Autor: Heike Brandl

  • Was ist das Lingva Eterna Kommunikationsmodell?

    Was ist das Lingva Eterna Kommunikationsmodell?

    Kommunikationsmodelle gibt es verschiedene. Bestimmt hast du schon vom 4-Ohren-Modell (nach Friedemann Schulz von Thun) gehört, vielleicht auch von Modellen der Transaktionsanalyse, dem Neurolinguistischen Programmieren oder vom Modell Paul Watzlawicks. Sicher ist es nützlich zu wissen, dass sich manches unter der Oberfläche verbirgt, wie beim Eisberg-Modell von Sigmund Freud. Aber was nützen dir diese Modelle tatsächlich in einer realen Gesprächssituation?

    Ich stelle dir hier ein Kommunikationsmodell vor, das dich durch jedes einzelne Gespräch führt: Das LINGVA ETERNA Kommunikationsmodell.

    Was ist das LINGVA ETERNA Kommunikationsmodell?

    Dieses Modell besteht aus 5 Schritten, die ich hier kurz erläutere:

    1. Intention
      Der erste Schritt findet bereits vor Beginn eines Gesprächs statt. Mache dir bewusst, worum es dir geht. Was ist deine Absicht oder der Sinn dieses Gesprächs? Was willst du erreichen? Was ist also deine Intention? Manchmal folgen daraus noch weitere Fragen: Ist die Person vor dir die richtige Ansprechpartnerin? Ist jetzt die passende Zeit, der passende Ort?
    2. Ansprache
      Wähle je nach Situation die passende Ansprache. Dazu gehören eine Begrüßung, ein Ansprechen mit dem Namen, Blickkontakt. Manchmal sind ein paar Sätze „warm-up“ angemessen. Es ist gut, einen Augenblick innezuhalten, bis die Gesprächspartnerin ihre Aufmerksamkeit auf dich ausgerichtet hat.
    3. Rahmen
      Gib der Gesprächspartnerin eine Rahmeninformation. Worum geht es hier gerade? Hole sie ins Bild. Hier fasst du das in Worte, was du im Schritt 1 für dich geklärt hast.
    4. Diskurs
      Nun geht es in den Austausch. Du stellst deine Frage – die Gesprächspartnerin antwortet. Manchmal geht das eine Weile hin und her. Oder du erzählst etwas – der Gesprächspartner fragt nach.
    5. Abschluss
      Ist das Thema abgeschlossen oder das Gespräch neigt sich dem Ende zu, so finde einen runden Abschluss. Je nach Situation folgen hier ein oder mehrere Elemente: eine Zusammenfassung des Besprochenen, gute Wünsche, ein Dank, eine weitere Verabredung, ein Abschiedsgruß.

    Wie sieht die praktische Anwendung aus?

    Situation Kinderzimmer: Dein 4jähriges Kind spielt morgens vertieft mit seinen Bausteinen. Du willst es nun in die Kita bringen.

    1. Intention: Dein Kind soll zügig in die Garderobe kommen, so dass ihr euch anziehen und gehen könnt.
    2. Ansprache: Gehe zu ihm ins Kinderzimmer, begib dich auf Augenhöhe und sprich es an: „Tim, – (Pause) ah, ich sehe, dass du wieder eine Garage für die Feuerwehr baust.“ (Pause – vielleicht kommentiert Tim nun auch).
    3. Rahmen: „Jetzt ist es Zeit für den Kindergarten. Heute Nachmittag wirst du weiterbauen können.“
    4. Diskurs: „Bitte komm jetzt mit in die Garderobe! (optional z.B.: „Schau, heute ist Regenwetter. Was brauchst du denn da zum Anziehen?“ – oder: „Magst du mit deiner Freundin Mila im Kindergarten auch was bauen?“) – So kommt das Gespräch in einen Fluss.
    5. Abschluss: „So, nun sind wir beide startklar. Lass uns losgehen.“

    Situation E-Mail schreiben:

    1. Intention: Du willst eine Versicherung kündigen.
    2. Ansprache: „Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, „
    3. Rahmen: „ich habe bei Ihnen eine Reiseversicherung mit der Vertragsnummer 1234567.“
    4. Diskurs: „Hiermit kündige ich diese Versicherung fristgerecht zum 18.01.22 (Ende des Versicherungsjahres).“
    5. Abschluss: „Mit freundlichem Gruß“
    Heike Brandl - E-Mails wirksam und wertschätzend schreiben

    Situation Stadtbummel: Du bist mit deinem Partner unterwegs beim Einkaufen und hast Lust auf Kaffee und Kuchen.

    1. Intention: Du willst ins Café gehen.
    2. Ansprache: „Matthias, …
    3. Rahmen: „… wir sind schon eine Weile unterwegs. Ich brauche eine Pause und habe Lust auf Kaffee und Kuchen.“
    4. Diskurs: „Wie ist es mit dir? Hast du auch Appetit?“ – Matthias hat zwar auch Lust auf Kuchen, will aber lieber zu Hause noch das Biathlon-Rennen anschauen. Ihr einigt euch darauf, beim Bäcker Kuchen mitzunehmen.
    5. Abschluss: „Gut, dann lass uns einen Kuchen holen und die übrigen Sachen nächsten Samstag erledigen.“

    Das letzte Beispiel zeigt: Es geht nicht darum zu gewinnen und die eigene Absicht durchzusetzen. Es geht darum, präsent, klar und wertschätzend Gespräche zu führen. Wichtig ist es, im Dialog zu bleiben.

    Missverständnis zwischen zwei Personen
    Missverständnisse?

    Was passiert, wenn du einzelne Schritte weglässt?

