter „Sprachnachrichten“ schreiben ✅ sogar 8
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    So will ich Winter und Vorfrühling genießen

    • Skiwochenende im Montafon (A) ✅ 
    • Langlaufen in der Rhön oder im Thüringer Wald, sobald genug Schnee liegt ❎das fiel mangels Schnee aus
    • 2 bis 3 Mal wöchentlich joggen (5 bis 10 km) – 20 x in 13 Wochen und insgesamt 120 km – ich finde, das gibt ✅ 
    • 2 bis 3 Mal wöchentlich spazieren gehen (2 bis 10 km) ✅ 
    • ab einer Temperatur von 8 Grad + wieder MTB fahren 1 bis 2 Mal wöchentlich (20 bis 40 km) ✅ seit 23.02.25 wieder 294 km
    • Für das Gemüsebeet planen, einkaufen, säen und pflanzen ✅ 
    • die ersten Wildkräuter ernten ❎

    Was bisher in keine Kategorie passte

    • Kinofilme, die ich sehen will:
      „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ ❎
      „The Joker“ ✅ 
      „Wunderschöner“ ✅ 
    • Kulturelle Veranstaltungen, die ich besuchen will:
      Theater Spessartgrotte in Langenprozelten ✅ 
      Museum Würth in Künzelsau ❎
      Konzert Trio Tihai (Weltmusik und Jazz) in Lohr ✅ 
    • Bücher, die ich lesen will:
      Antonio Damasio „Wie wir denken, wie wir fühlen“ ✅ 
      Alexander Hartmann & Vanessa Buchner „Deep Ocean“✅ 
      Croos-Müller „Bleib cool“ ✅ 
      Karr-Meng „Achtsam Stress bewältigen in meinem Kita-Alltag“ ✅ 
      Zsuzsa Bánk „Helle Tage“ ✅ 
      Wim Hof „Die Wim-Hof-Methode“ ✅ 
      Patrick McKeown „Atme und heile dich selbst“ ✅ 
      Mathias Thimm „Bjarne und der Minister für Sicherheit“
      Mechthild von Scheurl-Defersdorf „Die Kraft der Sprache im Beruf“ (hier habe ich dazu eine Rezension geschrieben)
    • Gesundheitsfokus
      Januar: #dryjanuary ✅ 
      Februar: #yinyoga – geändert in #atem ✅ 
      März: #zuckerfrei ❎
    • Aus dem Angebot der Helpers Circle Community werde ich an der aktuellen Workshop-Reihe „Lets talk about Blitze und Diamanten“ (Selbsterfahrung) teilnehmen ✅
  • Jahresmotto 2025: Fokus setzt Grenzen – und öffnet Horizonte

    Jahresmotto 2025: Fokus setzt Grenzen – und öffnet Horizonte

    Wieder stelle ich dem neuen Jahr ein Motto voran. Diesmal lautet es „Fokus setzt Grenzen – und öffnet Horizonte.“ Meine Erfahrungen mit Jahresmottos in den letzten Jahren waren positiv. Ich habe immer wieder meinen Blick auf Ereignisse oder eigenes Verhalten daraufhin ausgerichtet. Mir war das stets aufs Neue hilfreich und orientierend.

    Warum habe ich dieses Motto gewählt? Zunächst stand da das Wort „Fokus“ im Raum, wie ein Zettel aus dem Glückskeks. Mit dem Blick auf das Ende meiner heilpädagogischen direkten Arbeit mit Kindern schien das auch nahezuliegen. Ich werde mich im Herbst auf andere Arbeitsschwerpunkte fokussieren.

    Und dann habe ich getüftelt und Wörter hin und her gepuzzelt, ChatGPT befragt und nochmal gepuzzelt – et voilá: Da war das neue Motto.

    Die Bedeutung des Mottos

    Fokus bedeutet für mich eine Zentrierung, den Scheinwerfer auf etwas richten, besonders in den Blick nehmen, im Mittelpunkt des Interesses stehen.

