Autor: Heike Brandl

  • Jahresrückblick 2022 – Mein Jahr der Freude

    Jahresrückblick 2022 – Mein Jahr der Freude

    Zeit für den Jahresrückblick 2022. Im Dezember befasse ich immer mit dem, was ich das Jahr über erlebt, geschafft, erfahren habe. Ich lasse wieder mehr Ruhe einkehren und schaue voller Dankbarkeit auf glückliche und traurige, überraschende und erstaunliche Ereignisse zurück. Ich erinnere mich voller Freude beim Durchschauen der Fotos an Ausflüge, Treffen mit Freund:innen und Familie. Dann lasse ich Arbeitsaufträge, Kinder, Kund:innen und Coachees Revue passieren und staune, wie viel wieder in einem Jahr Platz hatte.

    Zeit zu reflektieren: Was war schön, was darf bleiben? Was kann weg? Welche Erkenntnisse zog ich aus den Erfahrungen?

    Mein Motto für 2022 lautete: Zeit für Freude. Nach den beiden Corona-Jahren wollte ich die Freude gezielt in den Blick nehmen. Das ist mir auch gelungen. Allein die schönen Veranstaltungen und Feste, doch auch zahllose Momente an der Arbeit konnte ich genießen. Freude schafft Zufriedenheit und auch eine tiefe Dankbarkeit. Ich bin dankbar, für alles was ich erleben durfte. Welche Freude!

    Was aus meinen Zielen und Plänen für 2022 wurde

    • Neues Branding: Ja, das hat wunderbar funktioniert mit meiner Grafikerin Sabine Stärker-Bross von wirk-raum. Ich freue mich täglich an meinen Farben und ihrer Ausstrahlung.
    • Neue Website: Ich bin ganz schön stolz, dass ich das alles allein gewuppt habe. Na ja, fast allein. Unterstützt von Judith Peters alias Sympatexter, Stefanie Seitz und Steffi Pingel vom Team von The Content Society (meiner Blogger-Community).
    • Neues Freebie für Eltern entwickeln: Im November war es endlich so weit. Ein PDF zum Download für Eltern und pädagogische Fachkräfte zum Thema „Kinder wertschätzen statt loben“. Bei Anmeldung zum Newsletter kannst auch du es dir herunterladen. Klicke einfach auf das Bild.
    • Neuer Elternkurs: Ich hatte die Idee für einen Online-Kurs, doch dafür gab es zu wenig Interessent:innen.
    • Neu gestaltetes Arbeitszimmer: Gleich im Januar strich ich die Wände frisch, räumte um, sortierte aus. Ich fühle mich richtig wohl in diesem Raum und arbeite einfach gern hier.
    Ich freue mich über mein Büro
    • Großartige Familienfeste (zwei waren geplant): Im Mai durften wir Hochzeit mit unserer Tochter feiern. Das war ein wunderschönes Fest. Bei der Hochzeit unserer Nichte konnten wir leider nicht dabei sein, da wir Corona hatten.
    • Neue Kinder für die Heilpädagogik: Na klar, die gibt es jedes Jahr. Die einen kommen in die Schule und so gibt es Plätze für andere Kinder mit erhöhtem Förderbedarf.
    • Weiter bloggen #werschreibtderbleibt: Natürlich, dazu später mehr.
    • Kunst – Konzerte – Kultur – Kabarett: Ich habe ein paar große und mehrere kleine Veranstaltungen besucht. Im Januar hatte ich mir vorgenommen, pro Monat einmal „richtig Kultur“ zu genießen. Ich schätze mal: 80 % ist auch okay.

    Erkenntnis: Planung ist sinnvoll, um konkrete Dinge in den Blick zu nehmen und sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Und es ist auch okay, wenn nicht alles nach Plan läuft.

    Mein Jahresrückblick 2022

    Relaunch Website und Flyer, Pinterest und Social Media

    Das war im ersten Quartal wirklich ein Riesenprojekt für mich.

    Wozu der Relaunch von Website und Flyer?

    Ich hatte bislang zwei Websites zu Heilpädagogik und Kommunikationstraining. Die Nachteile: Für potenzielle Kund:innen unübersichtlich, das Auftreten altbacken, für mich doppelte Arbeit, unter meinem Namen schwer zu finden … und das waren nur die wichtigsten.

    Screenshot einer Website
    Alte Website Kommunikationstraining 2021

    Das Ziel: Eine Website unter meinem Namen, thematisch unter einem Dach, mit frischem und stimmigen Branding. So hieß der erste Schritt, eine Grafikerin zu beauftragen.

    Meine alten Flyer waren nach über 15 Jahren auch ziemlich überfällig. Da hatte sich doch deutlich mehr als die Frisur auf meinem Foto verändert. Natürlich gab es auch inhaltlich einige Entwicklungen, die ich einarbeitete.

    Flyer Heike Brandl
    Meine Flyer 2022

    Was mein neues Logo alles für mich bedeutet

    Das schrieb ich meiner Grafikerin, Sabine Stärker-Bross von wirk-raum, nachdem ich das neue Logo ausgewählt hatte:

    Liebe Sabine, ich danke dir für die schönen Logo-Entwürfe. Wie gut, dass ich dir von der Bedeutung der Hand als mein Symbol erzählt habe. Das ist eindeutig das Logo, welches für mich ausgezeichnet passt. Die anderen sind auch hübsch, … Das Logo mit den Händen impliziert aber noch viel mehr: Wahrnehmung (taktil) – Bindung – Beziehung – Interaktion – berühren (auch im übertragenen Sinn) – begleiten – gemeinsam – kooperieren. Und mit der Blüte kommt noch Wachstum und Entwicklung dazu. Außerdem finde ich es schön, dass da alle 5 Farben drin sind. Wunderbar.

    Ich freue mich riesig über mein neues Logo. Es bedeutet mir viel, dass Sabine es für mich ganz persönlich entworfen hat. 

    Welche Aufgaben noch damit verbunden waren

    Neuer Website-Provider, neue E-Mail-Adresse (und diese überall einpflegen), das Technik-Kungfu mit WordPress in den Griff bekommen, Texte für Seiten zu schreiben, Bilder dazu gestalten, Angebote präzisieren, Verlinkungen erstellen, Plugins (dieses Wort und seine Bedeutung lernte ich 2022 komplett neu kennen) auswählen und installieren, DSGVO (Datenschutz) und Impressum anlegen, Transfer älterer Artikel … ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    Dann kam noch der neue Newsletter-Versender hinzu. Ich wollte wegen des Datenschutzes auf einen europäischen Anbieter wechseln und wählte dazu Mailerlite aus. Das Einrichten ging leicht, die ersten Newsletter waren versandt, doch dann wollte ich natürlich auch automatisierte Prozesse installieren. So gab es noch mal eine intensive technische Arbeitsphase an dieser Stelle.