    1. Die Intention fehlt: Nehmen wir an, du sagst zu deinem Kind im Kinderzimmer „Wie siehts denn hier aus?“- Was wird dann wahrscheinlich passieren? Ein fragender Blick deines Kindes, schließlich fühlt es sich zum Spielen so wohl. Sonst nichts. Willst du morgens um halb acht wirklich eine Diskussion über Ordnung im Kinderzimmer anfangen? Nein? Dann lass es einfach. Atme durch und begib dich in die Perspektive des Kindes.
    2. Die Ansprache fehlt: Hast du auch schon mal eine Frage oder Aufforderung in den Raum gerufen und dich gewundert, dass keine Reaktion gefolgt hat? Das liegt daran, dass du keinen Kontakt hergestellt hast. Nehmen wir das Beispiel mit dem Kind von oben. Rufst du aus dem Bad „Anziehen, wir müssen los.“ so fehlt hier der Kontakt. Das Kind fühlt sich nicht angesprochen und wird auch kaum reagieren. Es ist vertieft in sein Spiel. Oft geht es dann weiter: „Kannst du nicht hören? …“ Dabei war es erstmal dein Fehler.
    3. Der Rahmen fehlt: Versäumst du es, deiner Versicherung die Vertragsnummer mitzuteilen, wird sie nachfragen. Es entsteht ein Mehraufwand auf beiden Seiten und womöglich läuft sogar die Frist ab.
    4. Der Diskurs fehlt: Sagst du deinem Partner nur „Ich brauche eine Pause.“ kann er auch annehmen, dass du eine Weile auf die Parkbank sitzen willst.
    5. Diskurs und Rahmen sind vertauscht: Nehmen wir an, du hast eine Reklamation bei einem Handwerker und rufst an: „Das geht so überhaupt nicht, Sie haben die Anschlüsse vertauscht und da müssen Sie nochmal herkommen und das richtig machen. Es geht um die Baustelle in der Ahornstraße 22, …“ Selbsterklärend, oder? Natürlich will die Firma erstmal wissen, worum es geht.
    6. Der Abschluss fehlt: Hattest du schon mal nach einem Gespräch das Gefühl, dass etwas Wesentliches gefehlt hat? Oftmals handelt es sich dabei um den Abschluss. Ihr habt versäumt, Absprachen nochmal zu wiederholen oder auch zu sagen: „Hm, da kommen wir heute nicht weiter. Lass uns nächsten Montag nochmal darüber sprechen.“
    Bild: Heike Brandl mit Foto des LINGVA ETERNA Kommunikationsmodells

    Wer hat das LINGVA ETERNA Kommunikationsmodell entwickelt?

    Die Sprachwissenschaftlerin Mechthild von Scheurl-Defersdorf begründete in den 1990er Jahren das LINGVA ETERNA Kommunikationskonzept. Es beruht auf den den drei Säulen Präsenz, Klarheit und Wertschätzung. Seit 2004 entwickelte sie es gemeinsam mit dem Arzt und Neurowissenschaftler Dr.med. Theodor von Stockert weiter.

    Mit dem Konzept für mehr Präsenz in Gesprächen, Klarheit im Ausdruck (Wortschatz, Satzbau, Grammatik) und Wertschätzung gegenüber den Gesprächspartner:innen ließ sich die Kommunikation schon wesentlich verbessern. Von Stockert merkte jedoch, dass noch etwas entscheidendes fehlte: Eine Struktur, die durch den Kommunikationsprozess führt.

    Von Stockert war langjähriger Leiter einer Klinik und nach seiner Pensionierung als Ausbilder am LINGVA ETERNA Institut in Erlangen tätig. Er entwickelte mit seinem Hintergrund aus Neurobiologie und seiner jahrelangen Erfahrung aus Seminaren und Ausbildungen 2015 das praxisorientierte Modell.

    Willst du lernen, damit zu kommunizieren?

    In diesem Artikel habe ich einfache Beispiele für die Anwendung ausgewählt. Wie überall ist es sinnvoll, eine neue Technik oder Kompetenz erstmal in Standard-Situationen anzuwenden und einzuüben. Erst mit einiger Sicherheit wird es dir gelingen, auch herausfordernde Situationen damit zu meistern. Und falls es nicht sofort funktioniert: Frage dich, ob du wirklich alle Schritte gegangen bist?

    • Ist deine Intention klar gewesen?
    • Hast du einen guten Kontakt hergestellt und deinen Gesprächspartner angesprochen?
    • Hast du ihm eine Rahmeninformation gegeben?
    • Seid ihr im Diskurs gewesen?
    • Habt ihr einen guten Abschluss gefunden?

    Brauchst du mehr Unterstützung für deine Kommunikation? Ich habe meine Ausbildung zur Sprach- und Kommunikationstrainerin bei Mechthild von Scheurl-Defersdorf und Dr. Theodor von Stockert gemacht.

    Es ist noch kein Kommunikationsmeister vom Himmel gefallen. Auch ich habe die Bausteine einer klaren und wertschätzenden Kommunikation gelernt. Das wird auch dir gelingen.“

    Heike Brandl

  • Wie du zu einem guten Sprachvorbild wirst – Eine Anleitung

    Wie du zu einem guten Sprachvorbild wirst – Eine Anleitung

    Ich werde immer wieder gefragt, wie Eltern die Sprachentwicklung ihres Kindes gut unterstützen können. Nun habe ich dazu eine Anleitung geschrieben, wie Eltern ein gutes Sprachvorbild werden.

    Brauchen Kinder Sprachvorbilder? Klar! Kennst du das Experiment, welches Kaiser Friedrich II. im 12. Jahrhundert mit Säuglingen machen ließ? Er wollte die Ursprache der Menschheit herausfinden und verbot daher Pflegerinnen von neugeborenen Kinder mit den Säuglingen zu sprechen. Trotz guter Pflege starben die Kinder. Ansprache ist für Kinder daher mehr als notwendig um eine Sprache zu lernen. Das Sprechen mit Kindern ist Grundlage aller Entwicklung.

    Wissenschaftliche Untersuchen zeigen, dass Menschen sehr stark durch Nachahmung lernen. Egal ob es um Bewegungsabläufe, Verhaltensweisen oder eben Sprache geht – der Mensch hat eine hohe Imitationsfähigkeit und das scheint eine besonders wirksame und schnelle Art des Lernens zu sein. Kinder lernen also am Modell.

    Info Box – Leichte Sprache

    Kinder lernen das Sprechen von anderen Menschen.
    Die anderen Menschen sollen gut sprechen.
    Gut bedeutet:
    Die Menschen brauchen eine gute Verbindung zum Kind.
    Sie sollen echten Kontakt mit dem Kind haben.
    Sie sollen deutlich sprechen.
    Sie sollen normal sprechen.
    Der Gesichts-Ausdruck kann helfen.
    Gebärden können auch helfen.

    Was kannst du mit einem guten Sprachvorbild erreichen?

    Als Leser:in meines Blogs ist dir eines bewusst: Sprache ist Schlüssel zur Welt. Sprache ist die Grundlage allen Wissenserwerbs, mit Sprache schaffen Menschen Beziehungen, sie ist Träger der Kultur und vieles mehr. Egal ob das Kind später im Einzelhandel arbeitet, als Ingenieur*in mit Kundinnen und Lieferanten zu tun hat oder Erzieher*in wird: Kommunikation wird überall gleichermaßen wichtig sein. Da ist es doch schlau, schon früh die Grundlagen dafür zu legen.