    Egal ob es um eine Aufgabe, einen Menschen, ein Thema geht – den Fokus auf etwas zu richten bedeutet auch immer, dass anderes gewissermaßen außerhalb des Scheinwerfers bleibt. Unbeachtet, außen vor gelassen, ein Nebenschauplatz. Es ist eine bewusste Entscheidung, sich auf das eine zu konzentrieren und das andere zu ignorieren.

    Oft ist das hilfreich – Multitasking halte ich ohnehin für einen Fehler. Indem ich „ja“ zum einen Thema sage, sage ich „nein“ zum anderen. Das ist klar und eindeutig für alle Beteiligten und ich schütze mich vor Überforderung und andere vor falschen Erwartungen.

    Ist die Grenze erstmal gesetzt, ergeben sich dabei oft völlig unerwartete Horizonte. Einige Beispiele, die ich mir vorstellen kann:

    • Ich nehme keine neuen heilpädagogischen Aufträge direkt am Kind an.
    • Ich brauche weder im Bereich Fortbildung noch Fachliteratur weiter in diesem Bereich Zeit zu investieren.
    • Dadurch gewinne ich Zeit, mich mit neuen Themen zu befassen.
    • Der Fokus auf ein Gesundheitsthema im Monat bedeutet eine Erleichterung. Wer kann schon gleichzeitig auf Alkohol, Süßigkeiten u.a. verzichten und extra auf Rohkost und zusätzliche Bewegung achten. Eines nach dem anderen …
    • Auch bei Sachthemen, die mich interessieren, hilft der Fokus. Ich bin an so unterschiedlichen Themenbereichen interessiert, dass ich mich manchmal verzettle. Weniger Ablenkung zuzulassen bedeutet tiefere Erkenntnisse, bessere Verankerung und leichtere Umsetzung.

    Berufliche Wirkung

    Fokus in der Heilpädagogik

    Die Frage „Was ist wirklich wichtig für dieses Kind?“ wird uns in den bevorstehenden Gesprächen eine gute Richtschnur sein.

    In den nächsten Monaten werde ich mich nochmal gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der von mir betreuten Kinder, ihrer Eltern und Erzieherinnen fokussieren. Dieses bewusste „sich einlassen“ wird mit Sicherheit zur Stärkung von Beziehungen führen und damit zu guten, nachhaltigen Ergebnissen.

    Meine Grenzen in Arbeitszeit und Kapazität zu wahren, gelingt mir seit vielen Jahren recht gut. Vier Kitas waren für mich stets das Limit – die Anzahl an Menschen, mit denen ich dann zu tun habe, sind ausreichend für mich. Ein anderes zeitliches Limit war schon immer: „Es ist Abend. Für heute ist es genug.“ Ich bin keine „Eule“, die bis in die Puppen arbeiten will und kann.

    Das hat auch viel mit Selbstfürsorge zu tun. Ich brauche am Abend den Abstand von meinen beruflichen Themen, um am nächsten Tag wieder frisch für sie zu sein. Dann kann ich beispielsweise gelassen und souverän mit den täglichen Herausforderungen in den Kitas umgehen.

    Fokus als Trainerin und Coach

    Bis zu den Sommerferien werde ich keine zusätzlichen Aufträge akquirieren. Einige Seminare und Workshops sind bereits gebucht und diese werden daher auf alle Fälle stattfinden. Und natürlich werde ich gründlich vorbereiten. Mein Ziel ist es außerdem, dass auch an den Volkshochschulen alle geplanten Vorträge und Kurse stattfinden werden. Dafür werde ich mich einsetzen.

    Bei meinen eigenen Fortbildungen und Fachliteratur werde ich auf die bereits vorhandenen Schwerpunktthemen Kommunikation und Stressregulation setzen. Dadurch kann ich sie weiter vertiefen und meine Kompetenzen erweitern.

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    Fokus im Business

    Ich werde nach den Sommerferien auf der Website einige neue Schwerpunkte setzen im Hinblick auf mein Angebot, einiges aussortieren und umstrukturieren. Neu fokussieren eben.

