Die 6 wichtigsten Lektionen in meinem Business

Heike Brandl

Lebenslanges Lernen – das ist die Basis aller persönlichen und beruflichen Entwicklung. Es ist gut, immer wieder innezuhalten, wenn wir Neues ausprobieren und Altes hinter uns lassen. Ich frage mich dann: Was habe ich jetzt gelernt? Du willst wissen, welches meine wichtigsten Lektionen im Business in den letzten Jahren waren? Dann lies weiter! Und lass dich inspirieren, einmal deine Erfahrungen und die Erkenntnisse daraus zu reflektieren.

1. Zeige Persönlichkeit

Früher dachte ich, dass ein Blog-Artikel immer fachlich, fundiert und tiefgründig sein sollte. Außerdem, so dachte ich, müsste er völlig unabhängig von meiner Person bestehen bleiben können, also praktisch für die Ewigkeit.

Heute weiß ich, dass Blog-Artikel persönlich sein dürfen, Meinung und Ansichten zum Ausdruck bringen können oder von persönlichen Erfahrungen berichten.

Von Freunden und Bekannten werde ich inzwischen häufig auf meine Newsletter oder Blog-Artikel angesprochen. Da lesen sie Informationen, die sie sonst nicht erfahren hätten. Gerade in den letzten beiden Jahren, in denen Corona manche persönlichen Kontakte verhindert hat.

Erkenntnis: Heute weiß ich, dass es die Mischung macht. Persönliche Ansichten, Informationen, Alltagsberichte und Fachartikel in einem ausgewogenen Maß – das schafft Vertrauen und signalisiert Kompetenz.

2. Lass dich durch Technik nicht aufhalten

Schon 2014 habe ich mir eine Website im Baukastensystem selbst erstellt. Im verflixten 7. Jahr haben wir uns getrennt. Na ja, noch nicht ganz, das Trennungsjahr läuft noch. Doch meine Ansprüche an die Funktionalität, Gestaltungs- und Verknüpfungsmöglichkeiten und Plugins stießen an die Grenzen der alten Website.

Screenshot einer Website
alte Website Heilpädagogik

So fing ich wieder von vorne an. Mutig, denn ich wollte es wieder selbst schaffen. Mit der Unterstützung der Community in „The Content Society“ (ein Online-Kurs zum Aufbau eines persönlichen Business-Blogs) traute ich mir das zu. Und siehe da – da du hier gerade liest – es funktioniert.

Vor einem Jahr wusste ich noch nicht mal, was ein Plugin ist (Übrigens: Das ist eine Software-Komponente, die eine bestehende Software erweitert oder verändert). Kürzlich habe ich einem IT-Spezialisten erzählt, mit welche Plugins ich mir das Schreiben, Gestalten und Veröffentlichen der Artikel leichter mache. Er machte große Augen. Immer diese Vorurteile, dass Pädagog:innen keine Technik beherrschen. Hach, war ich stolz.

Erkenntnis: Learning by doing. Es gibt immer jemanden (oder einen Blog-Artikel oder ein YouTube-Video), der dir im Bedarfsfall helfen kann.

3. Denke global, handle lokal

Ob Website, Blog, Newsletter, Social Media oder Suchmaschinen wie Google und Pinterest – alles, was ich online schreibe oder poste ist öffentlich zugänglich. Ich bringe meine Vision in die Welt: Menschen kommunizieren in Familie und Beruf klar und wertschätzend miteinander. So finden mich Menschen, mit einer gezielten Suche oder beim Stöbern nach dem Thema. Das ist schön und gut und ich führe gerne verschiedene Angebote auch Online durch.

Gleichzeitig finden mich auch die Menschen vor Ort: Familien mit einem Kind mit einer Behinderung, einer Verhaltensauffälligkeit oder einer Entwicklungsverzögerung. Für diese Kinder, ihre Familien und Erzieher:innen werde ich weiterhin da sein und sie begleiten und beraten.

Heike Brandl in einem Eltern-Workshop
Hier bin ich bei einem Eltern-Workshop

Die Erfahrungen aus meinen Vorträgen und Seminaren in Präsenz nehme ich gerne mit in das, was Online noch kommen wird. Sowohl die Familien, als auch Interessenten für Seminare recherchieren heute im Netz – dafür brauche ich einen aktuellen und professionellen Auftritt.