    Ich wünsche mir, dass Menschen klar und wertschätzend miteinander kommunizieren. Das vermeidet Missverständnisse und Ärger, das stärkt Beziehungen und – würden das alle Menschen auf der ganzen Welt tun, wäre die Welt sicher eine friedlichere.

    Gehen wir also von zwei Annahmen aus:

    • Kinder lernen an deinem Vorbild.
    • Du bist ihnen sprachlich ein gutes Vorbild.

    Dann werden Kinder eine klare, wertschätzende und friedliche Sprache lernen. Das ist ein wesentlicher Baustein für ein gutes Leben.

    Wer ist für das Kind sprachliches Vorbild?

    Es ist ganz einfach, wenn ich erstmal frage: Wer ist kein Sprachvorbild für das Kind? Da wird dir schnell klar: Die Nachbarin, mit der ihr selten redet, der Onkel, der dreimal im Jahr aufkreuzt, das sind keine Sprachvorbilder. Sie hinterlassen zu wenig Eindruck, sie haben für das Kind wenig Bedeutung.

    Anders hingegen ist es mit den Bezugspersonen: Eltern und pädagogische Fachkräfte kommen einem als erste in den Sinn. Jedoch sind hier auch andere Menschen gemeint, mit denen das Kind viel Zeit verbringt, die für es relevant sind. Das kann die Oma genauso sein, wie ein anderes Kind aus der Kita. Daher kommen manchmal eben auch Schimpfwörter in den Wortschatz des Kindes.

    Beispiel: Wenn die heißgeliebte Oma stets sagt: „Gib mir mal den Butter!“ kannst du noch so oft sagen „Das heißt ‚die Butter‘.“

    Kommt der oben genannte Onkel jedoch oft und jedes Mal mit einem Dinosaurier-Buch oder einer Spielfigur und nimmt sich entsprechend Zeit, mit dem Kind zu lesen und zu spielen, kann er durchaus zum Sprachvorbild werden.

    4 Dinosaurier Bildkarten für Kinder
    Viele Kinder lieben Dinos – und lernen bereitwillig ihre Namen

    Was bedeutet es, ein gutes sprachliches Modell zu sein?

    Ich beginne wieder mit der Frage: Was bedeutet es nicht? Und ich gebe dir gleich die Antwort: Du machst keine Sprachtherapie. (Wobei die Sprachtherapeut*in selbstverständlich auch ein gutes Sprachvorbild sein wird.) Hat dein Kind eine Sprachentwicklungsverzögerung, eine Auffälligkeit in der Aussprache oder Grammatik oder eine Sprachentwicklungsstörung, wird ein gutes Sprachvorbild nicht ausreichen. Dann braucht dein Kind zusätzliche Unterstützung in Form von Therapie.

    Dennoch braucht es ein gutes Sprachvorbild von dir und anderen Bezugspersonen. Ihr bildet gemeinsam den Nährboden, auf dem die Therapie Früchte tragen kann. Ihr schafft die Situationen, die den Transfer des in der Therapie gelernten in den Alltag ermöglichen.

    Das heißt, als Sprachvorbild orientierst du dich am Alltag des Kindes. Du brauchst keine künstlichen Situationen oder Übungssequenzen erfinden, um etwas zu trainieren. In der Pädagogik sprechen wir heute von der alltagsintegrierten Sprachförderung. Sie orientiert sich an den Interessen des Kindes, an Situationen, Dialogen und Handlungen, die sich ergeben sowie an der Lebenssituation des Kindes.

    Beispiel: Du merkst, dass dein Kind gerade die Pluralbildung lernt. Beim Memory-Spiel kannst du hier ganz einfach mit vollständigen Sätzen deine Handlungen begleiten: „Ja, jetzt habe ich endlich die zwei Schneemänner gefunden.“

    Beispiel: Dein Kind beobachtet dich beim Wäsche sortieren und will helfen. Hier gibt es viele Möglichkeiten, Größen, Farben und Muster zu beschreiben und so den Wortschatz zu erweitern.

    Sprachvorbild sein bedeutet in erster Linie, Freude am Sprechen zu vermitteln. Kinder (und Erwachsene übrigens auch) lernen leicht, wenn das Lernen Freude macht. Das schließt Druck und Kritik aus. Das schließt jedoch ein, dass ich als Gesprächspartnerin signalisiere, dass ich gerne mit dem Kind spreche, dass mir der Dialog wichtig ist. Ein feinfühliger Dialog entsteht, wenn ich das Kind in seiner Persönlichkeit achte, es gleichwürdig schätze und auf seine Äußerungen – unabhängig von sprachlicher Korrektheit – eingehe.

    Beispiel: Das Kind berichtet aufgeregt aus der Kita „Dann hab ich so einen drosen Täfer defunden.“ und jemand sagt „Das heißt ‚großen Käfer gefunden‘!“ – Glaubst du, das Kind wird weiter erzählen? Wohl kaum. Ein feinfühliger Dialog führt weiter, z.B. so: „Welche Farbe hatte denn dieser große Käfer?“

    Wichtig ist außerdem, dass deine Sprache authentisch ist. Auch Dialekt ist in Ordnung, denn sonst müsstest du dich verstellen und das Kind würde das merken. Du wirst sicher Bücher in Hochdeutsch vorlesen, im Fernsehen ist es zu hören usw. Bis zum eigenen Lesen und Schreiben wird Kind wird noch viele Gelegenheiten haben, Hochdeutsch zu lernen.