    Ausschnitt vom Newsletter vom 29.07.22 – hier siehst du auch mein Logo nochmal

    Pinterest und Social Media

    Meine Grafikerin erstellte mir auch für Instagram passende Vorlagen. Diese nutze ich in Varianten natürlich weit darüber hinaus, sodass sich bei meinen Leser:innen ein Wiedererkennen einstellen kann. Neben Instagram bin ich noch hauptsächlich auf Facebook unterwegs. LinkedIn ist eher ein Nebenschauplatz für mich – dort suchen die Menschen eher wenig nach Erziehungsthemen. Kommunikation sicherlich schon – danach werde ich im nächsten Jahr sehen.

    Auf Pinterest habe ich ernsthaft erst im Mai begonnen, meinen Auftritt zu pflegen. Das ist auch noch ziemlich Schwankungen unterlegen, je nachdem, wie viel Zeit ich dafür einplanen kann.

    Erkenntnis: Einfach machen. Einfach machen. Ich kann vieles selbst (lernen) und es ist noch Arbeit fürs neue Jahr übrig 😉

    Einer meiner Pins auf Pinterest

    Klettern im Osterurlaub

    In den Osterferien war ich mit meinem Mann am Comer See in Italien. Wir hatten einen intensiven sportlichen Urlaub geplant, mit viel Mountainbiken und wollten endlich mal wieder klettern gehen. Das Klettern war für mich ein echtes Highlight in diesem Jahr. Wieso nur hatten wir das 25 Jahre lang nicht gemacht?

    Wir liehen uns beim DAV die Kletterausrüstung aus und wagten uns an eine für uns konditionell und technisch leistbare Tour über Lecco. Das Wetter war herrlich und ich hatte so einen Spaß daran, den Weg zu erklimmen.

    Für mich war es genau das richtige Maß an „es ist anspruchsvoll“ und „ich schaffe das“. Unterwegs hatten wir natürlich selten die Hände frei, um zu fotografieren. Eine leichtere, zweite Tour in dieser Woche gingen wir auch noch, just for fun.

    Erkenntnis: Klettern kommt definitiv in die Kategorie: Das darf bleiben.

    Frau auf Leiter im Klettersteig
    Unzählige senkrechte Leitern ging es auch hoch
    Heike Brandl klettert oberhalb des Comer Sees
    Ganz schön kniffelig!

    Emotionale Ereignisse 2022

    Im Mai feierten unsere Tochter Daniela und ihr Mann Moritz ihre Hochzeit. Es war eine wunderschöne Feier in Würzburg mit Standesamt und Party am nächsten Tag. Wir hatten Glück mit dem Wetter, alle blieben gesund und wir Eltern waren einfach voller Freude (und manchmal etwas aufgelöst …) dabei. Ausführlicher und mit mehr Bildern berichtete ich davon bereits im Monatsrückblick Mai 2022 – Im Zeichen der Liebe.

    Mein Mann und ich feierten unseren 30. Hochzeitstag – kurz nach der Party unserer Tochter genossen wir einfach einen entspannten Sonntag zu zweit. Ich bin dankbar für diese lange Zeit und froh, in diesen spannenden Zeiten gemeinsam durchs Leben gehen zu dürfen.

    Meine Schwiegermutter hatte Anfang Juni einen schweren Schlaganfall und starb drei Wochen später. Das war eine traurige Zeit bis zum Abschied nehmen. Wir waren froh und dankbar, dass sie kurz zuvor noch bei der Hochzeit unserer Tochter voller Präsenz dabei sein konnte.

    Unser Sohn Maximilian, Mountainbike-Profi, hat bei uns in diesem Jahr auch für emotionale Momente gesorgt: Ellenbogen angebrochen, Schlüsselbein gebrochen, Deutscher Meister geworden, Corona bekommen, bei der WM wieder auf Platz 10 im Shortrace … da lagen allerhand Höhen und Tiefen auf dem Weg. Ich bin dankbar und froh, dass er mit Freundin, Team, Trainer und auch uns in einem stabilen Umfeld aufgehoben ist.

    Erkenntnisse:

    • Es gibt Fügungen, die können wir nicht planen.
    • Es sind die Beziehungen, die uns durchs Leben tragen.
    • Mit einem starken und stabilen Umfeld können wir viel erreichen.
    Brautpaar mit Oma
    Das Brautpaar mit der Oma am Standesamt
    Heidelbeertorte mit Blumendekoration
    Die Hochzeitstorte von mir fürs Lieblingstöchterchen: Heidelbeer-Frisch“käse“ vegan
    Thomas Brandl im Cafe
    29.05.22 an unserem 30. Hochzeitstag genießen wir einfach mal den Sonntag
    Heike und Maximilian Brandl mit Reporter
    Sieger-Interview mit Maximilian bei der Deutschen Meisterschaft

    Heilpädagogische Entwicklungen

    Hier ging alles seinen ganz normalen Gang: Ich begleitete Kinder in Kita (Einzelintegration) und meiner heilpädagogischen Praxis (Frühförderung, dazu ein Schulkind mit speziellem Förderbedarf). Alle haben große Fortschritte gemacht, sodass wir bei einem Kind die Maßnahme beenden konnten, ein Kind im September in die Schule kam und zwei zur intensiveren Unterstützung in einen Förderkindergarten (SVE) wechselten.

    Neue Kinder kamen dazu, ich führte viele Elterngespräche, beobachtete weitere Kinder und gab Empfehlungen, beriet Erzieher:innen im Hinblick auf Verhaltensauffälligkeiten, Elterngespräche oder weiteres Vorgehen, führte Entwicklungsdiagnostiken durch, plante Förderungen und schrieb Berichte an Kostenträger oder das Sozialpädiatrisches Zentrum.

    Methodisch gab es zwei neue Schwerpunkte in der Kleingruppenarbeit bei der Einzelintegration:

    • Kinderyoga für bessere Körperwahrnehmung und -koordination
    • Malen mit Musik zur freien Gestaltung oder nach Bilderbüchern für Entspannung, Zentrierung, Sozialkompetenz und Feinmotorik

    Erkenntnis: Die Heilpädagogik ist immer eine Quelle der Freude für mich und darf auf jeden Fall weiter bleiben.

    Kinder spielen Pizza belegen und bestellen
    „Auf meine Pizza mag ich Fisch, Peperoni und Tomaten! – Wie viel kostet das?“
    Kind malt mit Wasserfarben ein Bild
    In der Kita – freies Malen mit ruhiger Musik lieben meine unruhigen Kinder
    Kind zeichnet Motiv von einer Vorlage ab
    Motivation ist alles – endlich habe ich was gefunden, was dieser Junge gerne malt. Er zeichnet Vorlagen ab.

    Sport, Genuss und Trockenheit im Sommer

    Der trockenste Sommer seit … Wie oft werden wir solche Vergleiche noch hören? Bei uns war die Hitze erträglich, zumal wir mit Main, Fränkischer Saale, Freibad und Kneipp-Tretbecken Möglichkeiten zur Abkühlung haben. Doch sah es im Juli vielerorts schon verbrannt und ausgedörrt aus, wie in Südeuropa im September.

