Blogparade: Sprache als Schlüssel in der Erziehung. Mit welchem Satz hast du etwas bei (d)einem Kind bewirkt?

Heike Brandl

Merkwürdig: Obwohl ich zum Thema „Sprache als Schlüssel in der Erziehung“ seit Jahren Vorträge halte, habe ich es noch nicht verbloggt. Sprache kann in so vielerlei Hinsicht unsere Kinder beeinflussen. Sie kann motivieren oder trösten, sie kann aufbauen und neugierig machen. Natürlich kann sie auch verletzen oder beschämen.

Doch mich interessieren die positiven Aspekte: Mich interessiert, wie du erlebt hast, dass deine Sprache etwas in Bewegung brachte. Ob es deine Wortwahl oder dein Ton waren, deine Art zu fragen oder eine Situation zu befrieden – lass uns an einer Erinnerung teilhaben, die wegweisend war. Was und wie hast du etwas gesagt und welche Entwicklung hat (d)ein Kind oder eure Beziehung dann genommen? Dafür habe ich diese Blogparade ins Leben gerufen.

Mein Schlüsselsatz in der Erziehung lautet: „Du wirst das lernen.“ Darüber habe ich meinen Artikel für diese Blogparade geschrieben.

Was ist eine Blogparade?

Eine Blogparade ist eine Blog-Aktion, bei der jemand eine Frage oder ein Thema aufwirft und andere Blogger:innen dazu aufruft, einen eigenen Blogartikel über dieses Thema zu schreiben. Das Ziel ist es, das eigene Thema sichtbarer zu machen, vielfältige Perspektiven zum Thema zu sammeln und sich mit anderen Blogger:innen zu vernetzen.

So nimmst du an meiner Blogparade teil

  1. Schreibe einen Beitrag darüber, was deiner Meinung nach Sprache in der Erziehung bewirken kann.
  2. Weise dabei in der Einleitung auf meine Blogparade hin.
  3. Schreibe dann hier auf dieser Seite (ganz unten) einen Kommentar mit einem Link zu deinem Artikel.
  4. Bist du auf Instagram? Dann erstelle einen Post mit dem Hashtag #spracheerziehung

Die Blogparade endet am 11.11.2022. Danach werde ich alle Blogartikel der Teilnehmer:innen lesen, die in den Kommentaren einen Link hinterlassen haben. Ich werde einen eigenen Blogartikel mit den Eindrücken und Erkenntnissen, die ich daraus gewonnen habe, schreiben und verlinken.

Diese Fragen können dich beim Schreiben inspirieren

  • Erinnerst du dich an eine herausfordernde Situation mit (d)einem Kind, und du weißt noch genau, wie es dir gelungen ist, eine neue Perspektive zu gewinnen?
  • Dein Kind war am Boden zerstört, frustriert, tieftraurig – was hast du gesagt, um es aufzufangen?
  • Du arbeitest als pädagogische Fachkraft und hast täglich damit zu tun, die Kinder zum Lernen oder Mitmachen zu bewegen. Was hilft dir? Berichte von deinen Schlüsselerlebnissen!
  • Was bedeutet für dich „Sprache als Schlüssel in der Erziehung“?
  • Hat dir (d)ein Kind als Erwachsene:r erzählt, dass es sich an einen ganz bestimmten Satz von dir immer wieder erinnert?

Kennst du noch andere Blogger:innen, die sich mit dem Thema befassen und deren Geschichten wir unbedingt kennen sollten? Dann freue ich mich, wenn du meine Blogparade weiterempfiehlst und diesen Artikel teilst oder weiterleitest.

Ich bin schon neugierig auf deinen Beitrag und freue mich auf vielfältige Inspirationen.

Ich danke dir, Heike

22 Kommentare

  1. Liebe Heike,
    der Aufruf zu deiner Blogparade hat mich so inspiriert, dass ich die beiden anderen Artikel, die ich angefangen hatte – und meine eigene einfach habe liegen lassen. Ich musste einfach alles gleich unterschreiben – das ist so, wenn ich so eine Inspirationsphase habe.
    Viele Grüße aus Südspanien – und ich freue mich sehr auf deine Zusammenfassung

    1. Liebe Shivani, wie wunderbar, dass ich dich inspirieren durfte. Ich bin sicher, mit diesem Artikel wirst du auch so manche Leser:in auf eine ganz eigene Weise inspirieren. Der Blick auf die Essenssituation ist spannend und sicherlich häufig aufschlussreich. Vielleicht bringt er heute schon bei den einen oder anderen etwas in Bewegung. Ich danke dir. Heike