    Fünf Tipps, um ein gutes Sprachvorbild zu werden

    Aus meiner Erfahrung als Sprach- und Kommunikationstrainerin und Heilpädagogin habe ich meine fünf grundlegenden Tipps für dich zusammengestellt:

    Tipp Nr. 1: Haltung

    • Überprüfe deine Haltung zu Gesprächssituationen mit deinem Kind.
    • Sei deinem Kind ein gutes Beispiel in Bezug auf Zuhören. Nur dann kannst du dasselbe auch von ihm erwarten.
    • Bring eine gesprächsanregende Fragehaltung mit und stelle offene Fragen.
      Beispiel: „Was hast du gemacht, nachdem dich Tim geschubst hatte?“
    • Lass deinem Kind ausreichend Zeit für Antworten bzw. Dialog.
    • Vermittle ihm Zuversicht in Bezug auf seine Entwicklung.
      Beispiel: „Du wirst das noch lernen.“

    Tipp Nr. 2: Präsenz

    • Erkenne gute Gesprächssituationen im Alltag und leg dein Smartphone öfter zur Seite. Dein Kind ist wichtiger als Social Media.
    • Stelle Blickkontakt her, bevor du dein Kind ansprichst. Halte den Blickkontakt so gut es geht, erzwinge ihn jedoch nicht. Ich weiß, beim Autofahren oder anderen Tätigkeiten könnt ihr dennoch im Dialog bleiben. In heiklen Gesprächen kann der Abbruch des Blickkontakts zu Verunsicherung führen.
    • Stelle echten Kontakt her, indem du das Kind mit dem Namen ansprichst.
    • Zeige deine Emotionen in authentischer Sprache.
      Beispiel: „Ich bin gerade ziemlich sauer, das habe ich mir anders vorgestellt!“

    Tipp Nr. 3: Klarheit

    • Stelle keine Fragen, wenn Aufforderungen gemeint sind. Beispiel: anstatt „Warum fährst du schon wieder durch das Beet?“ – lieber „Tom, bleib mit dem Roller auf dem Weg!“
    • Verzichte auf Ironie im Vorschulalter. Das können Kinder in diesem Alter nicht richtig verstehen.
      Beispiel: anstatt „Na das hast du ja toll hingekriegt!“ – lieber „Oh je, jetzt ist das Auto kaputt!“
    • Es gibt Kinder, die mit vier Jahren sämtliche Dinosauriernamen oder Automarken kennen. Was sollte sie daran hindern, auch Bäume, Musikinstrumente, Vögel oder anderes zu lernen? Kannst du sie dafür begeistern? Erweitere frühzeitig den Wortschatz und lass Vereinfachungen weg.
      Beispiel: statt „Gib mir mal das!“ – „Gib mir bitte die Zucchini!“
    Bild: Frau liest mit kleinem Mädchen in einem Buch
Text: Anleitung Sprachvorbild werden - 5 Tipps

    Tipp Nr. 4: Wertschätzung

    • Bindung und gute Beziehungen entstehen durch Wertschätzung und gemeinsames Erleben. Auf dieser Basis ist Lernen möglich, auch das Lernen von Sprache.
    • Schenke dem Kind also Aufmerksamkeit und Zuwendung. Und wenn dies gerade nicht möglich ist? Dann sag ihm das so wertschätzend, wie du es auch einem Erwachsenen gegenüber tun würdest. Sicher erwartest du das gleichermaßen von deinem Kind.
    • Sprich so natürlich wie möglich mit deinem Kind. Du brauchst weder lauter noch langsamer sprechen, du brauchst Wörter nicht extra betonen und du brauchst auch nicht dazu auffordern, etwas richtig zu sagen. Kinder wollen als „normale“ Menschen wahrgenommen werden.
    • Zum Umgang mit Sprachentwicklungsstörungen habe ich noch einen Buchtipp: „Korrigier mich nicht!“ von Bärbel Koch (unbezahlte Werbung aus Überzeugung), einer Logopädin, die hier eine ganz klare Haltung vertritt: Korrigieren verwirrt die Kinder im Lernprozess.

    Tipp Nr. 5: Mimik und Gestik

    • Kinder brauchen nonverbale Unterstützung im Sprachlernprozess. Sie können früher mit den Händen kommunizieren als mit der Stimme. Heute begleiten pädagogische Fachkräfte Kinder in der Kleinkindgruppe mit Babygebärden. Auch komplexe Lieder lernen Kinder leichter mit den passenden Gebärden dazu.
    • Das erweitert nicht nur den Wortschatz oder verankert Reihenfolgen im Lied besser, das gibt dem Kind auch die Möglichkeit eigene Bedürfnisse auszudrücken. Bitte unterstütze das.
    • Achte auf Authentizität in deiner Mimik. Bring deine Freude ebenso zum Ausdruck wie deine Verärgerung. Ich erinnere hier nochmal an das Beispiel von der Ironie. Bei „Toll!“ erwarten wir üblicherweise Bestätigung auch durch die Mimik. War das jedoch ironisch, ist es für das Kind verwirrend, wenn der Erwachsene vorwurfsvoll schaut.
    • Mit deiner Mimik kannst du das Kind leicht ermuntern, motivieren oder bestätigen. Nutze das noch öfter als Lob und verbale Bestätigung.

    Noch mehr Tipps und Beispiele findest du in meinem PDF Wertschätzen statt loben leicht gemacht für Eltern und pädagogische Fachkräfte. Mit der Anmeldung zu meinem Newsletter „Sprachnachrichten“ kannst du es dir herunterladen.

    Mockup für ein PDF zum Thema Loben

    Fazit

    Ein gutes Sprachvorbild ist für das Kind eine wertvolle Unterstützung im Sprachlernprozess – gleichgültig, ob es die Lernschritte im typischen Alter und Reihenfolge durchläuft oder ob es eine Sprachentwicklungsverzögerung oder -störung hat. Bei dir lernt dein Kind den Wortschatz, den Satzbau und die Grammatik, die Sprachmelodie und das Sprechtempo, das Zuhören, das Ausreden lassen, das Fragen stellen und das Antworten. Es lernt also alles über die Sprache und die Interaktion. Vor allem jedoch lernt es die Freude am Sprechen.

    Brauchst du Unterstützung in deiner Reflexion? Ich begleite dich gerne in diesem Prozess.

    PS: Präsenz, Klarheit und Wertschätzung sind übrigens die drei Grundpfeiler des LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzepts.

  • Monatsrückblick Januar 2022 – Neustart

    Monatsrückblick Januar 2022 – Neustart

    Die neue Website ist am Start, das neue Logo ist fertig und ich habe ein paar neue Kinder in der Heilpädagogik. Eine neue Rubrik hab ich mir auch überlegt. Was sonst noch so los war zeigen dir die Bilder.

    Hier kommt die neue Website

    Bitte frag mich nicht, wie viele Stunden ich im Januar für den Aufbau der neuen Website mit WordPress investiert habe. Manchmal bin ich selbst erstaunt, dass ich mir das einfach zugetraut habe. Durch die Erfahrungen mit den früheren Seiten (wobei das Baukastensystem natürlich kein Vergleich war), solider Englisch-Kenntnisse und hervorragendem Support der Technik-Werkstatt von The Content Society bin ich schon sehr weit gekommen.