    Wir nutzten die Zeit mit Radtouren am Abend oder am Wochenende vormittags, gingen Stand-up-Paddeln oder ins Freibad und besuchten Freilichtbühnen. Ein besonderes Erlebnis waren die Passionsspiele in Oberammergau – berührend und beeindruckend gleichermaßen.

    Den Urlaub im August verbrachten wir in München, Les Gets (F) und im Val di Sole (I). Die Kombination ergab sich aufgrund von Mountainbike-Rennen, an denen unser Sohn Maximilian teilnahm. Europameisterschaft, Weltmeisterschaft und ein Weltcup-Rennen: Das war unser Programm, und wir hatten großen Spaß dabei. Dazwischen fanden wir natürlich Zeit, um selbst zu biken, Freunde und Verwandte zu treffen und die französische und italienische Küche zu genießen. Mehr Details gibt es hier: Monatsrückblick August

    Ein großer Genuss und eine tägliche Freude waren mir von Ende Juli bis Ende Oktober die Feigen vom eigenen Baum.

    Heike Brandl auf der Fränkischen Saale
    Ich genoss die Fahrt auf dem Wasser
    Heike Brandl - Passionsspiel Oberammergau
    Volles Haus beim Passionsspiel in Oberammergau
    Heike und Thomas Brandl am Tretbecken Hausen
    Willkommene Abkühlung auf der Abendrunde
    Thomas Brandl mit MTB vor trockenen Getreidefeldern
    Mein Mann Thomas unterwegs im unterfränkischen Steppenhochland – die Dürre bei uns war heftig
    Feigenbaum am Fenster
    Paradiesischer Blick aus dem Fenster: Mein Feigenbaum
    Maximilian Brandl bei MTB EM München auf einer Rampe
    Rasante Abfahrt für Maximilian in München
    Heike Brandl beim Wandern mit Mont Blanc Panorama
    Wandertag mit großartigem Panorama: Mont Blanc im Hintergrund
    Thomas Brandl beim Käsefondue essen
    Thomas genießt ein leckeres Käsefondue
    Maximilian Brandl beim MTB Weltcup Val di Sole, staubige Rennstrecke mit zahlreichen Zuschauer:innen
    Staubige Angelegenheit: Unser Sohn Maximilian beim MTB Weltcup im Val di Sole

    Das Corona-Jahr 2022

    Nach den Impfungen 2021 pflegte ich mit Corona einen relativ gelassenen Umgang (Ist ja klar, Gelassenheit zählt zu meinen Werten.) und setzte Masken nur wo vorgeschrieben auf bzw. vor mir wichtigen Terminen, wie Hochzeit und Urlaub. Ich setzte auf mein gutes Immunsystem und die Haltung, dass ich von Sozialkontakten mehr profitiere als sie mir schaden. Gerade bei Kulturveranstaltungen lebt ja auch die Seele auf.

    Im beruflichen Kontext mit den Kindern war es mir besonders wichtig, maskenfrei Nähe und Körperkontakt zuzulassen. Ich erlebe bei vielen Kindern eine soziale Unsicherheit und bin sicher, dass die Kita-Schließungen nachteilig wirken – und dies noch längere Zeit relevant ist. (Schul-Schließungen natürlich auch, doch das betrifft mich weniger.).

    Gleichzeitig bin ich dankbar dafür, dass es durch Corona jetzt viel selbstverständlicher ist, Coachings und Fortbildungen auch online durchzuführen. Egal ob Eisglätte, kaputtes Auto oder banaler Schnupfen – solang das WLAN funktioniert ist Teilnahme möglich. Und Zeit und Benzin sparen wir obendrein.

    Ende September hat uns Corona dann erwischt: statt die Hochzeit unserer Nichte mitzufeiern, lagen wir flach. Fieber, Gliederschmerzen, Husten und Heiserkeit sorgten in der ersten Woche für Bettruhe. In der zweiten Woche bewegten wir uns im Schneckentempo durch den Spessart und sammelten enorme Mengen Pilze ein. Im September gab es bei uns nämlich glücklicherweise wieder ordentlich Regen. Ich bin dankbar, dass wir von Langzeitfolgen verschont blieben.

    Erkenntnis: Mit Corona müssen wir wohl leben. Lasst uns nun so gut als möglich, mit den Folgen umgehen und zur Normalität zurückfinden.

    Pilz: Krause Glucke auf Holzbrett
    Lecker: Krause Glucke

    Was ich im Bereich KommunikationsCoaching und Seminare erreicht habe

    Der geplante Online-Elternkurs fand mangels Teilnehmer:innen nicht statt. Ich vermute verschiedene Gründe: Meine Newsletter-Liste ist noch zu klein, ich war viel mit Technik-Gedöns beschäftigt und habe (auch deshalb) das Marketing für so einen Kurs nicht richtig betrieben. Vielleicht gab es auch eine gewisse Sättigung an Online-Veranstaltungen.

    Was ich jedoch als sehr lohnend empfand, waren die Vorträge und Fortbildungen, die ich hielt. Ich konnte die Teilnehmer:innen dabei live in Präsenz oder auch online von dem überzeugen, was ich ihnen erzählte. Von meiner (Fach-)Kompetenz und von meiner Person. So gab es aus jeder Veranstaltung Folgeaufträge: Interessent:innen für einen Elternabend oder eine Fortbildung fürs Personal in der Kita oder für ein KommunikationsCoaching.

    Erkenntnis: In dem Bereich werde ich mehr auf mich zukommen lassen, wo und was der Bedarf der Kund:innen und Coachees ist.

    Elternabend im Waldkindergarten

    Meine Blogparade im Herbst

    „Sprache als Schlüssel in der Erziehung. Mit welchem Satz hast du etwas bei (d)einem Kind bewirkt?“ So lautete der Titel meiner Blogparade im Oktober 2022. Ich fragte, wo Menschen erlebt hatten, dass ein Satz etwas bei einem Kind in Bewegung brachte. Ich fragte, was und wie sie gesagt hatten, das Entwicklung beim Kind oder innerhalb der Beziehung in Gang gebracht hatte.

    Acht Autor:innen aus ganz verschiedenen Arbeitsfeldern beteiligten sich mit ihrer Sicht auf meiner Frage. Dazu kam mein eigener Artikel mit dem Satz „Du wirst das lernen.“ Abschließend fasste ich alles noch einmal in einem Übersichtsartikel zusammen: 9 wunderbare Schlüsselsätze in der Erziehung.

    Die Blogparade führte zu hoher Resonanz auf meiner Website und Social Media, ich lernte einige neue Autor:innen kennen und freute mich über interessante Impulse.

    Erkenntnis: Ein spannendes Projekt, das ich gerne im nächsten Jahr wieder durchführen will.