    1. Hallo Martin, ich danke dir für deinen Beitrag. Mit dem Bild vom Handy erreichst du Jugendliche und gibst ihnen eine Perspektive, mit der sie etwas anfangen können. Das ist eine wunderbare Idee. Das ist ein guter Hinweis darauf, dass wir mit unserer Sprache im Gedächtnis bleiben, wenn wir Bilder im Kopf der Zuhörer:innen erzeugen. Heike

    1. Liebe Dina, ich gebe dir völlig recht: Sprache ist ein wichtiges Mittel, um Beziehungen zu schaffen und zu pflegen. Du machst deutlich, dass das schon im Säuglingsalter beginnt und weitreichende Auswirkungen hat. Ich danke dir für deinen Beitrag zu meiner Blogparade. Heike

  2. Pingback: Blogparaden – 12 Vorschläge für deinen nächsten Beitrag – schreibenblog
  3. Hallo Heike,
    danke für die Blogparade.
    Ich habe einen Artikel vom letzten Sommer hergenommen und meine Meinung über das Thema kundgetan 😉 .
    Ich arbeite als Kinderphysiotherapeutin und darf auch immer wieder aufmerksam bleiben, was ich mit meinen Worten bewirken kann – in positiver, aber auch negativer Richtung.
    lg

    1. Liebe Verena, ich freue mich über deinen inspirierenden Beitrag. Worte haben eine große Kraft – und wie du schreibst, sie können eben runtermachen oder aufbauen und so langfristig das Bild vom Ich prägen. Ich wünsche allen Kindern so einfühlsame Therapeut:innen wie du es eine bist. Heike
      PS: Das Video zur Einführung in deine Praxis ist absolut sehenswert.

    1. Liebe Wiebke, das ist ein wunderbarer Artikel geworden. Du gibst uns einen umfassenden Einblick in Stottertherapie (über die ich bislang gar nichts wusste). Und du vermittelst auch deutlich, wie Scham und Angst Eltern und Kinder belastet. Dafür einen stärkenden Satz zu haben, ist ein großartiger Ansatz.
      Heike

  4. „Sprache als Schlüssel zur Erziehung“ ist der Titel der Blogparade von Heike Brandl.

    Nichts geht ohne Sprache: verbal, Mimik, Gestik – oder wie es Watzlawik zu formulieren wusste: wir können nicht nicht kommunizieren.

    Und so hab ich lange überlegt was ich zu diesem Thema verblogge.

    Mein erster Gedanke waren Sätze, die ich zu den Kindern im Alltag sage.

    Doch dann fiel mir ein viel wichtigeres Thema ein:
    https://beduerfnisorientiertesfamilienleben.com/2022/11/04/liebe-eltern-ihr-seid-herzlich-willkommen/

    1. Liebe Maria, ich danke dir ganz herzlich für deinen Beitrag. Für mich ist es ganz wichtig, dass Eltern und pädagogische Fachkräfte wahrhaftig miteinander umgehen, sich zeigen und der anderen Seite gegenüber Verständnis mitbringen. Dein Satz „Liebe Eltern, ihr seid herzlich willkommen!“ ergänzt das Thema ganz wunderbar. Heike

  5. Sprache verändert. Wie reden wir eigentlich miteinander und den Kids und Jugendlichen, mit denen wir in Gruppen- und Programmangeboten zu tun haben? Bauen unsere Worte Persönlichkeiten auf oder werten wir Menschen ab? Entspricht das, was wir zu Kindern und Jugendlichen sagen, dem, wie Gott diese Kids sieht? Mit welchen ernst gemeinten Sätzen können wir Kindern und Jugendlichen wirklich guttun und sie positiv prägen?
    Ein Erlebnis und einige Gedanken dazu habe ich unter https://www.heikometz.de/sprache-veraendert/ beschrieben.
    Vielen Dank für den Impuls dazu, liebe Heike.

    1. Lieber Heiko, die Kinder und Jugendlichen, die du beschrieben hast, brauchen deinen (und unseren) Zuspruch in ganz besonderer Weise. Ich wünsche allen Kindern jemanden, der ihnen diesen Zuspruch gibt, ihnen Mut macht und ihnen sagt, dass sie bei Gott immer geliebt sind. Heike

    1. Liebe Daniela, ich danke dir herzlich für deinen wertvollen Artikel. Sich selbst die eigene Sprache bewusst machen – das ist ein guter Anfang, um die Beziehung zum Kind zu stärken. Mit bewusster Sprache können wir vieles in Bewegung bringen – selbst konfliktgeladene Geschwisterbeziehungen befrieden. Heike

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