    Die meisten Seiten habe ich schon erstellt, Grundeinstellungen für Farben und Schriften habe ich bereits vorgenommen. Ich meine: Die 80 %-Lösung ist besser als keine Lösung und so bin ich fürs erste ganz zufrieden mit dem Status. Natürlich gibt es noch etliche Feinheiten umzusetzen, doch das wird schon.

    Die reinste Fleißarbeit war es, meine neue E-Mail-Adresse überall in den Accounts, bei Versicherungen, Bildungsträgern, Kund:innen und sozialen Medien zu ändern. Ich bin froh, dass ich mit Hilfe eines Passwort-Managers dabei einfach der Reihe nach vorgehen konnte. Wann ich die Zeit dafür fand? Ein verregnetes Wochenende …

    Was mein neues Logo alles für mich bedeutet

    Das schrieb ich meiner Grafikerin, Sabine Stärker-Bross von wirk-raum, nachdem ich das neue Logo ausgewählt hatte:

    Liebe Sabine, ich danke dir für die schönen Logo-Entwürfe. Wie gut, dass ich dir von der Bedeutung der Hand als mein Symbol erzählt habe. Das ist eindeutig das Logo, welches für mich ausgezeichnet passt. Die anderen sind auch hübsch, … Das Logo mit den Händen impliziert aber noch viel mehr: Wahrnehmung (taktil) – Bindung – Beziehung – Interaktion – berühren (auch im übertragenen Sinn) – begleiten – gemeinsam – kooperieren. Und mit der Blüte kommt noch Wachstum und Entwicklung dazu. Außerdem finde ich es schön, dass da alle 5 Farben drin sind. Wunderbar.

    Ich freue mich riesig über mein neues Logo. Es bedeutet mir viel, dass Sabine es für mich ganz persönlich entworfen hat. Du siehst das Logo als Beitragsbild mal etwas größer.

    Ich liebe die Farben und bin unterwegs, um sie in der Natur zu entdecken

    Neue Kinder in der Heilpädagogik

    Im Januar habe ich mit einem weiteren Integrationskind in einer Kita begonnen. Die Kita und die Fachkräfte kenne ich bereits von früheren Einsätzen und so ist mir vieles vertraut. Dieses Kind begleite ich vor allem im Spielen, der Interaktion und Kommunikation mit anderen Kindern. Ich freue mich, dass wir schon einen guten ersten Draht zueinander aufbauen konnten und gemeinsam Spaß haben. So geht Lernen leicht.

    Ein anderes Kind kam im Rahmen einer heilpädagogischen Förderung für Schulkinder dazu. Aufgrund der Art der Behinderung wurde diese Maßnahme vom Jugendamt gewährt. Das Kind bekommt zusätzlich Förderung zur Teilhabe in Bereichen wie Aufmerksamkeit, Selbstregulation, Feinmotorik. Gelegentlich kommt es vor, dass Kinder, die bis zur Einschulung in meiner Praxis Frühförderung hatten, auch als Schulkinder noch einmal heilpädagogische Förderung erhalten. So war auch dieses Kind schon vorher bei mir und wir kennen uns gut.

    Willst du mehr über meine Arbeit in der Heilpädagogik wissen?

    Diese Blog-Artikel schrieb ich im Januar 2022

    Im Januar gab es einige Artikel, die typischerweise alle Jahre wieder anstehen. Im Februar will ich wieder ein paar Fachartikel schreiben.

    Und was war sonst noch so im Januar 2022

    • Kleines Familienfest: Die Schwägerin feierte 60. Geburtstag und wir hatten alle ewig nicht gesehen. So fuhren wir mal auf ein Mittagessen nach Erding… Wie schön, mit allen gesund und munter ein wenig zu feiern.
    • Nur einmal konnten wir zum Langlaufen. Dafür fuhren wir in die Rhön ans Loipenzentrum Rotes Moor. Es war schon später Nachmittag, daher sind die Fotos ein wenig dunkel. Trotzdem, ein Traum …

    Meine Bücher des Monats Januar 2022

    Eine neue Rubrik soll es nun noch geben: Ich teile hier meine Entdeckungen des Monats, Fachbücher und Belletristik – wenn sie besonders lesenswert sind.

    • Stephan Josef Dick, Iris Dick, Gertraud Wegst „Wertschätzung – Wie Flow entsteht und die Zahlen stimmen. Impulse und Praktiken zur Gestaltung gelingender Zusammenarbeit“
      Rezension: Das war und ist ein echtes Arbeitsbuch, ich habe über ein Jahr damit gebraucht, es auch immer wieder ruhen lassen und dennoch ist es so wertvoll und bietet einen riesigen Schatz an Tools, Fragen und Methoden.
    • Bärbel Koch „Korrigier mich nicht!“ – Sprechen lerne ich von selber
      Rezension: Eine Logopädin beschreibt leicht und verständlich, wie du dein Kind auf natürliche Weise in seinem Spracherwerb begleiten und unterstützen kannst – gehirngerecht und bindungsorientiert. Großartig!

    Ausblick Februar 2022

    • Fortbildung für Kita-Fachkräfte zum Thema Wahrnehmung
    • Website: Alle Seiten sind fertig, das Design steht, alle Funktionen laufen.
    • Newsletter: Umzug zu neuem Anbieter
    • Entwurf Flyer und Visitenkarte
    • VHS Workshop „Eltern im Labyrinth der Sprache“
  • Es gibt kein Leben ohne Werte. Das sind meine.

    Es gibt kein Leben ohne Werte. Das sind meine.

    Werte sind in aller Munde, ob Politik oder Betrieb, ob Teamzusammenarbeit oder im Coaching. Wofür ich stehe und welche Werte mir in unserer Zusammenarbeit wichtig sind: 

    1. Dankbarkeit

    Dankbarkeit ist für mich eine innere Haltung und nicht an Bedingungen geknüpft.

    Ich bin dankbar für alles, was ich habe lernen dürfen, um es an dich, meine Klient:in oder Kund:in, an Eltern und Kinder weiterzugeben. Ich bin dankbar für das, was ich in den unterschiedlichen Situationen mit euch erlebe und erfahre – ob Freud, ob Leid – ob Lernen, Spielen, Erkenntnisse, Anstrengung oder Leichtigkeit. 

    2. Beharrlichkeit

    Beharrlichkeit beschreibt ein Durchhaltevermögen, ein Ziel konsequent zu verfolgen. Dazu braucht es Leidenschaft, Ausdauer, Standfestigkeit, Zielstrebigkeit. 