    Einige Ideen sammeln sich schon in meinem Kopf und in der Notizen-App, um die gewonnene Zeit im Herbst neu zu füllen. Ich will beispielsweise eine neue Blogparade aufsetzen, Interviews in verschiedenen Podcasts geben und Kooperationen entwickeln.

    Wirkung im privaten Bereich

    Dem letzten Jahr stand bei mir das Motto „Fokus Verbundenheit“ voran. Nun habe ich mir vorgenommen, gerade im Bereich Beziehungen nochmal aktiver Verbundenheit zu gestalten. Zeit mit Familie und Freunden bewusst zu verbringen, ist für mich wichtig.

    Nach meiner langjährigen Ehrenamtstätigkeit im Kirchenvorstand habe ich mir gewissermaßen ein Karenzjahr auferlegt. Ich habe einige Ideen, wo die Richtung hingehen könnte. Das ist mir gerade alles noch zu vage und ich lasse es noch reifen. Auch das kann Fokus bedeuten.

    In Bezug auf mich selbst lenke ich den Fokus auf bewährte Strategien zur Selbstfürsorge: Sauerstoff und Bewegung, egal was immer gerade möglich ist. Das brauche ich einfach jeden Tag, andernfalls werde ich zappelig, unleidlich oder bekomme Rückenschmerzen. Da es mir ein inneres Bedürfnis ist, sollte das leicht umzusetzen sein. Sicher werde ich dabei auf Reisen auch neue Horizonte öffnen, unbekannte Wege erwandern oder per Fahrrad entdecken.

    Außerdem bewährt und stets verfügbar: die S-O-S Übungen zur Selbstfürsorge. Ich kann die Übungen mittlerweile wie im Schlaf. Gleichwohl ergibt sich aus dieser Automatisierung auch eine Sicherheit, die Tiefe ermöglicht. Auch das kann ein neuer Horizont sein.

    Im Bereich Freizeit und Hobby habe ich kein Bedürfnis nach Neuem. Ich bin vielfältig aktiv und das ist genug.

    Praktische Umsetzung: Wie ich Fokus und Horizonte im Alltag lebe

    • Prioritäten setzen
      Mit Kalender und Trello-Boards habe ich klare Strukturen und kann sehen, wo Zeitfenster sind, wann welche Prioritäten notwendig sind und was „heute“ dran ist. Mehr brauche ich dazu nicht.
    • Grenzen klar kommunizieren
      Spontan fallen mir dazu drei Dinge ein:
      – Ein „Nein.“ ist ein vollständiger Satz. Ausnahmsweise, im Hinblick auf Satzbau 😉
      – Ich kann das Bedürfnis der anderen Person in eigenen Worten wiederholen und ergänzen „Mein Fokus liegt zurzeit woanders.“
      – Dieser Punkt ruft förmlich nach einem eigenen Blogartikel.
    • Fokus-Rituale etablieren
      Morgenroutine, Achtsamkeitsübungen, digitales Detox ab 21 Uhr. Hilft alles. Wochenabschluss mit Rückblick und Planung für die nächste Woche gehört schon zu meinen Routinen. Quartalsplanung und Rückblick habe ich 2024 noch unregelmäßig gemacht. Das werde ich noch etablieren.
    • Horizonte bewusst erweitern
      Gezielte Lern- und Weiterentwicklungsprojekte (z. B. ein neues Buch pro Monat oder ein Workshop). Konkret werde ich das in der Quartalsplanung benennen.

    Rückblick und Reflexion: Wie das Motto 2025 prägen soll

    Diese Fragen werde ich mir am Ende des Jahres stellen, um das Motto zu reflektieren?

    • Wo konnte ich durch Fokus Klarheit und Ruhe finden?
    • Welche Grenzen haben mich geschützt?
    • Welche neuen Horizonte haben sich für mich oder andere eröffnet?