    Der Artikel zur Zusammenfassung meiner Blogparade

    Meine 5 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres 2022


    Mein Jahr 2022 in Zahlen

    • Blogartikel: 68 (inklusive „umgezogener“ von den alten Websites)
    • Facebook-Seite: 223 Follower (2021: 164)
    • Instagram: 414 Follower (2021: 223)
    • Pinterest: 54,8 Tsd. Impressionen und 1,93 Tsd. Interaktionen
    • Newsletter „Sprachnachrichten“: 26 geschrieben an inzwischen 140 Abonnent:innen (war 89)
    • Meine Website: 4881Besucher:innen bei 6957 Seitenaufrufen
    • MTB-Km: 1816 (2021: 2897)
    • Lauf-Km: 251 (2021: 330)

    Hier findest du noch mehr Zahlen: Meine Blog-Bestenliste 2022.


    Was 2022 sonst noch los war

    2022-03-13 Konzert Pippo Pollina Würzburg
    13.03.22 Konzert Pippo Pollina in Würzburg
    Heike Brandl auf Mountainbike mit Blauregen
    17.04.22 am Comer See. Hier war der Frühling schon in voller Blüte – traumhaft!
    Judith Peters bei Konferenz
    23.04.22 Judith Peters auf dem Event von „The Content Society“ in Stuttgart: Bloggerinnen-Power
    Gruppe beim Abendessen
    11.06.22 Mein Mann und ich bekochten das MTB-Team unseres Sohnes beim Weltcup in Leogang (A)
    Heike Brandl mit MTB in den Bergen
    Kleine Bergtour in Leogang
    23.09.22 „Dreamscapes“ in der Stadthalle Lohr. Konzert, Ballett und Märchen in einem
    Thomas und Heike Brandl
    05.11.22 mit Thomas auf der Sohlhöhe bei Lohr

    Welche Bücher und Podcasts mich 2022 inspiriert haben

    Bücher

    Ich liste hier nur die Fachbücher auf, denn es gab natürlich noch eine große Anzahl im Bereich „Schöne Literatur“. Die hier genannten vertieften meine Themen Heilpädagogik, Bindung, Entwicklungsförderung, Kommunikation und zeigten mir mit dem Thema Trauma noch ein ganz neues Feld auf. Damit will ich mich 2023 auch noch genauer befassen.

    Podcasts

    • Der Kita-Podcast für bedürfnisorientierte Erziehung von Lea Wedewardt
      Zielgruppe: Fachkräfte in Krippe, Kita, Hort, Schule und Tagespflege
      Themen: bedürfnisorientierte Pädagogik
    • Ich eskalier gleich-Podcast von Rahael Kirsch
      Zielgruppe: Fachkräfte in Kita und Schule
      Themen: Umgang mit alltäglichen Krisen und Herausforderungen von Kindern, Jugendlichen, Eltern
    • Heilsame Pädagogik-Podcast von Bettina Mayer
      Zielgruppe: an Heilpädagogik interessierte Menschen
      Themen: Entwicklungsaufgaben und die heilpädagogische Haltung und Methoden dazu
    • Mit Trauma wachsen von Kati Bohnet
      Zielgruppe: Adoptiv-/Pflege-/Eltern und pädagogische Fachkräfte von traumatisierten Kindern
      Themen: Nervensystem, Umgang mit Trauma(-folgen), alltagstaugliches Hintergrundwissen
    • Familienrat mit Katia Saalfrank
      Zielgruppe: Eltern
      Themen: beziehungsorientierte Elternschaft

    Die Podcasts und noch vieles mehr findest du übrigens in diesem Artikel: Mehr als 15 nützliche Links für schlaue Erzieher:innen

    Was wartet 2023 auf mich

    • Blog: 40 Artikel schreiben #werschreibtderbleibt und in Pinterest kontinuierlicher pinnen, eine neue Blogparade ausschreiben und an etlichen Challenges teilnehmen.
    • Heilpädagogik: Kinesiologie-Übungen und (mehr) Yoga-Übungen für Kinder kennenlernen und anwenden.
    • KommunikationsCoaching: Ich freue mich auf wunderbare Coachees.
    • Website: SEO optimieren und mobile Ansichten verbessern.
    • Weiterbildung: Ich will was zum Thema Gehirn/Nervensystem lernen und ein LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationstraining update mitmachen.
    • Ruhestand: Nicht ich, sondern mein Mann – das wird spannend und wir haben schon etliche Pläne.
    • Reisen: im August wird es mit dem Rad nach Schottland gehen. Ideen haben wir noch mehr …
    • Mein Motto für 2023: Neue Wege entdecken. Was ich damit meine? Dazu wird es einen eigenen Artikel geben.
  • Meine Blog-Bestenliste 2022

    Meine Blog-Bestenliste 2022

    Hier kommt meine Blog-Statistik 2022. Alle Zahlen, Daten und Fakten zu meinem Blog über KommunikationsCoaching und Heilpädagogik. Es ist Zeit, einmal die Statistiken anzuschauen und das erreichte festzuhalten.

    68 Artikel habe ich bis 14.12.22 geschrieben. Dabei sind natürlich etliche (10 – 15), die von meinen alten Websites „umgezogen“ sind. Das heißt, es gab sie schon, sie bekamen ein neues Outfit und ich überarbeitete sie auch inhaltlich leicht.

    Gesamtzahl aller geschriebenen Wörter: 75956 – oha!

    Besucher auf der Website waren bis 13.12.22 insgesamt 4881 bei 6957 Seitenaufrufen.

    Diese Website ist ja erst im Februar 2022 an den Start gegangen und natürlich lief noch nicht alles immerzu rund. So manche Suchmaschinenoptimierung lässt noch Luft nach oben und gleichzeitig bin ich stolz auf meine Kompetenz, die ich mir hier im Laufe des Jahres erworben habe.

    Meine 5 liebsten eigenen Blogartikel 2022

    Meine 5 Blogartikel mit der meisten Resonanz

    Am meisten Kommentare

    Am häufigsten gelesen

    Am häufigsten gemerkt (auf Pinterest)

    Pinterest bietet mir nur die Möglichkeit, die letzten sechs Monate zu analysieren. Also heißt es, im Juli 2023 auch mal einen Blick darauf werfen. Doch für heute zählt folgendes:

    Meine längsten Blogartikel 2022


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  • Monatsrückblick November 2022 – produktiv und sichtbar

    Kaum zu glauben, dass schon wieder ein Monat vorbei ist. Und wenn ich hier so zurückblicke, war ganz schön was los. Dabei lasse ich die heilpädagogische Arbeit diesmal außen vor und lege einen großen Schwerpunkt im Bereich „rund ums Business“ und KommunikationsCoaching.

    Mein neues PDF ist fertig zum Download

    Okay, es hat länger gedauert als geplant, doch jetzt ist es so weit: Mein neue PDF ist zum Download bereit. Worum gehts?