Erkenntnis: Professionelle Gestaltung – das überließ ich meiner Grafikerin Sabine Stärker-Bross von wirk-raum. Und das war genau richtig. Damit die Online-Präsenz noch besser gelingt, braucht es noch einiges an Übung (ich sage nur: Suchmaschinen-Optimierung …)

4. Verschwende keine Zeit auf Plattformen, die du nicht selbst im Griff hast

Für Lehrkräfte in Bayern gibt es eine Fortbildungsakademie, bei der ich als Anbieterin auch meine Seminare einstellen kann. Als ich damit 2020 begann, hatte die Plattform dafür das Layout und die Funktionalität von ungefähr 1980. Ich habe unzählige Stunden mit Zulassung, einpflegen der Daten und Kontrolle von Anmeldungen verbracht. Gebracht hat es praktisch nichts. Vor kurzem wurde die Plattform nun endlich überarbeitet. Ich habe mich zwar noch umgemeldet – doch in dem Moment, in dem ich das hier schreibe, entscheide ich: Das war es dann auch.

2018 bis 2020 probierte ich eine Facebook-Gruppe aus. Ziel war es, für Menschen mit Interesse am LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzept eine Austauschmöglichkeit anzubieten. Ich stellte Fragen, gab Impulse … Die Resonanz war gering, der Aufwand für mich zwar nicht allzu groß – doch es war einfach auch immer im Kopf präsent. So habe ich die Gruppe wieder stillgelegt.

Ähnlich empfinde ich es mit den Social-Media-Kanälen. Ich will den Aufwand in einem vertretbaren Maß halten. Daher bin ich dazu übergegangen, die meisten Posts per Automatisierung über ein Plugin zu schalten. Im Moment setze ich mich einmal pro Woche daran und „füttere“ alle Kanäle am Stück.

Erkenntnis: My Blog is my Castle. Hier kann ich schalten und walten und bin ganz allein dafür verantwortlich, wie viel sich hier bewegt. Und dafür, wie viel du auch auf längere Sicht hier lesen kannst. 😉

5. Pflege deine Beziehungen

Gute Kontakte, netzwerken, Vitamin B nutzen, Beziehungen pflegen, nenn es wie du willst. Tatsache ist, dass auch in meinem Business die meisten Aufträge über Beziehungen zustande kommen.

Vorträge und Seminare an Schulen oder Kitas, auf der Bank, in Selbsthilfegruppen, selbst im Kloster – überall kam ich als Referentin zum Zug, weil mich in der Einrichtung jemand kannte. Immer wieder meldet sich jemand mit einer Anfrage, der mal einen VHS-Kurs bei mir besucht hat und dann den Newsletter abonnierte.

Heike Brandl bei Seminar
Fortbildung Kita

Für die Einzelintegration in einer Kita werde ich häufig da wieder geholt, wo ich schon mal war. Die Erzieher:innen setzen auf meine Erfahrung, meine Fachkompetenz und die gute Zusammenarbeit mit mir. Auch die Frühförder-Kinder kommen häufig aus diesen Kitas, weil ich dort empfohlen werde. Und auch der Kinderarzt, der mich kennt, gibt Eltern meinen Flyer mit.

Erkenntnis: Viele Menschen zu kennen und die Kontakte zu pflegen, ohne an einen Verkauf zu denken, erweist sich langfristig als guter Boden für wachsende Geschäftsbeziehungen. Eine wertschätzende Kommunikation ist der Schlüssel dazu.

6. Nutze das LINGVA ETERNA Kommunikationsmodell

Falls du dich jetzt fragst „Was ist das Lingva Eterna Kommunikationsmodell?“ – dann klicke auf den Link und schau es dir in Ruhe an.

Vor jeder beruflichen Besprechung, vor jedem Telefonat, vor jedem Text, den ich schreibe, gehe ich gedanklich die fünf Schritte des Lingva Eterna Kommunikationsmodells durch.

  1. Was ist meine Intention, meine Absicht?
  2. Was ist die passende Ansprache?
  3. Welche Rahmeninformation braucht der/die Gesprächspartner:in?
  4. Wie führe ich den Diskurs? Habe ich Fragen oder will ich Informationen weitergeben? Will ich jemanden mit etwas beauftragen?
  5. Was ist ein passender Abschluss?

Dasselbe gilt für die heilpädagogische Arbeit mit den Kindern, die ich begleite. So fühlen sich die Kinder wertgeschätzt und kooperieren in der Regel gut. Und falls das mal nicht zutrifft, frage ich mich: Welchen Schritt habe ich vergessen?

Erkenntnis: Wie gut, dass ich die Weiterbildung als Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationstrainerin gemacht habe. Ich bin so dankbar, dass ich dieses Kommunikationsmodell kennenlernen durfte und es in meinen Alltag integrieren konnte.

Und du? Willst du es auch kennenlernen?

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