    Und was ist dein Fokus für 2025? Oder hast du noch Inspirationen, um mein Motto anders zu betrachten?

  • Jahresrückblick 2024 – Fokus Verbundenheit

    Jahresrückblick 2024 – Fokus Verbundenheit

    Fin d´année. Jahresende. Zeit für den Jahresrückblick 2024. Mein ganz persönlicher Rückblick auf Erlebnisse und Ereignisse. Ich blicke in Reflexion und Bildern auf meine Erfahrungen und sehe voller Zuversicht und Vorfreude auf das Jahr 2025.

    Zum vierten Mal schreibe ich nun einen Jahresrückblick hier im Blog. Dabei stelle ich neben den Titel nochmal das Jahresmotto. So betrachte ich das Jahr auch nochmal unter dem Aspekt: War das ein stimmiges Motto? Ist es mir gelungen, es umzusetzen?

    Verbundenheit fand für mich vor allen Dingen in bewusster Wahrnehmung und Reflexion statt. Es ging erstmal darum zu spüren „Was alles ist Verbundenheit? Mit wem oder wo nehme ich sie wahr?“ Ich merkte im Laufe des Jahres, wie ich dafür sensibler wurde.

    Auch zum vierten Mal erstelle ich den Jahresrückblick in der großen Blogger-Community von Judith Peters. Ich sage „Herzlichen Dank“ für die Impulse und alles Lernen über die Jahre.

    Meine Themen und Highlights in 2024

    Mein heilpädagogischer Jahresrückblick 2024

    Anfang 2024 startete ich voll ausgelastet mit Kindern in der Einzelintegration in vier Kitas. Dazu kam noch ein Kind in der Frühförderung in meiner Praxis. Teilweise war viel Vorbereitung erforderlich, teilweise intensive Gespräche in Kita und mit den Eltern. Im Herbst dauerte es noch bei zweien, bis die Verlängerungen endlich genehmigt waren, doch dann ging es ebenso zeitintensiv weiter.

    Befriedigend ist es, wenn sich die Kontinuität der heilpädagogischen Arbeit in Entwicklungsfortschritten bei den Kindern zeigt und wenn Gespräche nachhaltiges Verständnis bei Kita-Fachkräften und Eltern bewirken.

    Auch in diesem Jahr lehnte ich einige weitere Anfragen ab. Klingt vielleicht nicht sofort verständlich, denn die reine Zeit ist es nicht. Mehr als vier Kitas schaffe ich aber logistisch nicht an den Vormittagen. Termine in Kitas am Nachmittag sind ungünstig, da die Konzentrationsfähigkeit der Kinder stark nachlässt und die Abläufe Kleingruppenarbeit erschweren. Außerdem brauche auch noch Zeit für meine anderen Projekte.

    Junge springt von Kletterwand in einen Berg aus Matten
    Action im Turnraum – so konnte ich die Kids immer begeistern
    Kinder bei einer Übung zur Körperwahrnehmung
    Hier gehts um Körperwahrnehmung, Feinmotorik, umsetzen von Aufgaben, Geduld …

    Trainings und Coachings 2024

    2024 gab ich wenige Coachings, VHS-Kurse, Kommunikationstrainings und Fortbildungen in Kitas oder anderswo. Ein wesentlicher Grund dafür war die Zeit. Zum einen war ich mit der Heilpädagogik so ausgelastet, zum anderen war meine eigene Weiterbildung als S-O-S Trainerin zeitintensiv. Insgesamt war dadurch auch wenig Zeit für Marketing für eigene Kurse übrig. So fielen sowohl einige VHS Seminare als auch mein geplanter Online-Kurs mangels Teilnehmerinnen aus.