    „Das hast du toll gemacht!“ – Wie oft hast du diesen Satz schon zu (d)einem Kind gesagt? Hast du dich auch schon mal gefragt, was so ein Lob bewirkt? Ob du zu viel lobst? Oder welche Alternativen du stattdessen hast? Mein PDF heißt im Untertitel „Vom Loben zur Wertschätzung“.

    Du suchst Alternativen für „toll, klasse, spitze“? Ich gebe dir jede Menge Hintergrundwissen, Fragen zu deiner Reflexion und dazu noch 30 Beispielsätze, mit denen du Wertschätzung ohne Lob formulieren kannst.

    Warum ich gerne Vorträge halte

    Zwei Vorträge hielt ich im November. Einmal war ich zum Elternabend im Waldkindergarten Lohr mit dem Thema „Grenzen setzen ohne Strafen“. Viele Eltern haben in den letzten Jahren bedürfnisorientierte Erziehung kennengelernt und dabei eines übersehen: Sie selbst haben auch Bedürfnisse. Und nur wenn der eigene Tank gut gefüllt ist, können sie in Stresssituationen mit den Kindern liebevoll, klar und relativ gelassen bleiben. Klare und wertschätzende Sprache ist hilfreich dabei, den Kindern die eigenen Grenzen zu vermitteln.

    Dann war ich noch an der VHS Marktheidenfeld mit dem Thema „Sprache als Schlüssel in der Erziehung“. Hier stand noch mehr die Sprache im Vordergrund. Ich ließ die Teilnehmer:innen nachspüren, wie Wörter und Redewendungen oder auch ein abwertender Tonfall beim Namen des Kindes auf sie selbst wirken. Sie waren tief beeindruckt und konnten so meine Beispiele und Erklärungen gut nachvollziehen.

    Bei Vorträgen sind immer Menschen, die aus eigenem Interesse kommen. Sie wissen: Es liegt an ihnen selbst, etwas in der Kommunikation mit ihrem Kind weiterzuentwickeln. Sie sind bereit zur Reflexion. Dies ist ein Grund, warum ich gerne Vorträge halte. Der andere ist: Ich komme immer gleich in den Dialog mit den Teilnehmer:innen, so gibt es auch sofort Resonanz:

    • Da sind Menschen, die kennen schon den einen oder anderen Punkt, wenden ihn an und berichten von ihren positiven Erfahrungen: „Ich habe schnell aus meinem Wortschatz gestrichen. Seither fühle ich mich weniger gehetzt.“
    • Andere bestätigen, was ich beschreibe: „Ich frage meinen Sohn dreimal, ob er jetzt kommt. Nichts passiert. Dann sage ich „Lukas, komm jetzt bitte!“ und dann funktioniert es.“
    • Und ich höre neue Geschichten für spätere Vorträge und erlebe berührende Momente.
    • Ich bin dankbar und freue mich, dass ich wieder etwas mehr Bewusstsein für Wertschätzung in unsere Gesellschaft bringen konnte.

    Abschluss und Resümee meiner Blogparade

    Am 11.11.22 ging meine Blogparade zu Ende. Das Thema lautete: „Sprache als Schlüssel in der Erziehung. Mit welchem Satz hast du etwas bei (d)einem Kind bewirkt?“

    Acht Autor:innen aus ganz verschiedenen Arbeitsfeldern beteiligten sich mit ihrer Sicht auf meiner Frage. Dazu kam mein eigener Artikel mit dem Satz „Du wirst das lernen.“ Abschließend fasste ich alles noch einmal in einem Übersichtsartikel zusammen: 9 wunderbare Schlüsselsätze in der Erziehung.

    Resonanz: 40 % mehr Website-Besucher:innen im Oktober und 46 % mehr Seitenaufrufe, etwa gleiche Zahlen im November und viele schöne Kommentare auf Facebook, Instagram und der Website selbst.

    Ich habe auch einige interessante Autor:innen entdeckt, die gut zu meinen Themen passen. Diese sammle ich für ein Listicle mit empfehlenswerten Blogs zum Thema Kommunikation und Pädagogik.

    Resümee: Bestimmt werde ich im Frühjahr wieder eine Blogparade erstellen. Das gibt einfach vielfältigen Mehrwert für mich: Kontakte, neue Perspektiven, Reichweite. Und für meine Leser:innen gibt es auch neue Perspektiven und Impulse.

    Kollegiale Fallberatung erweitert mein Portfolio

    Im November fand der dritte und letzte Teil meiner eigenen Fortbildung zur kollegialen Fallberatung statt. Bei der kollegialen Fallberatung löst ein Team gemeinsam berufliche Probleme. Dies geschieht mit einer festen Struktur im Ablauf und vorher festgelegten Rollen (Fallgeber:in, Moderator:in, Protokollant:in und Berater:innen).

    Mit so unterschiedlichen Methoden wie „Kopfstand-Brainstorming“ oder „Resonanzrunde“ werden gemeinsam eine Vielzahl von Lösungen für das Problem gefunden und entwickelt. Dabei kann die kollegiale Fallberatung gerade im pädagogischen Bereich im Umgang mit Kindern, Eltern oder Kolleg:innen ein nützliches und preiswertes Tool sein. Die Methode ist leicht zu lernen und bietet bei regelmäßigem Einsatz gute Gelegenheit zur Reflexion und Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

    Ich habe die Methode nun gelernt und biete sie gerne auch im Rahmen von Seminaren in Kitas oder anderen Institutionen an. Nach einer Einführung kannst du mit deinem Team diese Methode leicht selbst anwenden. Du willst etwas mehr wissen? Hier ist mein Artikel dazu: Was ist kollegiale Fallberatung?

    Meine Blogartikel vom November 2022

    Was sonst noch los war im November 2022

    • Dekanatssynode: Als Mitglied im Kirchenvorstand war ich auf der jährlichen Tagung unseres Dekanats. Besonders spannend fand ich die Visualisierung der ganzen Veranstaltung durch die Illustratorin Joy Katzmarzik mit Sketchnotes.
    • Besuch in der Theaterwerkstatt Würzburg „Moniseur Ibrahim und die Blumen des Koran“. Begleitet von Live-Musik jüdischen und arabischen Ursprungs zeigt das Stück eine zeitlose Idee der Völkerverbindung: persönliche Beziehungen. Großartige Musik, tiefgründige Schauspieler:innen, wunderschön inszeniert auf der winzigen Bühne.
    • Erste Besuche auf den Weihnachtsmärkten mit Freunden
    Theaterkulisse mit Laden aus Weinkisten und Blick in ein Zimmer mit Bücherregal und Esstisch
    Theaterkulisse aus „Moniseur Ibrahim …“ in Würzburg
    Sketchnote Rückblicke und Heute aus einer Tagung
    Sketchnote von der Dekanatssynode
    Weihnachtsmarkt Schwäbisch Gmünd
    Weihnachtsmarkt Schwäbisch Gmünd

    Meine Bücher des Monats November 2022

    Falls du neu hier bist: In dieser Rubrik berichte ich, welche Bücher ich in diesem Monat gelesen habe (und für erwähnenswert halte). Der Link führt zu einem fairen Online-Buchshop, bei dem die Autor:innen am Umsatz beteiligt sind.