    Ich habe gelernt, dass die Selbständigkeit kein Sprint sondern eher ein Marathon ist. Bei meinen Angeboten für dich gilt das ebenso: Ob du deine eigene Sprach- und Kommunikationsfähigkeit weiter entwickeln willst oder dein Kind zu mir in die Frühförderung schickst – das sind Prozesse, die ebenso Beharrlichkeit brauchen. Auf beiden Seiten – für mich als Coach und Trainerin oder als Heilpädagogin (dabei bin ich letztendlich auch Coach) ebenso wie für dich. Und auch wenn du für dein Team ein Seminar buchst – sei dir darüber im klaren, dass die Umsetzung des Gelernten Zeit und Begleitung braucht. 

    3. Empathie

    Das ist eine ganz wichtige Basis meines Handelns als Trainerin, Coach und Heilpädagogin: das Interesse und die Kompetenz, mich in Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale meines Gegenübers einzufühlen, sie zu erkennen und zu verstehen. Und mir ist eines klar: 

    Es gibt in einem anderen Menschen nichts, was es nicht auch in mir gibt. Dies ist die einzige Grundlage für das Verstehen der Menschen.“

    Erich Fromm

    Daher reflektiere ich auch stets meine Anteile an den Prozessen in meiner Arbeit, bin im Austausch mit Kolleg:innen der unterschiedlichen Professionen und achte auf mein Wohlbefinden – das halte ich für eine wichtige Voraussetzung um empathisch auftreten zu können. 

    4. Gelassenheit

    Ich nutze und brauche die innere Ruhe als Ausstrahlung im Umgang mit den Kindern in der Heilpädagogik ebenso wie in herausfordernden Situationen im Seminar. Das ermöglicht es mir, Situationen einerseits sachlich und andererseits empathisch zu erfassen und entsprechend damit umzugehen. 

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

    Karl Niebuhr

    Alternativ kann ich die Gelassenheit auch so beschreiben:

    Love it, change it or leave it. 

    Das heißt also nicht, alles so hinzunehmen wie es ist. Das heißt für mich, gemeinsam pragmatische Lösungen zu finden oder auch den (aktuell) bestmöglichen Umgang mit den Gegebenheiten zu entwickeln. 

    5. Nachhaltigkeit

    Nachhaltigkeit ist aktuell ein ganz wichtiger Wert, wenn es um Klimawandel, Wirtschaft und Ressourcen geht. In diesem Zusammenhang meint sie ein ethisches und verantwortungsvolles Handeln im Sinne des Gemeinwohls. Das ist auch mir wichtig. Ich nutze beispielsweise häufig das Rad anstatt des Autos und ernähre mich vegetarisch (weitgehend vegan). 

    Im beruflichen Zusammenhang bedeutet es für mich jedoch auch, dass meine Angebote eine nachhaltige Wirkung erzielen und nicht nur wie ein abgebranntes Feuerwerk verpuffen. In Seminaren ist mir daher der Transfer wichtig, die Alltagsbezogenheit und der praktische Nutzen. Gehirnorientiertes Lernen beinhaltet sowohl bei Kindern wie Erwachsenen einige wesentliche Elemente: Wiederholung und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit in positiver, freudvoller Atmosphäre.

    6. Nächstenliebe

    Nächstenliebe meint die bewusste oder intuitive Entscheidung für ein Gegenüber, das respektvolle, würdevolle gegenübertreten, eine Begegnung voller Wertschätzung und Zuneigung. Es schließt ein, für Mitmenschen mitfühlend da zu sein. Sicher gründet die Nächstenliebe im christlichen Glauben, den ich auch vertrete, doch sie gilt allen Menschen.

    Für mich bedeutet sie, alle Menschen gleichwürdig zu betrachten – ob groß, ob klein, ob von nah oder fern, ob schlau oder nicht. Ein Ausdruck dessen ist für mich auch, mich für Inklusion, Diversität und gegen Adultismus zu positionieren.

    7. Präsenz

    Präsenz bedeutet im „Hier und Jetzt“ zu sein, um eine bestimmte Wirkung zu erzeugen. Das heißt in meiner Arbeit, aufmerksam zu sein für aktuelle Bedürfnisse, für zwischenmenschliche Spannungen, für Ressourcen oder eben auch die Sprache meines Gegenübers. Präsenz ermöglicht mir, klar zu benennen, was ist und  adäquat zu reagieren. Das gibt Sicherheit, Stabilität und ermöglicht Entwicklung.

    8. Transparenz

    Transparenz ist eine Basis für Vertrauen. Und das brauche ich grundlegend in meiner Arbeit mit Klient:innen und Familien. Was bedeutet Transparenz bei mir? 

    • Ich gebe dir gerne Einblick in meine Arbeitsweise und Methodik in Coaching und Heilpädagogik.
    • Ich bin auf deine Offenheit und Ehrlichkeit angewiesen, damit unsere Zusammenarbeit funktioniert.
    • Berichte für Kostenträger und weitere Dritte in der Heilpädagogik bekommen die Familien selbstverständlich auch.
    • Der Datenschutz hat einen hohen Stellenwert. Dazu findest du alles Wichtige in der Datenschutzerklärung.

    9. Zuversicht

    Meine Grundhaltung ist Zuversicht. Ich vertraue darauf, dass mein Leben ein gutes Leben ist und sein wird. Ich glaube an positive Entwicklung in der Zukunft, sowohl was meine Arbeit im allgemeinen anbelangt, als auch einzelne Klient:innen oder Kinder aus meinem heilpädagogischen Arbeitsfeld. Wieso ich mir da so sicher bin? Das zeigen meine Erfahrungen. Meine Haltung und die meines Umfeldes führte bislang immer dazu, dass wir z.B. Entscheidungen trafen, die sich letztendlich als gut herausgestellt haben. 

    Der Blick in die richtige Richtung gelingt mir außerdem mit einer positiven Sprache. Das kannst auch du lernen.

    Wow, du hast bis zum Ende gelesen. Ich danke dir. Das verstehe ich als echte Wertschätzung meiner Arbeit.

    Vielleicht fragst du dich, warum ich die Wertschätzung an sich nicht als Wert in der Zusammenarbeit benenne. Das liegt daran, dass sie nicht als Wert, sondern als ganzes Wertesystem gilt, das mit unterschiedlichen Werten gefüllt werden kann. 

    Mir liegt die Wertschätzung am Herzen und viele meiner Werte passen in dieses System. Mit meinen Angeboten will ich an unterschiedlichen Stellen darauf hinwirken, dass die Wertschätzung im Alltag mehr gelebt wird.