    Heike Brandl bei einem Workshop
    Workshop an den Frauengesundheitstagen des Landkreises Main-Spessart an der VHS Marktheidenfeld
    Heike Brandl bei einer Fortbildung
    In der Kita-Fortbildung ging es um Nervensystem-Wissen

    S-O-S Training – Weiterbildung und erste eigene Kursangebote

    Unzählige Stunden in Online-Seminaren, Lektüre von Fachliteratur, im Austausch mit der Übungsgruppe – meine Weiterbildung zur S-O-S Trainerin nach Kati Bohnet brachte mir neues Wissen über das Nervensystem, über emotionale erste Hilfe und Stressregulation.

    Siegel zertifizierte S-O-S Trainerin

    Eine tiefe Verbundenheit entstand zu meinen Übungspartnerinnen Sylke und Sonja. Wir lernten gemeinsam, erprobten die Übungen und hatten Teil an emotionalen Höhen und Tiefen im Leben.

    Nach dem Abschluss im Mai 2024 führte ich in ein paar Kitas einige Elemente daraus ein, durfte in einer Kita bereits eine ausführliche Fortbildung dazu halten und in einem VHS-Workshop den Teilnehmerinnen die Übungen vorstellen. Das war motivierend, vielversprechend und machte Lust auf mehr. Mir machte es auch Spaß, das Thema im Blog zu vertiefen und mit meinem anderen Herzensthema Kommunikation zu verknüpfen.

    Kinder malen
    Nach der Geschichte „Jona ist wütend“ malen die Kinder ein Mandala

    Familie und Gesundheit

    Das Jahr begann mit einem leichten Herzinfarkt meines Mannes, der zum Glück gut behandelt werden konnte und insoweit gut überstanden ist. Doch schwingt es immer wieder mit: Das Leben findet im Hier und Jetzt statt. Das Bewusstsein für die Endlichkeit unseres Lebens ist gewachsen. Wir genießen, glaube ich, intensiver und setzen die Dinge um, die uns Freude bereiten.

    Ein wichtiges Ereignis war die Hochzeit unseres Sohnes mit seiner langjährigen Freundin im September. Sie feierten bei herrlichem Spätsommerwetter ein wunderbares Fest und wir freuten uns, die beiden so glücklich zu erleben.

    Hochzeitspaar in Gartenrestaurant
    Unser Hochzeitspaar Maximilian und Lynn
    Frauen auf Fest
    Meine Tochter meinte, ich brauche nicht dazuschreiben, wer das sei …

    Meine Reisen 2024

    Frau vor Kunstobjekt
    In Weimar besuchten wir mit Freunden das Bauhaus-Museum – das fand ich hochinteressant
    Frau sitzt auf Felsen
    Klettern und Wandern in der Sächsischen Schweiz mit einer Freundin – wir hatten jede Menge Spaß
    Maximilian Brandl bei MTB-Rennen
    Maximilian beim Weltcup-Rennen in Nove Mesto na Morave (CZ) – am Ende erreichte er Platz 25
    Mann und Frau mit Radkleidung auf einem Aussichtspunkt
    In Tschechien radelten Thomas und ich auf den Berg Jested und freuten uns, das vor dem Regen geschafft zu haben.
    Kunstobjekt und zwei Männer
    Thomas und Maximilian in Jablonec (CZ). Das Objekt hieß übrigens „Mischling“
    Frau mit Rad auf der Brücke vor dem Wormser Stadttor
    Auf dem Weg nach Andorra: Hier gehts erstmal nach Worms
    Mann und Frau mit Fahrrad vor Infotafel am Radweg
    Radwandern in Frankreich: gute Radwege, viel entlang der Kanäle. Nur die Verpflegung wollte gut geplant sein .. Cafes und Supermärkte waren rar
    Olympische Ringe und Maskottchen auf Schaufenster eines Bestattungsinstituts
    Selbst auf dem Schaufenster eines Bestattungsinstituts fanden sich die Olympischen Ringe und das Maskottchen der Spiele
    Frau sitzt an einem Becken mit Wasser in Ax-les-Thermes
    Heißes Fußbad bei 30 Grad in Ax-les-Thermes – überraschend entspannend