    • Nora Imlau „Meine Grenze ist dein Halt“
      Kinder brauchen keine Grenzen, sondern Menschen, die liebevoll, klar und verantwortungsbewusst die eigenen Grenzen vertreten. „Jede klar gezogene Grenze ist ein Ja zu uns selbst.“ schreibt sie. Dafür gibt sie praxisorientierte Tipps und Hintergrundwissen aus Psychologie und Hirnforschung.
    • Matt Haig „Wie man die Zeit anhält“
      Ja, ich bin bekennender Matt Haig-Fan. Mit gutem Grund. Er schreibt einfach fantastisch. Der Traum vom ewigen Leben ist wohl so alt wie die Menschheit. Matt Haig hat einen fantasievollen und einfühlsamen Roman darüber geschrieben, was es bedeutet, über 400 Jahre alt zu sein, Shakespeare als Chef zu haben oder die geliebte Frau an die Pest zu verlieren – und dann jahrhundertelang Angst vor der Liebe zu haben. „In den Momenten, die voller Leben sind, währt die Gegenwart eine Ewigkeit lang, …“

    Ausblick Dezember 2022

    • Jahresrückblog 2022 – Natürlich nehme ich wieder teil an der großartigen Aktion von Judith Peters aka Sympatexter, mit der vor zwei Jahren mein Blog-Abenteuer so richtig begann.
    • Advents- und Weihnachtskonzerte
    • Familienbesuche
    • Urlaub …
  • Was ist kollegiale Fallberatung?

    Was ist kollegiale Fallberatung?

    Fallberatungen habe ich in meiner beruflichen Laufbahn immer wieder erlebt. Da gab es Kinder oder erwachsene Menschen, mit denen ein Team von pädagogischen Mitarbeiter:innen seine Schwierigkeiten hatte. In der Teambesprechung wurde gemeinsam nach Gründen für ein Verhalten gesucht, alternative Formen des Umgangs damit überlegt oder über Lösungen für ein Problem beraten. Manchmal wurde auch eine außenstehende Person, eine Heilpädagogin oder ein Psychologe zur Beratung dazu geholt.

    Über Kolleginnen erfuhr ich von der strukturierten Methode der kollegialen Fallberatung und nahm im Herbst 2022 an einer Fortbildung dazu teil. Ich habe die Methode nun gelernt und biete sie gerne auch als Seminar in Kitas oder anderen Institutionen an. Nach einer Einführung kannst du mit deinem Team leicht selbst kollegiale Fallberatung anwenden.

    Was ist kollegiale Fallberatung

    Bei der kollegialen Fallberatung löst ein Team gemeinsam berufliche Probleme. Dies geschieht mit einer festen Struktur im Ablauf und vorher festgelegten Rollen.

    Mit so unterschiedlichen Methoden wie „Kopfstand-Brainstorming“ oder „Resonanzrunde“ werden gemeinsam eine Vielzahl von Lösungen für das Problem gefunden und entwickelt. Dabei kann die kollegiale Fallberatung gerade im pädagogischen Bereich im Umgang mit Kindern, Eltern oder Kolleg:innen ein nützliches und preiswertes Tool sein. Die Methode ist leicht zu lernen und bietet bei regelmäßigem Einsatz gute Gelegenheit zur Reflexion und Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

    Bild: Heike Brandl mit Foto eines schreienden Kindes. 
Titel: Was ist kollegiale Fallberatung? Gemeinsam Lösungen finden

    Was sind die Voraussetzungen für kollegiale Fallberatung?

    • Respekt gegenüber allen Teilnehmer:innen
    • Akzeptanz aller Sichtweisen
    • Verschwiegenheit nach außen
    • Offenheit in der Gruppe
    • Echtheit in allen Äußerungen
    • Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven zulassen
    • Aktive Beteiligung aller Teilnehmer:innen
    • Klare Aufgaben – und Rollenverteilung
    • Ehrlichkeit in allen Bewertungen
    • Prägnanz in allen Äußerungen (kurz und präzise)
    • Vertrauen in alle Teilnehmer:innen
    • Verantwortung für die Zusammenarbeit

    Wie läuft kollegiale Fallberatung ab?

    Je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht, wird zunächst besprochen, welcher Fall bzw. wie viele Fälle in welcher Reihenfolge besprochen werden.

    1. Rollenverteilung: Wer ist Fallgeber:in? Wer übernimmt die Aufgaben der Moderator:in, Protokollant:in und Berater:innen? Diese Rollen wechseln bei jeder neuen Fallberatung. Hilfreich ist es, wenn vier bis zehn Personen anwesend sind.
    2. Präsentation: Die Fallgeberin stellt kurz ihren Fall vor.
    3. Klärung: Die Beraterinnen stellen Rückfragen.
    4. Schlüsselfrage: Was ist das konkrete Beratungsanliegen der Fallgeberin?
    5. Methodenwahl: Je nach Zielsetzung der Fallgeberin wählt sie eine Methode aus.
    6. Beratung: Anhand der ausgewählten Methode erfolgt nun die Beratung.
    7. Abschluss: Die Fallgeberin resümiert die Beiträge der Berater:innen.
    Bild: Menschen vor Tafel schauen sich an. Kollegiale Fallberatung kann eine Lösung für Schwierigkeiten im Team sein.
    Die Lösungen liegen schon in uns. Wir brauchen sie nur noch zu entdecken.

    Was sind die Vorteile von kollegialer Fallberatung?

    • Das Prinzip ist leicht erlernbar.
    • Mit etwas Übung ist es ohne externe Supervisoren oder Berater:innen selbständig von einem Team durchzuführen und ermöglicht dadurch Autonomie.
    • Daher ist es eine preiswerte Methode.
    • In der Gruppe finden sich immer vielfältige Blickwinkel, Erfahrungen und Kompetenzen. Das Erleben von Fallbeispielen der anderen erweitert den eigenen Horizont und das Reflexionsvermögen jeder teilnehmenden Person.
    • Gleichzeitig erlebt das Team eine hohe Selbstwirksamkeit durch das Finden verschiedener Lösungsoptionen.
    • Eine kollegiale Beratung auf Augenhöhe fördert die Verbundenheit und stärkt das Team als solches.
    • Kollegiale Fallberatung ist auch live-online möglich.

    Du wartest jetzt noch auf die Nachteile kollegialer Fallberatung? Hm, bislang sind mir keine Nachteile bekannt. Ich werde sie jedoch ergänzen, wenn ich welche entdecke.

    Es ist eher sinnvoll, von Grenzen zu sprechen: Kollegiale Fallberatung ersetzt keine Supervision und keine Therapie.