    PS: Willst du dich auch mal intensiver mit Werten befassen? Bei Frank Sauer von der Values Academy gibt es jede Menge Inspiration.  

  • Fun Facts über mich

    Fun Facts über mich

    Jeder Mensch ist besonders. Was im beruflichen Alltag oft zu kurz kommt, und doch die Persönlichkeit prägt(e), sind die vielen Kleinigkeiten. Was wir mögen oder eben nicht, welche Hobbies wir pflegen und welche Überzeugungen wir vertreten. Welche Art von Reisen wir mögen und was wir essen. Hier sind meine Fun Facts – das was mir so einfiel in einer knappen Stunde. Und natürlich ist die Liste kurioser und (un-)nützlicher Informationen nicht vollständig. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

    1. 2018 war ich mit dem Rad am Nordkapp, gemeinsam mit meinem Mann im Hitzesommer 2018 über die Ostseeroute – ein phänomenales Erlebnis – 4392 km bis zum Nordkapp.
    2. Früchtetees mag ich nicht besonders. Dafür trinke ich täglich mindestens 1 Liter Kräutertee (+ Kaffee und Wasser).
    3. Fast alle meine Kräuter für den Tee sind selbst gesammelt.
    4. Ich liebe Mohnkuchen, backe den aber nie selbst.
    5. Ich wuchs auf einem Bauernhof auf und habe daher einen Hang zu saisonaler Ernährung und eigenem Obstanbau.
    6. Neben dem Verzehr von der Hand in den Mund liebe ich meine selbstgemachten Marmeladen.
    7. Lebensmittel sind daher für mich wertvoll und ich werfe nur ganz selten welche weg.
    8. Dreck macht mir nichts aus – beim Mountain-Biken sehe ich manchmal aus wie nach einer Fango-Packung.
    9. Mein Sohn Maximilian war Olympia-Teilnehmer – in der Disziplin Mountainbike Cross Country 2021 in Tokio.
    10. Seit 2014 haben wir den Sommerurlaub immer mit der MTB-WM kombiniert – da Maximilian jedes Jahr Teilnehmer war.
    11. Als Kind wollte ich Erzieherin werden, obwohl ich selbst nie in einer Kita war – in unserem kleinen Dorf gab es das damals nicht.
    12. Nach der Erzieherinnen-Ausbildung wollte ich nie in einer Kita arbeiten – heute bin ich zur Einzelintegration wieder dort. – Sag niemals nie!
    13. In der 4. Klasse schlug mich ein Mitschüler als Klassensprecherin vor – weil ich mich gut wehren könne.
    14. Nach der 4. Klasse war ich zu faul fürs Gymnasium, sprich: ich wollte nicht so viel lernen. 
    15. Daher holte ich die Fachhochschulreife später nach.
    16. Heute halte ich lebenslanges Lernen für etwas ganz Wichtiges in meinem Leben.
    17. Als Kind war ich beim Geräte-Turnen – meine Tochter machte das auch eine Zeitlang.
    18. Ich studierte in Freiburg – mein Sohn auch.
    19. Seit 2013 bin ich Vegetarierin – weil ich gegen die Praktiken der Fleischindustrie bin.
    20. Weil mein Mann unterwegs angelte, aß ich auf unserer Nordkapptour dennoch Fisch.
    21. Ich bin Kirchenvorsteherin in unserer evangelischen Kirchengemeinde…
    22. und ich wohnte schon mal 3 Jahre mit meiner Familie in einem ehemaligen katholischen Pfarrhaus.
    23. Ich gestalte jedes Jahr ein Fotobuch zum richtig in die Hand nehmen.
    24. Ich bin schon 8 x umgezogen.
    25. Mein Garten ist ein Insekten- und Vogelparadies, also eher Biotop 😉
    26. Wenn es im Winter genug Schnee gibt, lasse ich meinen Schreibtisch Schreibtisch sein und gehe im Spessart Langlaufen.
    27. Ich liebe es außerdem, mit Alpin-Skiern schwarze Pisten hinunter zu sausen – leider sind die Alpen so weit weg.
    28. Im Winterhalbjahr stricke ich Socken – das habe ich mir mit 50 Jahren selbst beigebracht.
    29. Meine Lieblingsfächer in der Schule waren Deutsch, Sport und Biologie.
    30. Vom ersten selbstverdienten Geld kaufte ich mir eine Musik-Kompaktanlage (falls du das nicht mehr kennst: Plattenspieler-Cassettendeck-Radio in einem Gerät).
    31. Meine erste Schallplatte war „Manfred Manns´s Earth Band – Live in Budapest“.
    32. Nach Pop und Rock, Neue Deutsche Welle und etwas Jazz hörte ich jahrelang fast nur noch Radio im Auto – Korrektur Januar 2022: aktuell höre ich die alten Platten und CD´s durch.
    33. Ich mache jeden Morgen 15 Minuten Yoga.
    34. Zur Morgenroutine gehören außerdem 10 Minuten Meditation und ein kurzer biblischer Impuls.
    35. Ich habe meine Meditations-App auf Englisch eingestellt, um ein tägliches Mini-Training nebenbei zu haben.
    36. Außerdem spreche ich ein wenig Französisch.
    37. Mein Mann und ich sind Warmshowers-Gastgeber und nutzen das auch selbst unterwegs.
    38. Ich habe mir noch nie etwas gebrochen.
    39. Ich habe noch Steno und Maschine-Schreiben in der Schule gelernt. Mit Steno habe ich anfangs noch Mitschriften in der Ausbildung und im Studium gemacht. Maschine-Schreiben im 10 Finger System finde ich heute noch praktisch.
    40. Bei uns gibt es fast jeden Samstag Nudeln mit Pesto – und auf Radtouren mit teilweiser Selbstversorgung noch wesentlich häufiger.
    41. Ich überlege vor jeder Anschaffung: „Brauche ich das wirklich?“ – einzige Ausnahme: Bücher.
    42. Ich schwimme gerne und Stand-Up-Paddling macht mir Spaß, auf Schiffen aller Art werde ich aber früher oder später seekrank.
    43. Dafür bin ich schwindelfrei und schon ein paar Mal auf 3000er hochgewandert.
    44. Ich bin Mitglied in diversen Vereinen: RV Wombach (Radverein), SV Sendelbach (Sportverein), DAV (Alpenverein)…
    45. und beruflichen Verbänden: BHP (Berufsverband der Heilpädagog:innen).