    Weitere schöne und besondere Momente in 2024

    • Wie jedes Jahr hatten wir einige radreisende Gäste über die Organisation Warmshowers.
    • April in München: Im Zirkus-Krone-Bau hörten Thomas und ich einen Talk zwischen Eckard von Hirschhausen und dem Moderator Thorsten Otto.
    • Mehrfach war ich in Würzburg zu tollen Kulturveranstaltungen und machte leider keine Bilder: die Maestro-Impro-Theatervorstellung, die Nacht der offenen Museen im Kulturspeicher und „Der Meister und Margarita“ am Theater Neunerplatz.
    Zwei Frauen beim Wandern
    Ich besuchte ein Wochenende meine Freundin Antonia in Esslingen und wir unternahmen eine herrliche Wanderung im Remstal.
    Open Air Konzert
    Live auf der Scherenburg in Gemünden – Hannah Silberbach und Band
    Frau vor Infotafel
    Beim Familientreffen in Nördlingen liefen wir an meiner früheren Schule vorbei. Hier hatte ich die Ausbildung zur Erzieherin absolviert.
    Frau mit Weinglas bei Weinbergwanderung
    Genuss bei einer Weinprobe mit Weinbergswanderung
    Freiburg Augustinermuseum - Blick von der Galerie auf plastische Figuren
    Regenprogramm beim Besuch in Freiburg: Im Augustinermuseum gibt es imposante Architektur und Objekte
    Weihnachtskonzert
    Stimmungsvolles Jahresschlusskonzert in der Kirche in Marktheidenfeld

    Mein 2024-Fazit

    Worauf bin ich 2024 stolz?

    • Wir strichen gleich zum Jahreswechsel die Wohnetage frisch und sortierten dabei einiges aus. Das gab das Gefühl von gutem Neuanfang.
    • Mit fast allen Kindern in der Heilpädagogik ging es richtig gut vorwärts in der Entwicklung.
    • Meine Website hatte eine Performance-Verbesserung von über 80 % im Vergleich zum Vorjahr. Ich wurde wegen eines Blogartikels über Co-Regulation für eine Online-Fortbildung im nächsten Jahr gebucht.
    • Ich bin mit dem Fahrrad von zu Hause durch ganz Frankreich bis Andorra geradelt: Vom Main in die Pryrenäen
    • Dafür wollte ich mein Französisch aufpeppen und lernte sehr regelmäßig mit einer App. Für die Alltagsgespräche bin ich wirklich gut zurechtgekommen. Auch danach blieb ich noch dran am Lernen, wenn auch unregelmäßiger. Je suis fier! (= Ich bin stolz.)

    Was war die beste Entscheidung, die ich 2024 getroffen habe?

    • Meine Aufgaben-Planung für die Woche, meine Content-Planung und meine Projektplanung über das Jahr habe ich mit 2024 erstmals mit Trello erstellt. Daher habe ich viel mehr Struktur gewonnen, gleichzeitig Dokumentation erstellt und eine hervorragende Übersicht. Der Dank dafür gebührt Claudia Kauscheder, die den Kurs dazu anbot.
    • Die Kombination von Stressregulation und Kommunikationstraining ist eine vielversprechende Option für Fortbildungen für Kitas.

    Was habe ich 2024 über mich selbst gelernt?

    • Mein Jahresmotto „Fokus Verbundenheit“ begleitete mich stets im Hintergrund. Immer wieder reflektierte ich, wo und mit wem die Woche über ich Verbundenheit wahrgenommen hatte und wo dies schwierig gewesen war. Im kollegialen Miteinander, in einem intensiven Gespräch, aber auch in der Natur mit mir allein nahm ich diese Verbundenheit wahr. Sie ist mir wertvoll geworden und ich werde sie auch im kommenden Jahr im Blick bewahren.
    • In meinem Jahresrückblick 2023 schrieb ich, Weiterbildung bedeute für mich auch immer persönliche Weiterentwicklung. So ging es mir auch in diesem Jahr mit der Weiterbildung zur S-O-S Trainerin. Ich lernte mich und mein Nervensystem noch ein Stück besser kennen, konnte eigene Verhaltensweisen (aus der Vergangenheit und in aktuellen Situationen) nachvollziehen. Die Reflexion ermöglichte dann auch das Ausprobieren neuer Wege.
    • Ich wandere gern. Mein Mann weniger, außerdem war er allein noch einige Male länger unterwegs. So nutzte ich diese Wochenenden öfter mal, um allein irgendwo in der Nähe wandern zu gehen. Und ich genoß es. Meine Tour, Tempo, mein innehalten, meine Pause. Das darf auch 2025 so sein.
    Alte Mühle mit Bach
    Herbstliche Idylle beim allein Wandern im Spessart