    Du fragst dich, ob dein aktuelles Problem ein Thema für eine kollegiale Fallberatung sein könnte? Oder du hast noch keine so klare Vorstellung von möglichen Themen? Dann lies hier weiter: 21 Themen, die du in einer kollegialen Fallberatung klären kannst

    Habe ich dein Interesse geweckt? Melde dich bei mir und wir führen die kollegiale Fallberatung in deinem Team ein!

  • Die ideale Haltung für stressfreie Weihnachten mit Kindern

    Die ideale Haltung für stressfreie Weihnachten mit Kindern

    zuletzt überarbeitet:

    Noch sind es einige Wochen bis Heiligabend. Zeit genug, um dir Gedanken zu machen, wie du dieses Jahr stressfreie Weihnachten mit Kindern feiern willst. Bevor du in die Details der Planung gehst, gehe in dich! Also: Welche Haltung, oder vielmehr Haltungen hast du bislang zum Fest der Feste?

    Steht für dich die Harmonie im Vordergrund oder die Entspannung? Geht es dir um die christliche Botschaft oder Rituale und Traditionen? Liebst du Gemeinschaft oder Action? Was ist dir wichtig für diese besonderen Tage mit der Familie? Oder sind sie für dich gar nichts Besonderes?

    Ich habe einige Anregungen für dich, welche Haltungen ich für nützlich halte, für die Feiertage und vielleicht auch darüber hinaus. Und meine einfachen Tipps dazu wirst du auf jeden Fall brauchen können: für harmonische und friedliche Weihnachten mit der Familie!

    Info Box

    Viele Menschen wollen perfekte Weihnachten feiern.
    Kinder haben andere Ideen dazu.
    Dann kann es stressig sein.
    Weniger perfekt ist für alle leichter.
    Dazu kannst du vorher über einiges nachdenken.
    Dafür gebe ich Tipps.

    Dankbarkeit öffnet die Augen für die Freude

    Die Pomelo für den Nachtisch schmeckt fade, der Seidentofu war ausverkauft, die Kinder haben das Stroh aus der Krippe überall verteilt und jetzt ruft auch noch Tante Frieda mitten in diesem weihnachtlichen Chaos an. Dein Blutdruck erreicht dramatische Höhen und wenn dein Partner jetzt nicht sofort die Kids im Zaum hält, treiben sie dich heute alle noch auf den Christbaum, äh, die Palme. 

    Tritt innerlich einen Schritt zurück! Hör deinen Gedanken kurz zu! Und mach dir etwas bewusst:

    • Du kannst dir Pomelo und Seidentofu leisten.
    • Über ein Schokoladeneis freuen sich alle mindestens genauso und du wirst weniger Arbeit damit haben.
    • Stroh in der Wohnung: besser als im Stall zu schlafen. 
    • Frag den Familienrat: welches kreative Spiel könnte das Stroh wieder in die Krippe schaffen?
    • Tante Frieda denkt an dich. Wie schön. Mit 10 Minuten plaudern machst du ihr eine große Freude. 
    • Blutdruck? Komm mal wieder runter! Denk an das Schokoladeneis!
    • Du hast einen Partner? Kann es sein, dass du ein echter Glückspilz bist?

    Lächle. Atme. Sei dankbar. 

    stressfreie Weihnachtszeit mit Kindern. brennende Kerze auf Adventskranz

    Gelassenheit senkt deinen Blutdruck

    Nobody is perfect. Stimmt immer noch. Das gilt im übrigen auch für die Kids und den Partner. Und es ist auch gar nicht notwendig.  Wer will schon aussehen wie die Hochglanz-Werbe-Ikonen. Oder eine Wohnung haben, die eher aussieht wie ein steriles Möbelhaus als ein Heim, in dem das Leben sichtbar ist. Ich könnte jetzt weitermachen, mit dem perfekten Weihnachtsmenü, dem perfekten Schwiegereltern-Besuch, den perfekten Geschenken und und und. 

    • Überlege im Familienrat mit allen, die sich schon beteiligen können, wie ihr die Weihnachtstage möglichst locker und stressfrei gestalten könnt.
    • Was ist leichter für euch? Familienangehörige einzuladen oder zu besuchen? Findet Kompromisse! Kein Ritual ist für die Ewigkeit gemacht, nur weil es schon immer so war. 
    • Gibt es Rituale, die ihr überdenken, neu entwickeln oder hinter euch lassen wollt?
    • Welche Situationen waren im letzten Jahr anstrengend? Könnt ihr sie anders gestalten, anders damit umgehen?
    • Ist es sinnvoll, mit bestimmten Familienangehörigen im Vorfeld etwas zu klären?

    Und wenn es doch stressiger wird als gehofft?

    Atme. Atme. Atme. Es wird vorbeigehen. Lächle.

    Kind knetet hingebungsvoll Lebkuchenteig

    Präsenz schenkt dir den Augenblick

    Weniger ist mehr. Weniger Essen, weniger Geschenke, weniger Besuche bei anderen und weniger Gäste bei euch.

    Genießt jedes einzelne Gericht. Schnuppert mal, wie gut das duftet! So viele Gerüche, wie in der Weihnachtszeit, gibt es das ganze Jahr nicht wahrzunehmen. Zimt, Nelken, Anis, Kardamom und Ingwer … Wer findet raus, dass da Koriander im Essen ist? Lasst die Kids mal an der Gewürzdose riechen und probieren, wenn sie mögen. Wozu noch einen Nachtisch, wenn es sowieso am Nachmittag schon bald Plätzchen gibt? 

    Gib den Kids eine Chance, jedes Geschenk zu würdigen. Sprich – wo möglich – mit Familienangehörigen, die etwas schenken wollen. Was hältst du für passend, altersgerecht und angemessen? Je kleiner das Kind, desto weniger Spielsachen braucht es – schon gar nicht auf einmal.

    Eines, mit dem es sich wirklich eine Weile beschäftigen kann, das langlebig ist und gleichzeitig kreatives Spielen ermöglicht, das ist sinnvoll. Beobachte, wie dein Kind Spielmöglichkeiten entdeckt, wie es ausprobiert, hilf erst, wenn es deiner Hilfe bedarf. Bleibt im Augenblick, in der Präsenz. 

    Spiel ist die höchste Form der Forschung.
    Albert Einstein

    Stell dir vor, du bist auf einer Party in – sagen wir Japan – laute Musik, fremde Menschen, nur die Hälfte spricht deine Sprache und du sollst mit jedem Smalltalk halten und auch noch das fremde Essen probieren.

    So ähnlich wird es für viele Kleinkinder in der Weihnachtszeit sein. Klar, die Erwachsenen sprechen wahrscheinlich schon Deutsch, jedoch über Themen, die für das Kind nicht nachvollziehbar sind. Und die Erwartungen sind recht ähnlich. Reizüberflutung. Das Kind kann nur eine Sache auf einmal. Und du übrigens auch. So wird es stressfrei:

    Leiser. Weniger. Langsamer. Atme. Jetzt. Natur.