    Dieser Artikel wurde am 15.07.2021 auf meiner früheren Website erstveröffentlicht.

  • 9 neue Entwicklungen in meinem Business in 2022

    9 neue Entwicklungen in meinem Business in 2022

    Im Januar ist immer ein guter Zeitpunkt, um zu überlegen: Was will ich hinter mir lassen? Was will ich künftig anders machen? Welche neuen Projekte stehen an? Welche Entwicklungen in meinem Business plane ich? Bei der Reflexion für den Jahresrückblick wurde da schon manches für mich deutlich. Und nun, vier Wochen später, bin ich wieder einen Schritt weiter. Ich beziehe dies hier nur auf meine beruflichen Themen und nehme dich mit in meine Planung.

    1. Neues Branding

    Es geht schon gut voran: Meine Grafikerin Sabine Stärker-Bross ist fleißig am Werkeln, die Farben und Schriften habe ich bereits ausgewählt. Es wird empathisch, gelassen, klar und zuversichtlich. Als nächstes kommt das Logo dran. Lass dich überraschen.

    Farbpalette meines neuen Brandings
    Das sind die neuen Farben! Ich bin begeistert.

    2. Neue Website

    Auch die habe ich ja nun schon eingerichtet. Alles ist noch im Aufbau, die ersten Seiten stehen in Grundzügen. Impressum und Datenschutz sind bereit. Es erfordert eine ordentliche Portion Neugier und Ausdauer, bei WordPress durchzublicken und mir das selbst beizubringen. Gleichzeitig bin ich auch sehr stolz, dass ich schon so weit allein gekommen bin. Jetzt geht es detaillierter an die Texte für die Seiten und die Gestaltung.

    3. Fokus auf die Pädagogik

    Allein schon die Auseinandersetzung mit dem Thema Website und die Texte dafür machte mir deutlich: Ich brauche einen gemeinsamen Nenner für meine Angebote. Herzlichen Dank für den freundlichen Schubs von Julia Mack auf diesen Weg. (Julia unterstützt Menschen mit unterschiedlichen Arbeitsbereichen, Talenten usw. ihr individuelles Business-Konzept zu entwickeln.)

    So werde ich mich also wieder auf meine Kernkompetenzen fokussieren. Ich bin vom Grundberuf Erzieherin und Heilpädagogin und ich erlebe soviel Unsicherheit, Unklarheit in der Kommunikation und oft auch Hilflosigkeit bei Eltern und Erzieher:innen. Mir ist es ein großes Anliegen, hier meine Erfahrungen weiter zu tragen und diese Zielgruppe mit und durch Präsenz, Klarheit und Wertschätzung zu stärken. Da liegt es nahe, auch meine Seminare und KommunikationsCoachings 2022 vorrangig für Eltern und pädagogische Fachkräfte anzubieten.

    4. Neue E-Mail

    Letztes Wochenende verbrachte ich ungefähr 8 Stunden damit, meine neue, mit der Website verbundene E-Mail-Adresse, bei allen Accounts von Versicherungen, online-Händlern, Bildungsträgern und wo sie sonst noch hinterlegt ist, umzustellen. Vom Installieren auf dem Smartphone unter Outlook gar nicht zu reden. „Eigentlich“ sollte das ganz leicht gehen. Beim 20. Mal hat es auch funktioniert….

    5. Neuer Newsletter-Anbieter

    Schon länger wollte ich mich von MailChimp verabschieden und zu einem Newsletter-Anbieter mit Server-Standort in Europa wechseln, wegen des Datenschutzes. Ich habe mich für MailerLite entschieden und auch hier bereits den Account angelegt. Damit das für Neu-Abonnent:innen und dich als Leser:in alles gut funktioniert, leicht und gleichzeitig chic wird, brauche ich noch ein wenig Zeit. Doch der Umzug wird in Kürze stattfinden.

    6. Neues „Dankeschön“ für Abonnent:innen

    Wer sich neu auf meiner E-Mail-Liste anmeldet soll auch künftig ein „Dankeschön“ bekommen. Im Herbst gab es dafür „Souverän mit Lästern am Arbeitsplatz umgehen“. Nun will ich etwas Neues entwickeln, etwas das gerade für Eltern von großem Nutzen ist. Sobald die Website-Gestaltung und der Newsletter-Umzug abgeschlossen sind, werde ich mich an diese Aufgabe machen.

    Wenn du es noch nicht kennst, so sieht es aus. Bald wird es etwas Neues geben. Noch kannst du es bei der Anmeldung zum Newsletter herunterladen.

    Mockup Freebie
    PDF mit 5 Tipps zum besseren Umgang mit Lästern

    7. Interviews

    Im letzten Jahr führten Jasmine Müller-Fuchs, und ich gegenseitig Interviews miteinander. Jasmine ist Familienbegleiterin aus der Schweiz und ihr geht es wie mir um wertschätzende Beziehungen. Das Interview von Jasmine mit mir findest du hier auf YouTube. Und mein Interview mit Jasmine steht hier.

    Für den Februar ist schon was geplant: Die Journalistin Nicole Isermann will mich zum Thema Kommunikation interviewen. Ich habe große Lust, das noch mehr auszubauen, ins Gespräch zu kommen mit Menschen, die sich für meine Themen interessieren oder die ich interessant für meine Leser:innen finde. Ob ich dann in einem Podcast zu Gast bin oder schriftlich Fragen beantworte – mal sehen.

    8. Ich werde neue Flyer bekommen

    Nach fast 20 Jahren werde ich neue Flyer drucken lassen. Wirklich?! Ja, schon so lange bin ich als Heilpädagogin freiberuflich tätig. Zwischendurch hatte ich noch Flyer für meine Tätigkeit als Sprach- und Kommunikationstrainerin. Beide Flyer sind nicht mehr aktuell. Neues Branding, neue Texte – und so werde ich bald wieder Flyer beim Kinderarzt oder in Kitas auslegen können.

    9. Fortbildung

    Natürlich zählt mein Blog-Kurs „The Content Society“ auch als Fortbildung. Neben dem Schreiben an sich lerne ich dabei sooooo viel über Online-Business, Social Media, Website und noch viel mehr. Doch ich wünsche mir auch noch Fortbildung im fachlichen Bereich. Ob das dann Pädagogik, Heilpädagogik, Kommunikation oder Methodik/Didaktik für Online-Training wird, das lasse ich erstmal auf mich zu kommen. Hast du einen Tipp für mich?

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