    Welche wichtigen Lektionen hat mir 2024 mitgegeben?

    • Gesundheit ist ein fragiles Gut. Krankheit oder Verletzung kann jeden treffen, sie kommen überraschend und wir haben nicht immer Einfluss auf Behandlung, Verlauf oder Genesung. Ich gehe daher achtsam mit ihr um, prüfe Risiken und wäge ab, ohne mich von Sorgen einschränken zu lassen.
    • Die Demokratie ist in Gefahr. Das Erstarken der rechtsextremen Parteien in Deutschland, Europa und darüberhinaus bereitet mir echte Sorgen. Ich versuche, mit Haltung und Klarheit dem zu begegnen
    Heike Brandl mit Freundin auf Kundgebung Main-Spessart ist bunt
    Mit meiner Freundin Katharina in Karlstadt: Gegen Rechtsextremismus und für Demokratie eintreten

    Wofür bin ich 2024 besonders dankbar?

    • Verbundenheit Familie: Herausforderungen gibt es in jeder Familie. Mir war es ein Anliegen, die Bindungen zu stärken, Wert auf Nähe, gemeinsame Aktivitäten und offene Kommunikation zu legen.
    • Reisen: Mir ist das Privileg sehr bewusst, die Zeit und die finanziellen Möglichkeiten für unsere Reisen zu haben. Ich schätze die Bewegung in der Natur und das tiefe Erleben im Augenblick.
    • Das Jahr 2024 begann mit Verletzungen und Krankheiten. Umso mehr bin ich dankbar, dass die ganze Familie zum Jahresende gesund ist. Akute Infekte zählen nicht …

    Was waren meine größten Herausforderungen in 2024?

    • Immer wieder war ich durchaus frustriert, dass meine Kursangebote an VHS oder auch der selbst angebotene Online-Kurs mangels Teilnehmerinnen nicht stattfanden. Schließlich hatte ich Zeit und Energie in die Vorbereitung gesteckt. Gleichwohl war es manchmal eine Erleichterung, einen Termin weniger zu haben. In diesem Zwiespalt fand ich eine positive Sicht darauf: Mit meinem Angebot kann ich zeigen, was es bei mir gibt. Ich bin zuversichtlich, dass sich Menschen bei Bedarf daran erinnern und auf mich zurückkommen.
    • Das Marketing einer „One-Woman-Show“ ist eine stetige Herausforderung. Wie oft dachte ich mir, „eigentlich müsstest du jetzt für den Kurs x etwas posten“ und hatte dann noch was für die Heilpädagogik vorzubereiten, Rechnungen zu schreiben oder war lieber mit meinem Mann eine Runde radfahren. Die Konsequenz daraus: Pinterest sein lassen, Schwerpunkt Blog und Newsletter. 2025 eine neue Struktur entwickeln.
    • Mit den braunen Nacktschnecken in meinem Garten war es irgendwie wie mit den Rechtspopulisten: gegen sie ist kein Kraut gewachsen und was immer mir gegen sie einfiel, es war kaum wirksam. Konsequenz: Vielfalt fördern, Lebensraum für andere Tiere schaffen, Pflanzen auswählen, die die Schnecken nicht mögen. Grün ist die Hoffnung!
    Tigerschnegel auf Stein
    Schneckenalarm – aber das sind die Guten. Tigerschnegel fressen wohl die Gelege der Nacktschnecken.