    Zuversicht richtet den Blick neu aus

    „Ich bin sicher, so wird das Weihnachtsfest gelingen.“ Das ist Zuversicht: Ich vertraue darauf, dass Entwicklung zum positiven hin möglich ist. Der Blick in die richtige Richtung bildet sich auch in der Sprache ab: 

    • Anstatt: „Pass auf, dass du nichts verschüttest.“  lieber: „Halte die Schale gerade und stell sie sachte auf den Tisch!“
    • Anstatt: „Könnt ihr mal nicht so laut sein?“  lieber: „Anna, Jonas, wir wollen uns unterhalten. So ist es zu laut. Spielt bitte etwas leiser!“
    • Anstatt: „Ich hab keine Zeit.“ lieber: „Anna, nachher kommt Opa zum Kaffee. Ich decke gerade den Tisch. Du kannst mir helfen. Dann geht es schneller und wir können noch dein Bilderbuch lesen.“

    Ich wünsche dir viel Freude bei stressfreien Weihnachten mit deiner Familie.


    Willst du mehr über klare und wertschätzende Sprache mit Kindern wissen? Dann habe ich was für dich: Lass dir zu Weihnachten ein Coaching bei mir schenken.

    PS: Die kleinen Texte in den Bildern sind Elfchen, Mini-Gedichte aus 11 Wörtern zu einem Thema. Sie entstanden 2021 im Rahmen einer #adventskalenderelfchenchallenge der lieben Nicole Isermann. Nicole ist Journalistin und hat ein Faible für Elfchen. 

  • 9 wunderbare Schlüsselsätze in der Erziehung

    9 wunderbare Schlüsselsätze in der Erziehung

    Sprache als Schlüssel in der Erziehung. Mit welchem Satz hast du etwas bei (d)einem Kind bewirkt? So lautete der Titel meiner Blogparade im Oktober 2022. Ich habe gefragt, wo Menschen erlebt haben, dass ein Satz etwas bei einem Kind in Bewegung gebracht hat. Was und wie sie etwas gesagt haben, wo Entwicklung beim Kind oder innerhalb der Beziehung in Gang gebracht hat. Was waren eure Schlüsselsätze in der Erziehung?

    Besonders gefreut hat mich, dass Menschen so unterschiedlicher Profession teilgenommen haben und ihre ganz eigene Sicht der Dinge eingebracht haben.

    In meiner Zusammenfassung zitiere ich natürlich diesen jeweiligen Satz und ergänze um den Kontext, in dem er steht. Ich wünsche dir einige Impulse für deine Kommunikation mit Kindern und natürlich viel Freude beim Lesen der Artikel der teilnehmenden Autor:innen. Klicke dazu auf den entsprechenden Link. Die Reihenfolge entstand durch das Datum des Einreichens.

    Worte öffnen verschlossene Herzen

    Worte öffnen verschlossene Herzen und können Leben verändern, schreibt Shivani Vogt. Sie ist Psychologin und Expertin für das Nervensystem. Shivani arbeitet in der Therapie mit Erwachsenen an den Themen, die diese aus ihrer Kindheit mitbringen. So befriedet sie im Nachhinein viele Situationen, indem die Erwachsenen ihre eigenen Themen lösen und somit ihre Kinder wiederum von der Last befreien.

    „Stell dir vor, du bist ein Handy.“

    Dr. Martin Beck, Kinderarzt und Kommunikationstrainer aus Bonn, nutzt diesen Satz bei den Jugendgesundheitsuntersuchungen in seiner Praxis. Mit diesem Satz erzeugt er ein Bild bei den jungen Menschen, das sie anspricht und erreicht. Es bringt sie dazu, sich selbst besser zu verstehen.

    Sprache als Schlüssel zur Beziehung

    „Sprache als Schlüssel zur Beziehung“ lautet der Beitrag von Dina Mazotti zu meiner Blogparade. Dina ist Lehrerin und Begabungsexpertin aus Rothenburg (CH). Sie schreibt in diesem Artikel über Sprachentwicklung und wie Kinder die Sprache lernen: „Denn Sprache lernen Kinder immer in sozio-emotionalen Zusammenhängen, also in Situationen mit anderen Menschen und im Zusammenhang mit Handlungen.“

    „Glaube an dich selbst und deine Superpower!“

    Verena Schmalz ist Kinderphysiotherapeutin aus Graz und hat ihren Beitrag zu meiner Blogparade mit „Die Macht der Worte – Sprache als Schlüssel in der Erziehung“ genannt. Sie beschreibt, wie die Worte auf die Gedanken (oder auch Mindset) eines Menschen wirken können.

    „Ich darf stottern.“

    Wiebke Schomaker ist Autorin des Blogs „Starke Sprache“ und Logopädin. Sie gibt uns einen spannenden Einblick in Stottertherapie und wie der Satz „Ich darf stottern.“ dabei zum Schlüssel werden kann.

    „Liebe Eltern, ihr seid herzlich willkommen.“

    Maria Klitz, Erzieherin und Autorin des Blogs „die Trotzphase“: Sie wählt einen Satz von Erzieher:innen: „Liebe Eltern, ihr seid herzlich willkommen!“ Sie schreibt darüber, wie wichtig Offenheit auf Seiten der Erzieher:innen und Eltern ist, wie das Sicherheit gibt und wie so ein starkes Team entstehen kann.

    „Gott liebt genau dich.“

    Heiko Metz, Theologe aus Marburg und Dozent für Gemeindepädagogik und in der Kinder- und Jugendhilfe, hat einen ganz besonderen Blick auf meine Fragestellung. Heiko schreibt, der Satz „Gott liebt genau dich!“, ist es, der Kindern und Jugendlichen Halt und Zuspruch geben kann. Und er berichtet von seinen berührenden Erfahrungen damit.

    „Ist doch nichts passiert!“ – Oder doch?

    Mit bewusster Sprache von Erziehung zu Beziehung. So heißt der Untertitel von Daniela Scheurers Beitrag. Daniela ist Pikler- und Kindergartenpädagogin aus Österreich und stellt das achtsame Miteinander in den Fokus. Sie schreibt in ihrem Artikel darüber, was wir mit einem bewussten Sprachgebrauch verändern können und was beziehungsvolle Sprache ausmacht.

    Heike Brandl

    „Du wirst das lernen.“

    So lautet mein Schlüsselsatz in der Erziehung. In meinem Artikel beschreibe ich zunächst, was Sprache als Schlüssel in der Erziehung generell für mich bedeutet und was bewusste Sprache bewirken kann. Am Beispiel einer Geschichte aus der Kita zeige ich dir, wie ich bei Kindern mit dem Satz „Du wirst das lernen.“ meine Geduld und Zuversicht zum Ausdruck bringe.

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