    Was ist 2024 richtig gut gelaufen?

    Was lasse ich im Jahr 2024 zurück und nehme es nicht mit in 2025?

    • Mein Ehrenamt im Kirchenvorstand ging nach 12 Jahren im Oktober zu Ende. Ich hatte viele schöne Erlebnisse, Begegnungen und Projekte. Alles hat seine Zeit, sodass ich nicht länger kandidierte.
    • Pinterest-Marketing: Das fraß unfassbar viel Zeit und es kam nichts dabei heraus.

    Meine liebsten eigenen Blogartikel des Jahres 2024

    Mein 2024 in Zahlen

    • Webseiten-Besucher: 26.131 bei 30.792 Seitenaufrufen (2023: 13.800 bei 16.600 Seitenaufrufen)
    • Blogartikel veröffentlicht: 26 (2023: 31)
    • Höhe der Domain Authority 12 bei 315 Backlinks (2023: 10/206)
    • Anzahl Newsletter-Abonnenten: 328 bei 23 versendeten Ausgaben (2023: 213/25)
    • Google Klicks über Suche: 13.374 – Impressionen insgesamt: 623.499
    • Instagram-Follower: 368 (2023: 347)
    • Facebook-Fans: 268 (2023: 270)
    • LinkedIn-Follower: 218 (2023: 169)
    • Fahrrad-Km: 3543 (2023: 3588) – ohne die „Ich fahr mal kurz in die Stadt …“-Kilometer 😉
    • Lauf-Km: 266 (2023: 188)

    Mein Ausblick auf 2025

    Was ich 2025 anders machen werde

    Im Juli werde ich meine heilpädagogische Tätigkeit beenden. Ich wünsche mir weniger regelmäßige Verpflichtungen und mehr Freiheit für Projekte und Reisen.

    Erstmals seit Jahren wollen wir im August zu Hause bleiben und den Sommer hier genießen. Stattdessen wollen wir dann im Herbst erst in die Berge und später in den sonnigen Süden reisen.

    Frau vor sommerlichem Feld
    Radtour im Spessart – herrlich im Sommer

    Diese Abenteuer werde ich 2025 erleben

    • Slowenien
    • Schweiz
    • Sardinien

    Diese großen Projekte werde ich 2025 angehen

    • Übergang vom Arbeitsschwerpunkt Heilpädagogik zum Arbeitsschwerpunkt Seminar/Training/Coaching

    So kannst du 2025 mit mir zusammenarbeiten

    Meine 7 Ziele für 2025

    • Weiter geht es mit dem papierlosen Büro! Informieren, vertiefen, ordnen, vorbereiten für Projektarbeit auf Reisen.
    • Gesund bleiben. Viel Bewegung und frische Luft wie üblich mit Yoga, Joggen, Biken, Wandern, SUP … Außerdem will ich YinYoga kennenlernen und wieder Handstand üben. Dry January, zuckerfreier Februar – ich glaube, ich werde jedem Monat einen gesundheitlichen Schwerpunkt geben.
    • Verbundenheit gestalten. Mein Jahresthema 2024 soll aus der Phase von Reflexion in die Aktion kommen. Um das auszuführen, werde ich einen eigenen Blogartikel schreiben.
    • Performance verbessern: Anzahl der Webseitenbesucher und Newsletterabonnentinnen nochmal um 50 % steigern.
    • Ich werde eine eigene Blogparade starten.
    • Der Abschluss meiner heilpädagogischen Tätigkeit bedeutet natürlich pädagogische Abschlüsse, jedoch auch allerhand an bürokratischen Arbeiten. Änderungen auf der Website und vieles an Material auszusortieren werden folgen.
    • Und Action: Alle meine geplanten Seminare werden stattfinden!
    • Mein Motto für 2025 heißt:  Fokus setzt Grenzen – und öffnet Horizonte.
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